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AZ & Co sind wieder im Geschäft

Trainer Co Adriaanse hat den AZ Alkmaar in Europa zu ungeahnten Höhen geführt.

Von Berend Scholten

Der AZ Alkmaar, derzeit in der Eredivisie auf Platz zwei, vier Punkte vor Feyenoord gelegen, sollte sich langsam mit dem Gedanken auseinandersetzen, nächste Saison in der UEFA Champions League mitspielen zu dürfen. Oberste Priorität dürfte bei den Niederländern jedoch zur Zeit der UEFA-Pokal haben, in dem man mit einem 2:0-Sieg gegen AJ Auxerre optimal in die Gruppenphase gestartet ist.

Stolze Bilanz
Bedenkt man, dass Co Adriaanses Mannschaft noch bis 1998 in der zweiten niederländischen Liga kickte, ist der sensationelle Lauf des krassen Außenseiters nur umso höher zu bewerten.

Einsamer Titel
In der Saison 1980/81 schaffte AZ das Kunststück, als einziges Team neben dem "Trio Infernale" AFC Ajax, Feyenoord und PSV Eindhoven, in den letzten 40 Jahren den Titel in der Ehrendivision zu gewinnen. Im darauffolgenden Mai erreichte der Klub sogar das Endspiel im UEFA-Pokal, wo man denkbar knapp gegen einen weiteren Außenseiter, Englands Ipswich Town FC den Kürzeren zog.

Mission impossible
Jetzt sitzt bei AZ mit Adriaanse ein Trainer auf der Bank, der bekannt dafür ist, scheinbar unmögliche Aufträge zu erfüllen. Schließlich führte er 1998/99 Willem II aus Tilburg zur niederländischen Vizemeisterschaft und anschließend sogar in die Gruppenphase der UEFA Champions League.

Große Schritte
Trotzdem ist für Alkmaar und Adriaanse jeder Schritt, den sie in Europa machen, ein großer Schritt. Der Erstrundenerfolg im UEFA-Pokal über PAOK FC war ein gewaltiger Triumph, während die beiden Tore von Stein Huysegems im Eröffnungsspiel der Gruppe F gegen Auxerre ein noch größerer Coup waren.

Kontrollierte Offensive
Adriaanses Spieler sind Experten, wenn es um kontrollierte Offensive geht. Mit dem Anpfiff geht es stramm nach vorn, es wird schnell gespielt, Angriffsfußball zelebriert, und oft treffen sie schon sehr bald ins Tor. Das Mittelfeld-Duo Barry van Galen und Denny Landzaat ist diesbezüglich in dieser Saison besonders effektiv.

Ältester Neuling
Der 34-jährige Van Galen hat jüngst Geschichte geschrieben, als er beim 3:0-Sieg in der FIFA-WM-Qualifikation gegen Andorra der älteste Spieler war, der je in der niederländischen Nationalmannschaft debütierte. Hier bestritt auch dessen Mannschaftskollege, der 24-jährige Joris Mathijsen, als Einwechselspieler sein Debüt.

Karriere angeschoben
Wie Mathijsen ist auch der Alkmaar-Kapitän und Spielmacher Landzaat ein anderer ehemaliger Willem-Spieler, der in der neu formierten Mannschaft Marco van Bastens auftaucht. Adriaanse kennt den ehemaligen AFC Ajax-Nachwuchsspieler aus seiner Zeit, als er in der Amsterdamer Jugendabteilung das Sagen hatte. Und so hat er dessen Karriere wieder angeschoben.

Großartiger Spielmacher
"Nachdem ich zu AZ zurückkehrte, konnte ich meine alte Topform wieder abrufen", verrät Landzaat, der nach der UEFA EURO 2004™ vier Länderspiele bestritt. "Ich konnte auch mein Comeback in der Nationalmannschaft feiern, und dafür muss ich mich bei meinem Trainer und der Mannschaft bedanken."

Auswärtsspiel gegen Wronki
Vorzugsweise würde er das Vertrauen natürlich mit einer guten Leistung und einem Sieg über KS Amica Wronki am Donnerstag zurückzahlen. Für Adriaanse hat die Partie in Polen einen vorentscheidenden Charakter: "Wir müssen in Polen drei Punkte holen."

Schwierige Spiele
"Wir müssen unbedingt gewinnen, ansonsten wird es schwer, die Gruppe unter den ersten Drei zu beenden", fügte der 57-Jährige hinzu. "In den nächsten Spielen wird es nicht einfach sein, eine europäische Topmannschaft wie die Rangers [FC] zu bezwingen, und auch die letzte Begegnung beim Grazer AK wird kein Kinderspiel."

Unbequeme Holländer
Da Alkmaar und Adriaanse aber immer für eine Überraschung gut sind, werden beide Mannschaften die Niederländer sicherlich sehr ernst nehmen.

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