Champions League Performance Insights: Der Arsenal-Plan, der fast aufgegangen wäre
Montag, 1. Juni 2026
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Die Technischen Beobachter der UEFA analysieren den defensiven Matchplan von Arsenal, der Paris Saint-Germain am Samstag im Finale der UEFA Champions League an seine Grenzen gebracht hat.
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Eine unaufhaltsame Kraft trifft auf einen unüberwindbaren Widerstand. So hätte man das Finale der UEFA Champions League am Samstag zwischen dem torhungrigsten Team des Wettbewerbs und der stärksten Abwehr beschreiben können. Das Endspiel in Budapest wurde diesem Versprechen zweifellos gerecht, denn Arsenal zwang Paris Saint-Germain – die unaufhaltsame Offensivpower – mit seiner hervorragenden defensiven Organisation dazu, mehr investieren zu müssen als jemals zuvor in dieser Saison, bevor die Pariser schließlich im Elfmeterschießen triumphierten.
Im Anschluss an ihre erste Analyse nach dem Spiel hat sich die UEFA-Abteilung für Spielanalysen – in Zusammenarbeit mit den Technischen Beobachtern der UEFA – genauer damit befasst, wie Arsenal die zahlreichen herausragenden Offensivakteure von Luis Enrique bis an ihre Grenzen gebracht hat.
"Ich halte sie für die beste Mannschaft der Welt", sagte Arsenal-Trainer Mikel Arteta nach dem Spiel und erklärte, er habe "noch nie zuvor" eine so faszinierende Mischung aus kollektiver Organisation und individueller Qualität gesehen. "Es ist sehr schwer, sie zu dominieren", fügte er hinzu. "Deshalb muss man, wenn das nicht gelingt, alle Räume dicht machen."
Die Heatmap verdeutlicht, inwieweit es Arsenal gelang, diese Räume zu schließen. Paris spielte 534 Pässe in der gegnerischen Hälfte gegen Arsenals Abwehrblock, doch wie Luis Enrique bestätigte: "Wir konnten keine Lücken finden, und es war sehr schwierig."
Die Tatsache, dass Arsenal sein Tor so früh erzielte, machte es für Paris laut Luis Enrique deutlich schwerer. Er fügte hinzu: "Das Spiel begann für sie optimal. Danach wissen sie, wie man verteidigt."
Bevor wir uns mit dieser Abwehrleistung befassen, sollten wir anmerken, dass der Treffer von Arsenal in der sechsten Minute eine Folge der Entscheidung von Arteta war, Kai Havertz als zentralen Angreifer aufzustellen.
Anstatt auf Viktor Gyökeres zu setzen, dessen Vorstöße in die Tiefe im Halbfinale entscheidend waren, entschied sich Arteta für den Deutschen, der als falsche Neun mit viel Bewegungsfreiheit agierte. Artetas Plan stellte die Pariser Abwehr, die mit Manndeckung spielt, vor große Herausforderungen, wie im obigen Video in der Szenen zu sehen ist, die zum Tor führten, sowie bei der Chance für Havertz kurz vor der Pause.
Arsenals Kompaktheit in der Zentrale
Bei einer Sitzung der Technischen Beobachter der UEFA hob Steve Holland die Effektivität der Abwehr von Arsenal hervor und sagte: "PSG hatte 75 Prozent Ballbesitz und die vollständige Kontrolle über zwei Drittel des Spielfelds, stieß aber am Rand des Strafraums auf eine Mauer. Trotz all dieser Kontrolle und dieses Ballbesitzes konnten sie nicht allzu viele Torchancen herausspielen."
"Sie haben das ganze Spiel über verteidigt. Wir haben uns kein bisschen verändert. Von der ersten Minute bis zum Schluss haben wir unseren Fußball gespielt."
Die Daten untermauern Hollands Aussage – sowohl in der ersten Heatmap als auch in der zweiten Grafik unten. Im Vergleich zu allen bisherigen Spielen dieser Saison verzeichnete Paris die geringste Anzahl an Abschlüssen direkt auf das gegnerische Gehäuse aus dem Spiel heraus (keiner) und den niedrigsten xG-Wert ohne Elfmeter (0,8).
Aus dem folgenden Video geht deutlich hervor, dass Arsenal darauf bedacht war, Paris in den zentralen Bereichen des Spielfelds den Raum zu nehmen. Martin Ødegaard fasste es so zusammen: "Wir hatten das Gefühl, das Spiel gut im Griff zu haben, obwohl sie viel Ballbesitz hatten."
Zum Thema Spielkontrolle merkte Aitor Karanka an, dass aufgrund der Raumdeckung Arsenals "Innenverteidiger ihre Positionen nicht verließen", als die Pariser Stürmer sich freiliefen – genau dort, wo sie in dieser Saison zuvor ihren Gegnern Schaden zugefügt hatten.
Was Paris und die Spielkontrolle angeht, wies Luis Enrique darauf hin, dass seine eigene Mannschaft versucht habe, "mit etwas mehr Kontrolle anzugreifen, damit Arsenal nicht kontern konnte".
"Man muss wirklich belastbar sein, immer auf Zack sein und viel kommunizieren."
Wie die Flügelspieler der Gunners verteidigten
Da sich Arsenal auf die zentralen Bereiche konzentrierte, ergab sich für Paris etwas mehr Raum auf den Außenbahnen. Dies wiederum bedeutete, dass Artetas Flügelspieler Bukayo Saka und Leandro Trossard eine wichtige defensive Rolle übernehmen mussten, um ihre Außenverteidiger auf den Flanken zu unterstützen. "Sobald der Ball auf die Außenbahnen gelangte, gingen sie sofort ins Pressing", sagte Karanka.
"Sie haben während des gesamten Spiels hervorragend gedoppelt", fügte Roy Hodgson hinzu, und das obige Video zeigt beide Flügelspieler von Arsenal in Aktion. Trossard ließ sich zeitweise in die Abwehrreihe zurückfallen, um eine Fünferkette zu bilden – was auch die Mittelfeldspieler Rice und Myles Lewis-Skelly von ihren zentralen Positionen aus taten. Insgesamt waren die Technischen Beobachter der Ansicht, dass Arsenal "in diesen Eins-gegen-Eins-Situationen fantastisch gut verteidigt hat".