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Stekelenburg hungrig, Ajax ändert Ziele

Maarten Stekelenburg räumt ein, dass der AFC Ajax es in der Gruppe G von Anfang an "sehr schwer" hatte, hofft jedoch, dass die Erfahrungen der jungen Mannschaft nun in der UEFA Europa League weiterhelfen werden.

Maarten Stekelenburg hofft, dass Ajax die Lektionen aus dem Hinspiel gegen Milan gelernt hat
Maarten Stekelenburg hofft, dass Ajax die Lektionen aus dem Hinspiel gegen Milan gelernt hat ©Getty Images

Für Maarten Stekelenburg war schon in dem Moment, als man mit dem AC Milan und Real Madrid CF in eine Gruppe gelost wurde, klar, dass die Ambitionen in der UEFA Champions League schwer zu erfüllen würden sein. Und letztlich kam es auch weitestgehend so, wie es der niederländische Nationaltorwart erwartete - nun hofft er, dass die Elf von Martin Jol sich die Qualifikation zur UEFA Europa League sichern kann, wenn es am Mittwoch zu Milan geht.

"Wenn man mit Real Madrid, Milan und Auxerre in eine Gruppe gelost wird, weiß man, dass es sehr schwierig werden wird", sagte Stekelenburg. "Natürlich fokussiert man sich hauptsächlich auf den dritten Platz, der für die Europa League reicht, und man hofft auf die große Überraschung. Die wäre auch lange Zeit sogar möglich gewesen. Wir müssen das erste Spiel vergessen, denn in Madrid haben wir nicht unser wahres Gesicht gezeigt und verdient verloren. Dann kam Milan zu uns und wir haben einen guten Punkt geholt und im Anschluss gegen Auxerre gewonnen, da haben wir uns gut verkauft."

Dummerweise gab es für Stekelenburg und seine Mitspieler dann eine "unnötige" Niederlage bei AJ Auxerre, gefolgt von einer 0:4-Niederlage zu Hause gegen Madrid am 5. Spieltag. Er fügte hinzu: "Danach sah alles anders aus. Die zweite Runde der Champions League war nicht mehr möglich, aber die Europa League ist das Bestmögliche, was wir jetzt noch erreichen können, also wollen wir da hin."

Um den dritten Platz zu sicher muss Ajax - das einen Punkt vor Auxerre liegt - mindestens das Resultat der Franzosen erreichen, die bei Real antreten. "Ich glaube nicht, dass Auxerre in Madrid gewinnt, aber man kann nie wissen, also müssen wir auch versuchen, gegen Milan das Maximum herauszuholen", erklärte Stekelenburg, der hofft, dass Ajax an die Leistung aus dem 1:1 im Hinspiel gegen die Rossoneri anknüpfen kann.

"Wenn man an das Spiel in der ArenA zurückdenkt, haben wir gut begonnen und versucht, sie unter Druck zu setzen. Das birgt natürlich Risiken, denn man darf nicht vergessen, dass Milan fantastische Spieler hat, die dich ausspielen können, oder dass man sich einen Konter einfängt. Wir sind 1:0 in Führung gegangen, da fragt man sich dann natürlich: 'Sollen wir weiter angreifen oder uns ein wenig fallen lassen? Sollten wir erst noch mehr Kontrolle erlangen?' Ab einem bestimmten Punkt haben wir den Fehler gemacht, zu sehr auf Abseits zu spielen, was voll danebenging und fast direkt bestraft wurde. Wir hoffen, daraus für das Rückspiel gelernt zu haben."

Der Torhüter glaubt, dass die ganze Gruppenphase eine wichtige Erfahrung für einen Verein war, der erstmals seit der Saison 2005/06 wieder in der UEFA Champions League gespielt hat. "Du weißt, dass die Champions League einfach das Höchste ist. Das Niveau ist viel höher als in der niederländischen Liga, Fehler werden direkt bestraft, also musst du dich noch mehr konzentrieren und noch weniger zulassen. Es ist ein Lernprozess für unsere jungen Spieler. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, viele Spieler sind erst Anfang 20. Ich bin nur 28, was für einen Torhüter noch recht jung ist, aber ich bin einer der Ältesten auf dem Platz. Ich habe das selber erfahren, als ich damals zu Ajax kam - ich habe auch viel in der Champions League gespielt und bin dadurch stärker geworden. Es ist ein guter Weg für die Jungs, das zu lernen."