Wieso hat Juve Bernardeschi geholt?
Montag, 24. Juli 2017
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UEFA.coms Juventus-Reporter Paolo Menicucci nimmt Massimiliano Allegris Sommer-Transfers genauer unter die Lupe und kommt zum Schluss, dass Juve in der nächsten Saison mit einem 4-2-3-1-System spielen wird.
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Mit der Verpflichtung von Fiorentinas Federico Bernardeschi hat Juventus-Coach Massimiliano Allegri klargemacht, dass er die nächste Saison in der UEFA Champions League in einem 4-2-3-1-System bestreiten wird.
Vergangene Spielzeit, z.B. im Finale der UEFA Champions League gegen Real Madrid, mussten die Spieler sich dem System anpassen. Stürmer Mario Mandžukić als Linksaußen, Innenverteidiger Andrea Barzagli als Rechtsverteidiger und Rechtsverteidiger Dani Alves als Flügelspieler. Diese Saison scheint das nicht der Fall zu sein.
Man trennte sich diesen Sommer von Alves und Leonardo Bonucci - zwei Transfers, die in Bezug auf die bevorzugte Formation Sinn machen.
Der Brasilianer war auf der rechten Seite etwas zu offensiv ausgerichtet, wenn man bedenkt, dass Juve mit Alex Sandro auf der linken Seite bereits einen ähnlich offensiven Spieler hat. Allegri stellte ihn daraufhin als Flügelspieler auf und zog Barzagli nach außen. Diese Saison wird Neuzugang Mattia De Sciglio, der Allegri während seiner Zeit beim AC Mailand überzeugte, diese Position ausfüllen.
Bonucci, der die Dreierabwehrkette dirigierte, ließ man zu Milan ziehen, denn in einer Viererabwehrkette ist der 30-Jährige nicht mehr so dominant. Man ist mit Innenverteidigern wie Giorgio Chiellini, Barzagli, Medhi Benatia und Daniele Rugani bereits gut aufgestellt. Deswegen waren die 40 Millionen Euro für Bonucci ein guter Deal für Allegri, denn mit diesem Geld konnte Bernardeschi verpflichtet werden.
Wie Douglas Costa, den man von Bayern München ausgeliehen hat, verfügt Bernardeschi über die notwendige Technik und das Durchsetzungsvermögen in Eins-gegen-Eins-Situationen, einen starken Antritt und eine tolle Schusstechnik. Das sollte ein wenig Last von Paulo Dybalas Schultern nehmen, der bisher viele Freiräume für Gonzalo Higuaín schaffen musste.
"Higuaín ist ein toller Stürmer und wir können zusammen viele Tore schießen", ließ Douglas Costa verlauten. "Ich weiß noch nicht, welche Position ich hier spielen werde, aber da wird es keine Probleme geben. Dieses Team ist fürs Gewinnen geschaffen. Ich habe noch nie die Champions League gewonnen, aber ich denke, ich kann Juve dabei helfen."
Mit so viel Talent in den eigenen Reihen stehen die Chancen für Juventus vielleicht sogar besser als je zuvor.