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Ancelotti will Traum verwirklichen

Im Halbfinalrückspiel gegen Manchester United FC will Carlo Ancelotti mit dem AC Milan das 2:3 aus dem Hinspiel wettmachen.

Im Halbfinalrückspiel gegen Manchester United FC will Carlo Ancelotti mit dem AC Milan das 2:3 aus dem Hinspiel wettmachen und einen "Traum" wahr werden lassen.

Utopie
Noch im Herbst lag Milan in der Serie A am Rande der Abstiegsplätze. Durch den Ligaskandal in Italien und den Punktabzug für die Mailänder waren Form und Selbstvertrauen des Traditionsvereins nachträglich erschüttert und von dem Finale in Athen traute sich kaum einer zu sprechen. Heute stehen die Rossoneri auf dem dritten Platz der italienischen Liga und sind nur noch ein Spiel vom dritten Finale in den letzten fünf Spielzeiten in Europas Königsklasse entfernt. "Zu Saisonbeginn sagte ich, dass Athen ein utopischer Traum wäre", sagte Ancelotti. "Aber jetzt wird der Traum Wirklichkeit. Diese Mannschaft hat sich in schweren Zeiten als starke Einheit gezeigt. Deshalb sind wir so weit gekommen und selbstbewusst, weil wir gut spielen und kurz vor dem Ziel stehen."

Rooney ist gefährlich
Allerdings ist die Aufgabe durch die Niederlage im Hinspiel nicht einfacher geworden. Milan hatte im Old Trafford zur Halbzeit schon 2:1 geführt, obwohl Cristiano Ronaldo die Hausherren in Führung gebracht hatte. Zwei Tore von Europas Toptorjäger Kaká reichten aber nicht aus, da ein Doppelpack von Wayne Rooney - den letzten Treffer erzielte er in der Nachspielzeit - das Blatt ein weiteres Mal wendete. "Der gefährlichste Offensivspieler von ihnen ist zweifellos Rooney", fügte Ancelotti hinzu. "Sollten wir erneut einen Treffer kassieren, ist das kein Desaster. Wir wissen, dass wir mehr als nur einmal treffen können, weil wir ja schon zwei Tore gemacht haben."

"Großer Erfolg"
In Milans Offensive kehrt wohl Filippo Inzaghi zurück, der in 64 UEFA Champions League-Spielen 36 Tore erzielt hat. Außerdem ist die Stimmung nach dem 1:0-Erfolg bei Torino FC am Samstag sowieso sehr gut, dazu kehrt Gennaro Gattuso nach einer Fußverletzung wieder in die Startelf zurück. Allerdings laboriert Paolo Maldini immer noch an einer Knie-Verletzung, weshalb der Kapitän heute Abend nicht zum Einsatz kommen wird. "So weit zu kommen, ist ein großer Erfolg", so Ancelotti. "Den Kuchen haben wir bereits gebacken, jetzt fehlt nur noch das Sahnehäubchen."

Traum vom Tripel
Ähnliche Gedanken werden auch Sir Alex Ferguson durch den Kopf gehen, der sogar wie 1999 vom Tripel träumen darf. In der Premier League haben die Red Devils erst am Wochenende den Vorsprung auf den Tabellenzweiten Chelsea FC auf fünf Punkte ausbauen können, außerdem stehen sie den Blues auch im FA Cup-Finale gegenüber. Wie schon am letzten Dienstag konnte ManU auch am Samstag bei Everton FC einen Rückstand in einen Sieg verwandeln (von 0:2 in 4:2). "Wir haben uns in dieser Spielzeit weiterentwickelt", sagte der Trainer. "Erfolg und Selbstvertrauen haben dazu beigetragen und einige Spieler haben in ihrer ersten Saison unglaubliche Leistungen gezeigt."

"Auf unsere Weise angehen"
Der 65-Jährige warnte vor allem vor Milans Kaká und Gattuso, geht aber nicht davon aus, dass seine Mannschaft sich vom ausverkauften San Siro beeindrucken lässt. Die mögliche Rückkehr der Verteidiger Rio Ferdinand und Nemanja Vidić könnten den Verlust des gesperrten Patrice Evra wettmachen. "Die Mannschaft wächst an großen Aufgaben und morgen steht die bisher größte an", so Sir Alex. "Man erwartet natürlich, dass Milan zu Hause Tore schießt, aber unsere Sicherheit beruht auf unserer Offensivstärke. Wir können uns nicht einfach zurückziehen und verteidigen, das wollen auch unsere Fans nicht. Deshalb denke ich, wenn wir es schaffen wollen, müssen wir es auf unsere Weise angehen."

Voraussichtliche Aufstellungen
Milan: Dida; Massimo Oddo, Alessandro Nesta, Kakha Kaladze, Marek Jankulovski; Gennaro Gattuso, Andrea Pirlo, Massimo Ambrosini; Kaká, Clarence Seedorf; Filippo Inzaghi.

Man. United: Edwin van der Sar; John O'Shea, Nemanja Vidić/Rio Ferdinand, Wes Brown, Gabriel Heinze; Darren Fletcher, Michael Carrick; Cristiano Ronaldo, Paul Scholes, Ryan Giggs; Wayne Rooney.