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Exklusiv: Mourinhos schönste Momente

"Ziel ist ein dritter Titel, nicht ein Rekord": José Mourinho spricht mit UEFA.com über Chelseas Siegchancen in der Königsklasse und blickt auf frühere Triumphe zurück.

José Mourinho feierte mit Inter 2010 in Madrid den Sieg in der Königsklasse
José Mourinho feierte mit Inter 2010 in Madrid den Sieg in der Königsklasse ©Getty Images

Für José Mourinho lief zu Beginn dieser Saison wahrlich nicht alles nach Plan. Doch der große Traum des Portugiesen, auch mit Chelsea die Königsklasse zu gewinnen, ist natürlich noch lange nicht begraben. Noch nie hat ein Trainer die UEFA Champions League mit drei unterschiedlichen Vereinen gewonnen, aber Mourinho wäre nicht "The Special One", wenn er es sich nicht zutrauen würde, am 28. Mai in Mailand den Henkelpott in den Händen zu halten. Mit UEFA.com hat er über seine schönsten Momente in der Königsklasse gesprochen.

Mourinho über...

... seinen Triumph mit Porto im Jahr 2004:
Es war perfekt. Monaco hatte den besseren Start, aber nach zehn oder zwölf Minuten hatten wir die Kontrolle. Für uns war es ein fantastischer Moment. Es ist schade, dass wir nicht zusammen geblieben sind. Ich weiß nicht, was diese Mannschaft noch alles hätte erreichen können. Nach dem Sieg bin ich gegangen, aber auch Deco, [Paulo] Ferreira, [Ricardo] Carvalho, [Nuno] Valente und Costinha verließen den Klub. Das Team war nicht mehr da, aber Geschichte löst sich nicht in Luft auf.

... den Sieg mit Inter Mailand 2020:
Inter hat besondere Fans und einen ganz besonderen Präsidenten. Es war eine echte Familie und in der Saison haben wir alles richtig gemacht. Wir haben alles gewonnen.

Gegen Bayern haben viele meiner Spieler die Partie ihres Lebens gespielt. Es war für [Javier] Zanetti, [Marco] Materazzi, [Iván] Córdoba, [Cristian] Chivu und Maicon die letzte Chance, den Pokal zu holen. Mit der Mentalität sind wir in das Spiel gegangen. Wir waren auch nicht nur zu elft, wir hatten abertausende Spieler auf dem Platz, weil Inter so lange auf diesen Triumph warten musste. Wir haben mit viel Selbstvertrauen gespielt und es war für mich der perfekte Abschied von diesem Verein, den ich wirklich sehr liebe.

... über seine Zeit bei Real Madrid:
Als ich bei Real Madrid angefangen habe, da war der Verein seit fast einem Jahrzehnt nicht mehr im Viertelfinale vertreten gewesen. Als wir im Achtelfinale gegen Lyon antreten mussten, herrschte Panik im Verein. Aber wir haben diese Barriere durchbrochen und der Verein sowie die Spieler haben sich gewandelt. Wir haben geglaubt, dass wir den Wettbewerb gewinnen würden. Aber in den drei aufeinanderfolgenden Halbfinals sind wir immer aus verschiedenen Gründen ausgeschieden. 

Richtig schwierig war es, das Halbfinalaus im Elfmeterschießen [gegen die Bayern] zu verdauen. Das war eine herbe Enttäuschung. Aber Real Madrid hat die Königsklasse 2014 völlig verdient gewonnen. Da habe ich mich sehr gefreut.

... über die Chancen von Chelsea:
Ich habe eine richtig gute Truppe und die Beziehung ist wirklich gut. Ich sage aber immer, dass wir Schritt für Schritt gehen müssen und die Gruppenphase [in der Champions League] ist der erste Schritt. Man muss einen der ersten beiden Plätze belegen und wenn man in die K.-o.-Runde kommt, wird die Unberechenbarkeit jedes Details fundamental wichtig. Es kann nur einen Sieger geben, nur zwei Teams kommen ins Finale. So ist die Realität und dieser Wettbewerb ist der größte Wettbewerb in der Welt des Fußballs.

... über die Chance, als erster Trainer die UEFA Champions League mit drei Vereinen gewinnen zu können:
Das ist nicht das Ziel. Das Ziel ist ein dritter Titel, nicht ein Rekord. Wenn es jemand vor mir schafft, oder wenn es jemand mit vier oder fünf Vereinen schafft, dann ist mir das egal. Ich will einfach nur mit dem Klub, für den ich gerade arbeite, den Titel holen.