Bayer in Zürich zum Gruppensieg?
Sonntag, 9. Dezember 2007
Artikel-Zusammenfassung
Beide Mannschaften sind bereits für die Runde der letzten 32 qualifiziert, aber schließlich geht es für den FC Zürich und Bayer 04 Leverkusen noch um die endgültige Platzierung.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Beide Mannschaften sind bereits für die Runde der letzten 32 qualifiziert, aber schließlich geht es für den FC Zürich und Bayer 04 Leverkusen noch um die endgültige Platzierung, weshalb diese Partie der Gruppe E wohl sehr umkämpft sein wird.
• Die Gruppensieger treffen in der UEFA-Pokal-Runde der letzten 32 auf Tabellendritte aus anderen Gruppen und haben dabei im Rückspiel Heimrecht. Zweitplatzierte Teams treffen auf Tabellendritte aus der UEFA-Champions-League-Gruppenphase und haben ebenfalls im Rückspiel Heimrecht.
• Nachdem Zürich die beiden ersten Spiele gegen den AC Sparta Praha und Toulouse FC gewonnen hatte – beide Teams haben keine Chance mehr, sich zu qualifizieren – unterlagen die Schweizer beim FC Spartak Moskva und fielen damit in ihrer Gruppe auf Platz zwei zurück. Mit einem Sieg haben sie – ebenso wie Leverkusen – noch die Chance, die Gruppe zu gewinnen. Vorausgesetzt, Moskau lässt in Toulouse Punkte.
• Leverkusen kam daheim gegen Toulouse und Sparta jeweils zu 1:0-Erfolgen, dazwischen musste man sich in Moskau mit 1:2 geschlagen geben. Punktgleich hinter Zürich belegt Bayer damit in der Gruppe Platz drei, hat aber die schlechtere Tordifferenz.
• Geht es nach der Statistik, spricht nicht viel für Leverkusen, obschon diese Mannschaft in der Bundesliga derzeit einen Lauf hat. Auswärts hat die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe auf internationalem Parkett seit der Saison 2002/03 kein Spiel mehr gewonnen. Damals setzten sie sich in der Gruppenphase der UEFA Champions League mit 2:0 bei Maccabi Haifa FC durch. In den letzten 18 Auswärtsspielen in UEFA-Vereinswettbewerben mussten sich Leverkusen 13 Mal geschlagen geben und holte fünf Mal ein Remis.
• Zürich hingegen hat die letzten neun Heimspiel nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage mussten die Schweizer 200/01 in der ersten UEFA-Pokal-Runde gegen KRC Genk hinnehmen (1:2).
• Die beiden Mannschaften standen sich noch nie einem UEFA-Vereinswettbewerb gegenüber.
• Zürich hat acht Mal gegen Mannschaften aus Deutschland gespielt. Angefangen hat dies 1976/77 im Viertelfinale der Pokals der europäischen Meistervereine gegen den damaligen DDR-Verein 1. FC Dynamo Dresden. Gegen die Sachsen setzten sie sich aufgrund der Auswärtstorregel durch und mussten sich anschließend im Halbfinale Liverpool FC geschlagen geben.
• Insgesamt hat Zürich gegen deutsche Vereine zwei Mal gewonnen und sechs Mal verloren. Beide Siege gelangen im heimischen Stadion. Seit der Wiedervereinigung haben sie nicht mehr gegen eine deutsche Mannschaft gespielt.
• Leverkusen hat erst eine Partie gegen eine Mannschaft aus der Schweiz bestritten. In der vergangenen Saison holte Bayer in der ersten UEFA-Pokal-Runde ein 0:0 beim FC Sion, ehe daheim ein 3:1-Sieg und damit die Qualifikation für die Gruppenphase gelang.
• Bei Leverkusen spielen mit den Mittelfeldspielern Tranquillo Barnetta und Pirmin Schwegler zwei Schweizer.
• Der Schweizer Nationalspieler Barnetta, 22, begann seine Karriere bei Zürichs Erstliga-Konkurrenten FC St. Gallen, ehe er 2004 zu Hannover 96 wechselte, von wo aus es ein Jahr später nach Leverkusen ging.
• Der 20-jährige Schwegler spielte für den FC Luzern und den BSC Young Boys, ehe er 2006 von Leverkusen verpflichtet wurde. Bruder Christian ist noch immer bei den Young Boys aktiv.
• Bei einer weiteren Verwarnung müssen Zürichs Rafael Araujo und Florian Stahel ein Spiel zusehen, was bei Leverkusen auf Gonzalo Castro zutrifft.
• Die Auslosung für die Runde der letzten 32 und das Achtelfinale findet am 21. Dezember um 13 Uhr in Nyon statt.