Le Guen verlässt die Rangers
Donnerstag, 4. Januar 2007
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Paul Le Guen ist nach sieben Monaten Amtszeit - der kürzesten in der Vereinsgeschichte - als Rangers-Trainer zurückgetreten.
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Rangers FC hat sich in beiderseitigem Einvernehmen von seinem französischen Trainer Paul Le Guen getrennt.
Machtkampf mit Ferguson
Der frühere Trainer von Olympique Lyonnais arbeitete nur sieben Monate im Ibrox-Park - was die kürzeste Amtszeit in der Vereinsgeschichte ist. Sein Rücktritt erfolgte nach einem öffentlich gewordenen Machtkampf mit Rangers-Kapitän Barry Ferguson, mit dem er sich nicht verstanden hatte. Le Guen hatte erklärt, dass Ferguson seine Autorität untergraben hatte und sorgte für Verärgerung bei den Fans, als er ihm am 1. Januar die Kapitänsbinde abnahm - danach befürchteten viele, dass sich der schottische Nationalspieler in naher Zukunft einen neuen Verein suchen könnte.
"Niedergeschlagen"
Schließlich musste jedoch Le Guen seinen Posten, den er im vergangenen Sommer von Alex McLeish übernommen hatte, räumen. Rangers-Geschäftsführer David Murray sagte: "Nach einem Treffen mit Paul stimmen wir überein, dass ein Rücktritt das Beste in der jetzigen Situation ist." Le Guen fügte hinzu: "Ich bin niedergeschlagen, aber ich denke, dass dies für alle Beteiligten die beste Entscheidung ist. Ich möchte allen danken, die mir und meinem Team während meiner Zeit in Schottland geholfen haben. Besonders möchte ich mich bei den Direktoren bedanken, die immer hinter mir gestanden sind."
UEFA-Pokal als Ziel
Die Rangers liegen derzeit auf dem zweiten Platz in der schottischen Premier League, haben aber bereits 17 Punkte Rückstand auf den Erzrivalen Celtic FC. Im UEFA-Pokal sind die Light Blues dagegen immer noch gut im Rennen, nach dem Sieg in der Gruppe A treffen sie in der Runde der letzten 32 nun im nächsten Monat auf Hapoel Tel-Aviv FC. Der 42-jährige Le Guen kam nach einer sehr erfolgreichen Zeit in Lyon nach Schottland. Er führte seinen ehemaligen Klub zu drei Ligue 1-Titeln in Folge sowie 2004 und 2005 jeweils ins Viertelfinale der UEFA Champions League.