Arsenal reicht Nullnummer
Mittwoch, 5. April 2006
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Juventus - Arsenal FC 0:0 (Gesamt: 0:2)
Die Engländer schalten den italienischen Meister aus und stehen erstmals im Halbfinale.
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Arsenal FC hat zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Halbfinale der UEFA Champions League erreicht. Nach dem 2:0-Hinspielsieg gegen Juventus reichte ein torloses Remis in Turin zum Einzug in die Vorschlussrunde, in der es nun gegen Villarreal CF geht.
Acht Mal zu Null
Cesc Fabregas und Thierry Henry hatten im Hinspiel die Tore für Arsène Wengers Team erzielt und damit für einen beruhigenden Vorsprung gesorgt. Arsenal blieb zum achten Mal in Folge im Wettbewerb ohne Gegentor und stellte damit einen neuen Rekord auf. Juve musste die Partie mit zehn Mann beenden, da Pavel Nedvěd 13 Minuten vor Schluss mit Gelb-Roter Karte vom Platz gestellt wurde.
Volleyschuss von Zambrotta
Ohne den verletzten Alessandro Del Piero sowie die gesperrten Mauro Camoranesi, Jonathan Zebina und Patrick Vieira baute Juve-Trainer Fabio Capello um, für Lilian Thuram spielte Robert Kovač von Beginn an. Bei den Gästen konnten die angeschlagenen Emmanuel Eboué und Cesc Fabregas auflaufen, statt Robert Pirès stand Fredrik Ljungberg in der Startelf. Der schwedische Nationalspieler stand auch gleich im Mittelpunkt des Geschehens, als er Adrian Mutu mit vollem Körpereinsatz vom Ball trennte. Nach einer Viertelstunde hatte Gianluca Zambrotta die erste Chance der Partie, sein Volleyschuss nach einem Einwurf rauschte um Haaresbreite am von Jens Lehmann gehüteten Arsenal-Gehäuse vorbei.
Henry scheitert
Die nächste nennenswerte Szene gehörte Arsenal: nach einem langen Ball von Fabregas konnte sich Thierry Henry elegant gegen Fabio Cannavaro durchsetzen, er scheiterte mit seinem Linksschuss jedoch an Gianluigi Buffon im Tor der Italiener. In der Folgezeit waren die Gastgeber das aktivere Team, vor allem Nedvěd - der in Highbury noch gesperrt gefehlt hatte - trieb Juve immer wieder an, auf der rechten Seite sorgte Zambrotta mit seinen Vorstößen für Gefahr und stellte Mathieu Flamini vor Probleme. Sieben Minuten vor der Halbzeitpause konnte Arsenal noch einmal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchen, doch Eboué verstolperte die Kugel im Juve-Strafraum und konnte daher nicht auf die freistehenden Ljungberg und Fabregas ablegen.
Buffon zur Stelle
In der Defensive machte es der Außenverteidiger von der Elfenbeinküste dagegen besser, indem er kurz nach dem Seitenwechsel einen Pass von Nedvěd auf David Trezeguet abfing. Beim folgenden Konter spielte Henry einen schönen Doppelpass mit Aleksandr Hleb und setzte sich gegen Cannavaro durch, doch erneut fand der Franzose im herausstürzenden Buffon seinen Meister. Arsenal zog sich in die Defensive zurück und lauerte auf Gegenstöße über die schnellen José Antonio Reyes und Henry. Mitte der zweiten Halbzeit flankte Nedvěd nach einem Dribbling über die linke Seite auf Trezeguet, der den Ball knapp verfehlte.
Lehmann souverän
Auf der anderen Seite hatte Arsenal eine gute Gelegenheit, Hleb spielte Fabregas frei, doch einmal mehr konnte der starke Buffon parieren. Juve verstärkte seine Offensivbemühungen, Ibrahimović versuchte es aus 15 Metern, doch seinen Schuss wehrte Lehmann souverän ab. Zwei Minuten später konnte sich der deutsche Nationalkeeper bei einem Schuss von Nedvěd vom Strafraumrand auszeichnen.
Gelb-Rot für Nedvěd
13 Minuten vor Schluss erhielten Juves letzte Hoffnungen einen weiteren Dämpfer, als Nedvěd nach einem harten Tackling gegen Eboué mit der zweiten Gelben Karte vom Platz gestellt wurde. Die Gäste taten nun nicht mehr als nötig und hatten noch einige Kontergelegenheiten, doch Ljungberg vergab gleich zwei Mal aus aussichtsreicher Position. So blieb es beim torlosen Unentschieden, das Arsenal zum historischen Halbfinaleinzug reichte.