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Kapski mit BATE auf Kurs

Anatoli Kapski schaffte mit dem FC BATE Borisov den Aufstieg von einer Fabrik für Traktorteile bis in die UEFA Champions League. Der Präsident bekräftigte nun gegenüber UEFA.com: "Wir wollen uns von Jahr zu Jahr weiter steigern."

Anatoli Kapski plant eine große Zukunft mit BATE
Anatoli Kapski plant eine große Zukunft mit BATE ©Pressball

Nach der Auflösung des FC BATE Borisov im Jahr 1981 übernahm Anatoli Kapski bei der Wiederbelebung 1996 eine wichtige Rolle und führte den Klub mit seinem visionären Führungsstil bis in die UEFA Champions League.

Kapski, mittlerweile 45, stellt in seiner Fabrik normalerweise Elektroteile für Traktoren her, doch mit dem nötigen Geld und seiner Leidenschaft für den Fußball erweckte er den Klub wieder zum Leben. Gleich in seiner ersten Saison stieg der Verein 1996 aus der dritten Spielklasse auf, und sieben Meisterschaften und zwei Pokalsiege später bereitet sich der Klub aus Belarus nun auf seine zweite Teilnahme an der UEFA Champions League vor. Gegner in der Gruppenphase sind der FC Viktoria Plzeň, der FC Barcelona und der AC Milan. Mit UEFA.com sprach er nun unter anderem über die exzellente Jugendarbeit in seinem Verein.

UEFA.com: Konnten Sie sich bei der Neugründung von BATE im Jahr 1996 vorstellen, dass dieser Klub einmal ein solches Niveau erreichen wird?

Kapski: Man muss sich immer hohe Ziele setzen, sollte sie aber auch erreichen können. Ich habe nicht unbedingt daran geglaubt, dass wir einmal in der Gruppenphase der Champions League spielen werden. Wir haben uns Schritt für Schritt verbessert, und heute sind wir eben da, wo wir sind.

UEFA.com: Verteidiger Igor Shitov und Mittelfeldspieler Pavel Nekhaychik wechselten gerade eben zum FC Dinamo Moskva. Wie können sich die Erwartungen da aufrechterhalten lassen, nachdem so viele Topspieler den Klub verlassen haben?

Kapski: Wir bekommen jedes Jahr viele neue Talente aus der Umgebung und wollen ihnen eine Chance geben. Wir sind diese Saison mit Yegor Filipenko, Dmitri Baga, Maksim Skavysh, Aleksandr Gutor, Oleg Patotski und einigen anderen Burschen sehr gut besetzt. Etwa die Hälfte unseres aktuellen Kaders kommt aus der eigenen Jugend.

UEFA.com: Was fehlt BATE noch zur regelmäßigen Teilnahme an Europas Königsklasse?

Kapski: Wir sind ein erfolgreicher Verein, doch um noch sicherer auf unseren Beinen zu stehen, müssen wir aus unseren Leistungen mehr Kapital schlagen. Angesichts der aktuellen Marktlage in Belarus gestaltet sich dieses Unterfangen relativ schwierig, aber wir versuchen uns ohnehin jedes Jahr zu verbessern.

UEFA.com: Was sagen Sie zu den Gegnern in der Gruppenphase?

Kapski: Vor der Auslosung nahmen es sich die Jungs zum Ziel, möglichst viele Punkte zu sammeln. Gegen solche Riesen wie Barcelona oder Milan dürfte dies jedoch schwierig werden, dennoch geben wir unser Bestes. Aber auch Viktoria Plzeň ist nicht zu unterschätzen, denn tschechische Teams waren schon immer entschlossen, kraftvoll und schnell. Auf der anderen Seite wollen wir uns auch gar nicht beschweren. Ob wir Angst vor Barcelona haben? Jeder in der Welt sollte das haben, denn keiner hat bisher einen Weg gefunden, ihnen wirklich Paroli zu bieten.

UEFA.com: Wird das Geld, das BATE in der UEFA Champions League verdient, auch für neue Spieler investiert?

Kapski: Wir machen uns nicht verrückt. Wir wollen zunächst einmal die Infrastruktur des Klubs erweitern. Wir werden uns mit Sicherheit auch nach dem ein oder anderen großen Spieler umschauen, aber wir wollen unserem jungen Team keine Stars vor die Nase setzen.

UEFA.com: Was ist für BATE in Zukunft in der UEFA Champions League möglich?

Kapski: Abwarten, dann werden wir es schon sehen.