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Keita begeistert die Lazio-Fans

In dem erbittert ausgefochtenen Duell zwischen Lazio und Bayer machte der blutjunge Lazio-Stürmer Keita bei seinem Debüt in der UEFA Champions League den Unterschied aus.

Keita schreit sich nach dem 1:0 die Freude aus dem Leib
Keita schreit sich nach dem 1:0 die Freude aus dem Leib ©Getty Images

Es war ein langer Weg, den Keita Baldé Diao zurücklegen musste, um endlich in der UEFA Champions League anzukommen, doch mit seinem Tor beim 1:0-Sieg von Lazio gegen Leverkusen hat er gezeigt, dass sich das Warten gelohnt hat.

Mit ein bisschen Glück hätte der 20-jährige Stürmer im letzten Mai in Berlin den "Henkelpott" in die Höhe stemmen können, stammt der in Katalonien geborene Senegalese doch aus der Jugend des FC Barcelona, für den er sechs Jahre kickte. Doch 2011 sah er bei seinem Heimatklub keine wirkliche Perspektive für sich und entschied sich für einen Wechsel zu Lazio.

Dort schlug er sofort ein und traf bei seinem Startelf-Debüt in der Serie A im November 2013 gegen Parma. Ähnlich spektakulär verlief am Dienstag sein Debüt in der UEFA Champions League, bei dem er in der 77. Minute mit seinem Tor die Zuschauer im Stadio Olimpico von den Sitzen riss.

"Dieses Tor ist unglaublich wichtig für unsere Fans und unser Team", freute sich Keita nach dem Schlusspfiff. "Wir wollten heute den Fans Grund zum Jubel geben, aber wollten auch selber feiern." Keita kam selbst erst zur Pause für den verletzten Miroslav Klose und zeigte sofort, wo seine Qualitäten liegen.

"Alle meine Spieler müssen mit einer Einstellung wie Keita sie gezeigt hat, auflaufen", meinte Trainer Stefano Pioli nach der hart umkämpften Partie. "Er hat mir gezeigt, dass ich jederzeit auf ihn bauen kann, ich freue mich sehr für ihn, dass er getroffen hat."

Keitas Schnelligkeit stellte die Bayer-Abwehr immer wieder vor große Probleme. Vor allem der ein Jahr jüngere Jonathan Tah, der bis dahin ein exzellentes Spiel gezeigt hatte, sah immer wieder nur die Hacken des Senegalesen, der wenige Minuten vor seinem Treffer schon an Bayer-Torhüter Bernd Leno gescheitert war.

Nach seinem Tor, dem ein 40-Meter-Sprintduell mit Tah vorausgegangen war, ließ sich Keita von der Curva Nord feiern. "Es war ein großartiger Erfolg, auf diesen Moment habe ich so lange gewartet", strahlte Keita. "Aber wir sind noch lange nicht durch. Wir müssen in Leverkusen dieselbe Entschlossenheit an den Tag legen wie heute hier."

Da Klose in der BayArena wegen Wadenproblemen fehlen dürfte, ist es sehr wahrscheinlich, dass Keita nächsten Mittwoch sein Schicksal in der Königsklasse selber in der Hand bzw. auf dem Fuß haben wird. Er hätte den einfachen Weg mit Barcelona gehen können, doch Keita entschied sich für einen Umweg - vielleicht die richtige Entscheidung.