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Party-Stimmung bei Galatasaray

Galatasaray SK hofft im Jahr seines hundertsten Geburtstags wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können.

Von Türker Tozar

Galatasaray SK feiert am 4. August im berühmten Istanbuler Dolmabahçe-Palast seinen hundertsten Geburtstag. Der größte Wunsch des populärsten Vereins der Türkei ist es, die ersten 100 Jahre mit einem weiteren Titel krönen zu können.

Gründungsurkunde
Der Verein wurde 1905 von Studenten des Istanbuler Lycée de Galatasaray gegründet. In der Gründungsurkunde war von dem Verlangen zu lesen, "wie die Engländer Fußball zu spielen, den Namen und die Vereinsfarben bekannt zu machen und gegen nicht-türkische Mannschaften zu gewinnen". Doch in der letzten Zeit sind die Erfolge in der Türkei sowie im Europapokal eher eine Rarität geworden.

Finanzielle Einschränkungen
Der Klub hätte es sich gewünscht, mit dem Meistertitel der Saison 2004/05 ins Jubiläumsjahr zu gehen. Doch der rumänische Trainer Gheorghe Hagi führte die Mannschaft lediglich auf den dritten Rang. Aufgrund der Schulden des Klubs konnte er keine Topstars zu Galatasaray locken, und so trat er schließlich am Ende der Saison zurück, obwohl die Mannschaft noch den türkischen Pokal holen konnte.

Gerets kommt
Der Belgier Eric Gerets führt Galatasaray jetzt in die Spielzeit 2005/06. Neu dazu kam auch noch FK Partizan-Kapitän Sasa Ilic, der die Forderungen der Fans nach einem echten Spielmacher hoffentlich endlich verstummen lässt. Außerdem wurden noch Mittelfeldspieler Altan Aksoy von Konyaspor sowie der viel versprechende Verteidiger Yalçin Ayhan von Istanbulspor AS verpflichtet.

Ribéry geht
Doch trotz der Blutauffrischung gab es auch Rückschläge. Vor allem der Abgang des jungen Mittelfeldspielers Franck Ribéry, der zu Olympique de Marseille nach Frankreich zurückkehrt, sorgte für Bedauern. Er war für viele der beste Neuzugang der letzten Saison, obwohl er erst in der Winterpause zu Galatasaray gekommen war.

Goldenes Jahr
2000 hatte Galatasaray sein goldenes Jahr. Damals gewann die Mannschaft den UEFA-Pokal sowie den UEFA-Superpokal. Liebend gerne würde man wieder an diese großen Erfolge in Europa anknüpfen. Doch für die meisten Experten scheinen die viel versprechenden jungen Spieler des Klubs - Cafercan Aksu, Ugur Uçar, Mülayim Erdem und Arda Turan - noch nicht reif dafür.

Schwierige Entscheidungen
Der Verein - der in dieser Saison im UEFA-Pokal antritt - setzt immer mehr auf junge Spieler. Dies erkennt man an den schmerzhaften Entscheidungen, die Verträge der verdienten Routiniers Arif Erdem und Hakan Ünsal nicht mehr zu verlängern. Für den 36-jährigen Verteidiger Bülent Korkmaz wird nach Ende der Saison 2005/06 wahrscheinlich ebenfalls Schluss sein.

Wunschkandidat Pires
Der Abgang der älteren Generation ist zweifellos ein Grund zur Sorge. Viele negative Stimmen würden jedoch verstummen, wenn Galatasaray doch noch Robert Pires von Arsenal FC nach Istanbul holen könnte. Der französische Nationalspieler, der eine Menge internationale Erfahrung mitbringen würde, steht auf der Wunschliste des Klubs ganz oben.

Enttäuschende letzte Jahre
Nach einer Serie von enttäuschenden Europapokal-Auftritten käme eine erfolgreiche neue Saison gerade recht. Früher war Galatasaray noch regelmäßig in der UEFA Champions League vertreten, doch seit der Spielzeit 2001/02 wurde der Klub nicht mehr türkischer Meister. Und in der europäischen Königsklasse ist man jetzt bereits zum zweiten Mal in Folge nicht mit dabei.

Ungebrochene Leidenschaft
Dennoch ist die Leidenschaft für die Truppe von Gerets im Ali Sami Yen-Stadion und der ganzen Türkei ungebrochen. Der Belgier will wieder an alte Zeiten anknüpfen und den Klub aus Istanbul wieder zu vergangener Stärke - wie unter Trainer Fatih Terim - führen. Terim holte mit der Mannschaft vier Meisterschaften, zwei türkische Pokalsiege und den Triumph im UEFA-Pokal.

Große Party
Die offiziellen Feierlichkeiten steigen zwar bereits am 4. August, doch wenn Gerets mit seiner neuen Taktik Erfolg hat und die Mannschaft zur Meisterschaft 2005/06 führt, wird die richtig große Party erst im nächsten Sommer beginnen.

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