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Großes Lokalderby in Bukarest

Die Vorherrschaft in Bukarest steht auf dem Spiel, wenn im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals Rapid und Steaua gegeneinander antreten.

Die Vorherrschaft in Bukarest steht am Donnerstag auf dem Spiel, wenn im Viertelfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals die beiden populärsten Klubs der rumänischen Hauptstadt - der AFC Rapid Bucuresti und der FC Steaua Bucuresti - gegeneinander antreten.

Steaua erfolgreicher
Die Gäste von Steaua liegen momentan sechs Punkte und zwei Plätze vor dem Lokalrivalen in der rumänischen Liga. Auch in der Geschichte des Europapokals ist Steaua bisher erfolgreicher gewesen. 1986 gewann der Verein den Pokal der europäischen Meistervereine. Auf der anderen Seite kann Rapid auf die beeindruckende Heimstärke in dieser UEFA-Pokal-Saison bauen. In acht Spielen verließen sie acht Mal als Sieger den Platz des heimischen Giulesti-Stadions. Das unglaubliche Torverhältnis steht bei 16:0. Auch Steaua konnte bei Rapid seit dem 26. April 2003 nicht mehr gewinnen.

Grigores Siegtor
Rapid schlug am Sonntag den FC National 2000 Bucuresti mit 1:0. Für das Goldene Tor sorgte Nicolae Grigore mit einem spektakulären Kopfball in der 87. Minute. Trainer Razvan Lucescu sagte, seine Spieler seien nach der Partie "ein bisschen müde" gewesen. Doch im Vorfeld des Heimspiels gegen Steaua benötige seine Truppe keine zusätzliche Motivation. Bis auf die langzeitverletzten Marius Maldarasanu und Artavazd Karamian sowie den gesperrten Daniel Pancu stehen Trainer Lucescu alle Spieler am Donnerstag zur Verfügung.

"Kein Krieg"
Ob er auch im Rückspiel in Steauas vorübergehender Heimstätte Lia Manoliu-Stadion nahezu aus dem Vollen schöpfen kann, ist allerdings fraglich. Denn zehn Rapid-Akteure wären bei einer weiteren Gelben Karte für das Rückspiel gesperrt. Dazu sagte Lucescu: "Natürlich bereitet es mir große Sorgen, wenn ich so viele gefährdete Spieler habe. Ich hoffe aber, sie sind intelligent genug, nicht auf eventuelle Provokationen zu reagieren. Wir fürchten uns nicht vor Steaua und können den Anpfiff des Spiels kaum erwarten. Jedem sollte aber bewusst sein, dass es nur ein Fußballspiel und kein Krieg ist."

Ticket-Automaten
Da das Spiel natürlich schon lange ausverkauft ist, stehen vor den Stadiontoren spezielle Ticket-Automaten, die dafür sorgen sollen, dass Fans mit gefälschten Karten keinen Zutritt bekommen. Der rumänische Präsident Traian Basescu hat kürzlich beide Mannschaften in seinem Amtssitz empfangen, um ihnen zu ihrer großartigen Leistung im UEFA-Pokal zu gratulieren. Bei dieser Gelegenheit betonte er aber auch noch einmal, dass "Gewalttaten und rassistische Äußerungen die bisher auf dem Platz erreichten Errungenschaften zerstören" würden.

"Schwächen"
Auch Steaua musste für den Erfolg am vergangenen Wochenende hart kämpfen. Im Lia Manoliu-Stadion gelang ihnen erstmals bei FCU Politehnica Timisoara mit dem 2:1 ein Sieg. Dorin Goian fiel jedoch wegen einer Oberschenkelverletzung aus, sein Einsatz ist auch gegen Rapid gefährdet. Definitiv verzichten muss Steaua auf Victorias Iacob (Schulterverletzung) und Gabriel Bostina (Sperre). Dennoch bleibt Trainer Cosmin Olaroiu zuversichtlich. "Rapid ist ein sehr gut organisiertes Team, doch wie alle Mannschaften haben auch sie Schwächen. Wir wollen mindestens ein Auswärtstor erzielen, und ich bin mir sicher, dass meine Spieler auch den nötigen Einsatz zeigen, um dies zu schaffen. Es ist das Spiel unseres Lebens."

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