In The Zone: Serhou Guirassys Galavorstellung gegen Atalanta
Mittwoch, 18. Februar 2026
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Steve Holland, Technischer Beobachter der UEFA, analysiert die Leistung von Dortmunds Torjäger Serhou Guirassy beim Sieg gegen Atalanta.
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Letzte Saison war er mit 13 Treffern - zusammen mit Barcelonas Raphinha - der beste Torschütze der UEFA Champions League. Am Dienstag zeigte Serhou Guirassy erneut eine denkwürdige Vorstellung in der Königsklasse.
Der Stürmer aus Guinea war der Hauptdarsteller beim 2:0-Sieg des BVB gegen das Team aus Bergamo, zunächst gelang ihm nach drei Minuten der Führungstreffer, dann legte er das 2:0 durch Maximilian Beier mustergültig auf.
Anschließend wurde er auch zum Spieler des Spiels gekürt, laut Steve Holland, dem Technischen Beobachter der UEFA dank einer "exzellenten Allround-Leistung als Stürmer". In der folgenden Analyse, präsentiert von FedEx, werden wir euch die Details seiner zwei Torbeteiligungen näher vorstellen.
Guirassys Geistesblitz
Zunächst hebt Holland Guirassys Bewegung vor seinem Treffer in der dritten Minute, der im obigen Video zu sehen ist, hervor, ehe er Julian Ryersons Flanke einköpfte und seinem Bewacher Odilon Kossounou das Nachsehen gab.
"Er deckt Mittelfeldspieler Marten de Roon, was bedeutet, dass der Innenverteidiger ihn nicht wirklich im Blick haben kann“, so Holland. "Dann lässt er den Mittelfeldspieler einfach stehen und läuft in die entstandene Lücke.
Es ist brillant, wie er in den Raum zwischen Außenverteidiger und Innenverteidiger läuft und wie er im richtigen Moment den Ball dann genau in die Ecke platziert.
Manchmal ist es klüger, den Ball ohne zu viel Tempo gegen den Lauf des Torhüters zu köpfen, als wenn man versucht, den Ball mit voller Wucht in den Winkel zu platzieren."
Guirassy selbst sagte über seinen Kopfball: "Ich glaube, der Torwart [Marco Carnesecchi] war ein wenig überrascht, weil ich den Ball dahin geköpft habe, wo er herkam, das hat es für ihn ziemlich schwierig gemacht."
Großartiger Assist
Die Dortmunder Stürmer glänzten gegen Atalanta mit ihren Gegenbewegungen, mit denen sie Raum für ihre Mitspieler schufen. Beim zweiten Tor ließ sich Guirassy zunächst zurückfallen, bevor ihm ein Doppelpass mit Felix Nmecha die Möglichkeit eröffnete, Berat Djimsiti auf der linken Seite zu übersprinten.
"Er hat nicht nur mit seinem Lauf, sondern auch mit der Auswahl und Ausführung des Passes brilliert", so Holland weiter. Der Technische Beobachter der UEFA lobte aber auch Beiers Lauf in den Fünf-Meter-Raum. "Wenn man von den Spielern verlangt, sich zurückfallen zu lassen, zu kombinieren und die Mitspieler in Szene zu setzen, ist es nicht immer einfach für sie, dann auch noch das Tor zu attackieren."
Schließlich war Guirassys Hereingabe ein typisches Beispiel für seinen klugen Umgang mit dem Ball, insbesondere in der ersten Halbzeit, als 23 seiner 25 Pässe zu einem Mitspieler kamen. "Das Beeindruckendste an seinen Pässen war nicht nur, dass sie ankamen, sondern auch die Bereiche des Spielfelds, in denen er sie spielte – er war in der Offensive einfach überall zu finden."
Entscheidend war jedoch vor allem, dass er im Strafraum war, als es darauf ankam.