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Lingard genießt Zeit bei United

Englands Neunationalspieler Jesse Lingard spricht über seinen Durchbruch in dieser Saison, das Vertrauen von ManU in ihn und über das Finale der UEFA Champions League 2008.

Jesse Lingard feiert sein Tor gegen West Brom
Jesse Lingard feiert sein Tor gegen West Brom ©Getty Images

Jesse Lingard hatte noch nicht in der Startelf von Manchester United gestanden, ehe dies vor sechs Wochen gegen CSKA Moskva der Fall war. Seitdem ist der 22-Jährige Stammspieler, erzielte Anfang November sein erstes Tor und wurde anschließend erstmals in die englische Nationalmannschaft berufen. Doch im Gespräch mit UEFA.com wird klar, dass es ein langer Weg war, um dorthin zu kommen, wo er jetzt ist.

UEFA.com: Erzählen Sie mir etwas über ihr erstes Spiel in der Champions League. Was war das für eine Erfahrung für Sie, was ging Ihnen da durch den Kopf?

Jesse Lingard: Es ging erstmal um meine erste Ballberührung, von den Fans und der Mannschaft angenommen zu werden. Danach wuchs mein Selbstvertrauen ständig. Den Punkt ins Old Trafford mitzunehmen, war großartig für uns, und dann dort zu gewinnen [am 4. Spieltag]. Man muss alles andere ausblenden und sich nur auf das Spiel konzentrieren.

UEFA.com: Sind Sie nervös?

Lingard: Ich bin vor jedem Spiel, das ich bestreite, nervös. Ich bin noch immer nervös. Aber das muss man hinter sich lassen, weil es um ein Spiel geht, das man gewinnen muss.

UEFA.com: Welchen Einfluss hatte die Champions League auf Sie, als Sie aufwuchsen?

Lingard: Als ich 16 oder 17 war, habe ich sie mehr verfolgt. Das war der Wettbewerb, in dem jeder spielen wollte. Und für mich ist es unglaublich, dort zu spielen. Dort wird ein anderer Stil gespielt. Man kann das an Barcelona, Bayern, Real Madrid sehen - die haben alle etwas anderes, und man kann von ihnen lernen.

UEFA.com: Reden wir über Uniteds letzten Triumph 2008 in Moskau gegen Chelsea. Wo waren Sie da?

Lingard: Ich war hier gleich um die Ecke [Carrington]. Ich bin jeden Abend aufgestanden, um das zu schauen. Und als es zum Elfmeterschießen kam, lag mir das Herz auf der Zunge. Zu sehen, dass John Terry den Elfmeter verschoss, war eine unglaubliche Erleichterung. Dann, so glaube ich, hielt van der Sar den Elfmeter von Anelka, das war der Sieg.

Natürlich war es eine große Ehre für den Klub, damals die Champions League zu gewinnen. Das ist der ultimative Pokal, den man gewinnen möchte. Und ihn für Manchester United zu holen, das macht den Verein zum besten Team der Welt. Für mich in jungen Jahren bei dem Klub zu sein, beim besten Klub, war eine große Ehre.

Jesse Lingard bei seinem Startdebüt in Moskau
Jesse Lingard bei seinem Startdebüt in Moskau©AFP/Getty Images

UEFA.com: Sie haben im Alter von sieben Jahren bei Manchester United angefangen. Was tut der Klub für die Entwicklung junger Spieler?

Lingard: Ich war als Kind sehr klein ... und sie haben mir einfach vertraut. Sie hätten mich gehen lassen können, sie hätten mich zu einem anderen Klub schicken können, aber die Trainer haben zu mir gehalten, sie wussten um die Fähigkeit, die ich hatte. Als ich in die U18, die Reserve kam, da habe ich mehr gespielt. David Moyes holte mich in die erste Mannschaft, und von da an stieg mein Selbstvertrauen.