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LFV-Campus sorgt für neues Kapitel im Liechtensteiner Fußball

Hattrick

Der Liechtensteiner Fußballverband (LFV) hat seinen neuen Sitz und sein neues Trainingszentrum in Schaan offiziell eröffnet. Dank der umfassenden Unterstützung durch die UEFA konnte ein hochmodernes Zentrum für die Fußballentwicklung im Fürstentum geschaffen werden.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin und LFV-Präsident Hugo Quaderer weihen den neuen LFV-Campus ein.
UEFA-Präsident Aleksander Čeferin und LFV-Präsident Hugo Quaderer weihen den neuen LFV-Campus ein. Michael Zanghellini

Der neue LFV-Campus und die sanierte Sportanlage auf der Rheinwiese wurden am 4. September eingeweiht und bilden damit eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte in der Geschichte des Verbands.

Das in Zusammenarbeit mit der Stadt Schaan auf den Weg gebrachte Projekt wurde im Rahmen des UEFA-Entwicklungsprogramms HatTrick maßgeblich finanziell unterstützt. Seit 2004 dient das HatTrick-Programm dazu, Einnahmen aus der EM-Endrunde der Männer für Investitionen in allen 55 europäischen Nationalverbänden zu nutzen und so Fußballentwicklungsprojekte auf allen Ebenen zu unterstützen.

Dieses Projekt steht sinnbildlich für das Ziel des HatTrick-Programms, den Nationalverbänden Mittel zur Verfügung zu stellen, um in Infrastruktur zu investieren und ein besseres Umfeld für Spielerinnen und Spieler, Coaches und die Menschen vor Ort zu schaffen. Bis 2028 fließen im Rahmen des Programms insgesamt EUR 3,5 Mrd. in das Wachstum des Fußballs.

„Die Mittel, welche die UEFA über das HatTrick-Programm für solche Projekte zur Verfügung stellt, sind kein Geschenk“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin. „Sie werden nur zur Verfügung gestellt, wenn die Verbände bereit sind, selbst aktiv zu werden. Der LFV und die Stadt Schaan haben diese Erwartungen erfüllt. Diese topmoderne Anlage zeigt ein klares Engagement für die Entwicklung des Fußballs und wird künftigen Spieler- und Trainergenerationen sowie Unparteiischen dienen.“

Der LFV-Campus ist künftig der zentrale Standort für alle Fußballaktivitäten in Liechtenstein.
Der LFV-Campus ist künftig der zentrale Standort für alle Fußballaktivitäten in Liechtenstein.Michael Zanghellini

Ein neues Zuhause

Auf dem LFV-Campus werden Administration, Trainings- und Spielstätten, Leistungsbereiche, Ausbildungsprogramme und Reha-Angebote an einem Ort gebündelt. Dadurch werden die Bedingungen für Spielerinnen und Spieler, Coaches und den Betreuerstab verbessert und die langfristige Fußballentwicklung in ganz Liechtenstein gefördert.

Das Gelände kommt den Nationalteams und der Nachwuchsakademie des LFV zugute. Es ermöglicht dem Verband, optimale Trainings- und Ausbildungsmöglichkeiten sowie einen besseren Zugang zu Spielfeldern für den Nachwuchs anzubieten.

„Diese topmoderne Anlage zeigt ein klares Engagement für die Entwicklung des Fußballs und wird künftigen Spieler- und Trainergenerationen sowie Unparteiischen dienen.“

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin

Qualitativ hochwertige Einrichtungen für alle 

Die sanierte Anlage auf der Rheinwiese umfasst drei Naturrasenplätze, zwei Kunstrasenplätze, zwei Jugendspielfelder und zwei Kleinspielfelder sowie eine Leichtathletikhalle und eine überdachte Tribüne. Das Hauptgebäude umfasst Büros, Sitzungsräume, Umkleidekabinen und weiteren Einrichtungen für die LFV-Offiziellen.

Auf dem LFV-Campus werden die Frauen ihre Länderspiele austragen, was dem Ziel entspricht, eine spezifische Spielstätte für das Frauen-Nationalteam zu haben.

Das Projekt soll aber nicht nur dem Elitefußball dienen. Öffentlich zugängliche Fitnessgeräte, ein Mehrzweckplatz, ein Kinderspielplatz und weitere frei zugängliche Bereiche machen die Rheinwiese zu einem Sportgelände für lokale Vereine, Sportler/-innen, Familien und Anwohner/-innen – ganz im Sinne des HatTrick-Ziels, den Fußball auf allen Ebenen zu fördern.

„Mit dem LFV-Campus haben wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt. Er ist ein Meilenstein für den Liechtensteiner Fußball“, erklärte LFV-Präsident Hugo Quaderer. „Er schafft neue Möglichkeiten und Perspektiven für künftige Generationen von Spielerinnen und Spielern.“

Investitionen in die Zukunft

Nachhaltigkeit war ebenfalls ein zentraler Bestandteil beim Bau und der Sanierung der Einrichtungen, darunter eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauptgebäudes und neue Grünflächen mit Fokus auf Biodiversität. U15-Spieler des LFV halfen im Rahmen einer Initiative zur Sensibilisierung für Energie- und Umweltfragen sogar bei der Installation der Photovoltaikanlage mit.

Zusammen mit dem bestehenden Trainingszentrum des LFV in Ruggell schließt der neue Campus eine wichtige Phase in der Infrastrukturentwicklung des Verbands ab. Beim LFV hofft man, mit diesem Projekt nachhaltige Perspektiven für Nationalteams, den Nachwuchs- und Breitenfußball sowie die Allgemeinheit schaffen zu können.