Bayern mit Befreiungsschlag ins Achtelfinale

Erstmals in dieser Saison erzielte der FC Bayern mehr als drei Tore in einem Spiel und fertigte Benfica mit 5:1 ab.

Der FC Bayern hat durch einen 5:1-Kantersieg gegen Benfica vorzeitig das Achtelfinale erreicht. Am letzten Spieltag geht es bei Ajax um den Gruppensieg.

Bis zur 13. Minute passierte wenig bis gar nichts, dann weckte Arjen Robben die Zuschauer mit einem Traumtor auf. Der Niederländer zog von der rechten Außenlinie nach innen in den Strafraum, vernaschte dabei vier Gegenspieler und zirkelte die Kugel in den Winkel.

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Bayern dominierte das weitere Geschehen nach Belieben und erhöhte nach einem weiteren Robben-Solo (30.) sowie einem Kopfball von Robert Lewandowski (36.) auf 3:0. Müller und Lewandowski verpassten weitere Großchancen, so dass ein harmloses Benfica mit dem 0:3 zur Pause noch gut bedient war.

Direkt nach Wiederanpfiff zeigte sich der FC Bayern von seiner nachlässigen Seite: Benfica konnte munter durch die Mitte kombinieren und kam durch Gedson Fernandes zum 1:3. Der Portugiese war erst Sekunden zuvor eingewechselt worden.

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Die Hausherren gaben aber sofort die richtige Antwort und stellten - erneut nach einem Lewandowski-Kopfball - den Drei-Tore-Vorsprung wieder her (55.).

Die Schlussphase hatte noch zwei nennenswerte Szenen: Franck Ribéry traf erstmals nach dreieinhalb Jahren wieder in der Königsklasse und Wooyeong Jeong, ein 19-jähriger Südkoreaner, kam zu seinem Bayern-Debüt.

Das fiel auf

Schlüsselspieler: Arjen Robben
Robben wirkte von Beginn an engagiert und inspiriert. Er belohnte sich mit zwei klassischen "Robben-Toren" und war auch sonst derjenige, der den Bayern-Angriffen am meisten Gefahr injizierte.

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Dominant, aber wieder keine weiße Weste
Der hohe Sieg wird an der Säbener Straße für etwas mehr Ruhe sorgen. Mit dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale ist ein wichtiges Ziel der ersten Saisonhälfte erreicht und Bayern verhinderte ein Szenario, mit viel Druck nach Amsterdam reisen zu müssen. Auf der anderen Seite bleibt festzuhalten, dass Manuel Neuer auch gegen ein harmloses Benfica wieder hinter sich greifen musste. Nach 19. Pflichtspielen bleibt es bei nur sechs Partien ohne Gegentreffer.

Kimmich der (aktuell) bessere Martínez
Niko Kovač hatte den zuletzt schwächelnden Javi Martínez auf die Bank gesetzt und stattdessen Joshua Kimmich auf der Sechs gebracht. Zwar war das gesamte Bayern-Mittelfeld aggressiver und gewann mehr zweite Bälle als zuletzt, Kimmich stach dabei aber auch als solider Ballverteiler heraus.

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