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Spurs mit blauem Auge davongekommen

Niko Kranjčar gab zu, dass Tottenham von den starken Young Boys überrascht wurde, derweil geht Luka Modrić trotz der 2:3-Niederlage in Bern vom Einzug in die Gruppenphase aus.

Heurelho Gomes gibt Niko Kranjčar Anweisungen
Heurelho Gomes gibt Niko Kranjčar Anweisungen ©Getty Images

Das Play-off-Hinspiel zur UEFA Champions League zwischen dem BSC Young Boys und Tottenham Hotspur FC am Dienstag war eine packende Angelegenheit, doch beinahe hätte es sich für die Engländer zu einem Desaster entwickelt.

Am Ende gewannen die Young Boys mit 3:2, mit diesem Ergebnis können die Spurs mehr als gut leben, denn nach 28 Minuten hatte es schon 3:0 für den Klub aus Bern gestanden. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung im Lager von Tottenham, wie die beiden kroatischen Nationalspieler Niko Kranjčar und Luka Modrić zugaben.

"Wir wurden überrascht", sagte Kranjčar, der von der Ersatzbank aus miterlebte, wie Senad Lulić, Henri Bienvenu und Xavier Hochstrasser für die Gastgeber trafen. "Keiner hat damit gerechnet, dass sie so einen fulminanten Start hinlegen. Sie haben uns total auf dem falschen Fuß erwischt - bis wir wussten, was geschieht, lagen wir schon 0:3 zurück."

In der 42. Minute sorgte Sébastien Bassong mit seinem Anschlusstreffer für neuen Mut bei den Spurs. Kranjčar meinte weiter: "Das Tor in der ersten Halbzeit war extrem wichtig. In der Pause hat uns der Trainer gesagt, wir sollen ruhig bleiben, unsere Qualitäten ausspielen und den Ball in unseren eigenen Reihen halten."

Modrić, der in der Pause für seinen Landsmann ausgewechselt wurde, sah die drei Gegentore als gerechte Strafe für eine miserable erste halbe Stunde an. "Wir haben nicht gut verteidigt und ihnen viel zu viel Platz gelassen. Dadurch haben wir drei Gegentore kassiert. Das war das Hauptproblem."

In der 83. Minute markierte Roman Pavlyuchenko das wichtige zweite Auswärtstor für die Spurs, die damit noch gute Chancen haben, das Duell an der White Hart Lane zu drehen. "Es ist sehr wichtig, die Gruppenphase zu erreichen", meinte Kranjčar. "Wir haben nicht ein ganzes Jahr hart gearbeitet, um jetzt vor der Gruppenphase auszuscheiden."

Vor dem Treffer von Pavluychenko hatten die Spurs Glück, dass der eingewechselte Marco Schneuwly zwei große Möglichkeiten für Bern vergab. Nun sieht Modrić seine Mannschaft vor dem Rückspiel am nächsten Mittwoch als "Favorit", Kranjčar ist dagegen etwas vorsichtiger: "Nach allem, was passiert ist, wäre es ein Fehler zu glauben, dass der schwerste Teil hinter uns liegt. Natürlich ist es gut, zwei Auswärtstore zu schießen, aber wir liegen in diesem Duell immer noch zurück."

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