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"Die schönste aller Nächte" - die Schweiz schreibt Fußballgeschichte

Dank einer Elfmeterparade von Yann Sommer steht die Schweiz im Viertelfinale der UEFA EURO 2020 und träumt nun von weiteren magischen Nächten.

Yann Sommer war der umjubelte Mann nach dem Elfmeterschießen
Yann Sommer war der umjubelte Mann nach dem Elfmeterschießen POOL/AFP via Getty Images

Als es fast niemand erwartete, schrieb die Schweizer Nationalmannschaft Geschichte. Erstmals gewann die '"Nati" ein Spiel in der K.o.-Phase einer EURO und erstmals überhaupt konnte man Frankreich - den amtierenden Weltmeister - in einem Pflichtspiel besiegen.

Nach einem großen Spiel setzten sich die Eidgenossen dank einer taktischen Meisterleistung und mit ein bisschen Glück im Elfmeterschießen durch.

Frankreich - Schweiz: Stimmen und Presseschau

"Was für ein Spiel! Was für ein Fußballabend", strahlte der Held des Abends, Torhüter Yann Sommer, der mit seinem gehaltenen Elfmeter gegen Kylian Mbappé das Wunder erst möglich machte.

Kapitän Granit Xhaka war nach einer unglaublich kämpferischen Vorstellung zum Star des Spiels gekürt worden und rang anschließend nach den passenden Worten: "Wir haben Geschichte geschrieben für diese Fußballnation", sagte er und blickte gleich nach vorne auf das Viertelfinale gegen Spanien: "Es wird schwierig, aber wir träumen jetzt."

Klassische EURO-Tore der Schweiz
Klassische EURO-Tore der Schweiz

Seit 83 Jahren hat die Schweiz keine K.-o.-Runde bei großen Turnieren mehr überstanden, noch nie ein Elfmeterschießen gewonnen, so auch bei der EURO 2016 im Achtelfinale gegen Polen.

Doch in Bukarest zeigte die Truppe von Vladimir Petković nicht nur große Moral nach einem 1:3-Rückstand, sondern auch eiserne Nerven, alle fünf Schützen verwandelten ihre Strafstöße ausgesprochen souverän.

Der einzige Schweizer Elfmeterschütze, dem die Nerven versagten, war Ricardo Rodríguez, der in der 55. Minute aus elf Metern an Hugo Lloris scheiterte, doch als das Elfmeterschießen anstand, war Rodríguez längst ausgewechselt.

"Ich bin stolz, für mein Land ein so wichtiges Tor geschossen zu haben", freute sich der Ex-Schalker Mario Gavranović, der Sekunden vor dem Schlusspfiff den 3:3-Ausgleich markierte.

"Das ist die schönste aller Nächte", setzte der zweifache Torschütze Haris Seferović noch hinzu und besser konnte man diesen denkwürdigen Abend wirklich nicht zusammenfassen.

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