Königsklasse lebt von Sensationen

FC Rubin Kazan sorgte mit dem 2:1-Erfolg beim FC Barcelona für die bislang größte Überraschung der diesjährigen Königsklasse. Hier listet uefa.com die größten Sensationen aller Zeiten auf.

Rubin gewann in Barcelona
Rubin gewann in Barcelona ©Getty Images

FC Rubin Kazan sorgte am Dienstag mit dem 2:1-Erfolg bei Titelverteidiger FC Barcelona für die bislang größte Überraschung der diesjährigen UEFA Champions League. Aber auch der 4:1-Triumph von FC Unirea Urziceni bei Rangers FC am gleichen Abend sowie der 1:0-Sieg des FC Zürich am zweiten Spieltag beim AC Milan riefen große Verblüffung hervor. Rubin, Zürich und Unirea sind jedoch nicht die einzigen Teams, die in der ruhmreichen Geschichte der UEFA Champions League haushohen Favoriten trotzen konnten. Hier listet uefa.com die größten Sensationen auf:

AS Roma - CFR 1907 Cluj 1:2, 2008/09 Gruppenphase
Juan Culio schrieb Gesichte in der UEFA Champions League, da er den rumänischen Meister bei seinem Debüt in der Königsklasse mit zwei Toren zum Sieg schoss. Rom war zum Auftakt in Gruppe A klarer Favorit und ging durch Christian Panucci in Führung, doch die Rumänen - mit dem italienischen Trainer Maurizio Trombetta - schlugen durch Culio eiskalt zurück. "Das war eine Nacht, von der man einfach nur träumen kann", sagte Culio, dessen Team zwei Wochen später ein Heimunentschieden gegen Chelsea FC holte.

Anorthosis Famagusta FC - Panathinaikos FC 3:1, 2008/09 Gruppenphase
Der zyprische Meister feierte den Unabhängigkeitstag am 1. Oktober 2008 mit einem Sieg gegen die Griechen und sicherte seinem Land den allerersten Dreier in der UEFA Champions League. Anorthosis, das in der Qualifikation bereits den griechischen Meister Olympiacos FC ausgeschaltet hatte, sicherte sich zudem ein 3:3-Heimunentschieden gegen FC Internazionale Milano. "Das ist ein historischer Tag für das Land und jetzt auch ein historischer Tag für unseren Verein", sagte Trainer Temuri Ketsbaia nach dem Panathinaikos-Spiel. "Ganz Europa wird über Zypern und Anorthosis sprechen."

FC Porto - FC Artmedia Petržalka 2:3, 2005/06 Gruppenphase
Der slowakische Meister Artmedia, der in der Qualifikation Celtic FC ausgeschaltet hatte, lag im Estádio do Dragão bereits 0:2 im Rückstand, ehe Peter Petráš, Ján Kozák und Balázs Borbély im zweiten Durchgang den Sieg herausschossen und den Titelträger von 2004 aus dem Wettbewerb kegelten. "Bratislava und die ganze Slowakei sind stolz nach diesem Sieg bei einem starken Gegner", sagte Artmedias Trainer Vladimír Weiss.

AC Milan - Rosenborg BK 1:2, 1996/97 Gruppenphase
Rosenborg ist der Favoritenschreck schlechthin in der Königsklasse. Den größten Erfolg feierten die Norweger 1996/97 im letzten Gruppenspiel, als ein Treffer von Vegard Heggem in der 70. Minute das Weiterkommen Rosenborgs sowie das Aus der Rossoneri besiegelte. Trondheim bezwang in der Gruppenphase 1997/98 außerdem den späteren Sieger Real Madrid CF, 1999/2000 gewann man 3:0 bei BV Borussia und 2007/08 gab es bei Chelsea FC ein Unentschieden, das das Ende von Chelseas Trainer José Mourinho beschleunigte.

Manchester United FC - Fenerbahçe SK 0:1,1996/97 Gruppenphase
Zum damaligen Zeitpunkt waren türkische Mannschaften noch nicht so stark wie heutzutage, deshalb wurde von Fenerbahçe in England nicht viel erwartet, zumal ManU bis zu diesem Zeitpunkt in 56 Europapokal-Heimspielen noch nie verloren hatte. Elvir Bolićs Siegtreffer in der 79. Minute im Old Trafford war somit eine Riesensensation. Von da an wurden türkische Teams nie wieder als europäische Leichtgewichte angesehen.

IFK Göteborg - FC Barcelona 2:1, 1994/95 Gruppenphase
IFK war die absolute Übermannschaft und qualifizierte sich als Gruppensieger vor Barcelona, Manchester United und Galatasaray für das Viertelfinale. Göteborg gewann alle drei Heimspiele in Gruppe A. Barça ging durch Hristo Stoitchkov in Führung, Jesper Blomqvist, der 1998 zu ManU wechselte, erzielte den 2:1-Siegtreffer für die Schweden.