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Standardisiertes VAR-Verfahren der UEFA  

Angesichts des zunehmenden Einsatzes der Video-Schiedsrichterassistenz (VAR) ist es wichtig, dass die europäischen Unparteiischen ein klares, einheitliches Überprüfungsverfahren anwenden.

Standardisiertes VAR-Verfahren der UEFA  
UEFA via Getty Images

Durch eine einheitliche Analyse von Vorfällen in allen nationalen Wettbewerben Europas kann ein besseres Verständnis dafür geschaffen werden, wie VAR-Entscheidungen getroffen werden – nicht nur bei den Unparteiischen und den VAR-Teams, sondern auch bei Sendeanstalten, Vereinen, Spieler/-innen und Fans. Dies stärkt wiederum das Vertrauen in den VAR im gesamten Fußball.

Zur Unterstützung der Unparteiischen und zur Stärkung des Vertrauens in den VAR empfiehlt die UEFA, dass sich Referees an den Bildschirmen am Spielfeldrand an eine Überprüfung in vier Schritten halten.

Standardverfahren in vier Schritten

Schritt 1: Erkennung des Vergehens

Die Überprüfung sollte mit dem deutlichsten Blickwinkel, aus dem das mutmaßliche Vergehen zu erkennen ist, beginnen. Bei Bedarf kann ein Standbild verwendet werden, um den genauen Kontaktpunkt oder den Schlüsselmoment einer Aktion zu ermitteln. Es geht nicht darum, die Entscheidung unmittelbar zu treffen, sondern genau festzustellen, was passiert ist.

Schritt 2: Technische Beurteilung

Anschließend sollte der Unparteiische den Vorfall aus einer engen Kameraperspektive, typischerweise anhand von zwei oder drei Wiederholungen in Zeitlupe bei 50 % der Geschwindigkeit analysieren. Es werden mehrere Wiederholungen empfohlen, um die gesamte Bewegung eines Spielers bzw. einer Spielerin zu verfolgen und eine detaillierte technische Beurteilung der Situation zu ermöglichen.

Schritt 3: Kontext bei normaler Geschwindigkeit

Nach Überprüfung der technischen Details sollte die Szene in ihrem Gesamtkontext beurteilt werden. Durch einen größeren Kamerawinkel und anhand von zwei oder drei Wiederholungen bei normaler Geschwindigkeit kann der Referee die Entstehung der Szene, die Szene selbst sowie die Sekunden danach verfolgen. Diese Phase trägt dazu bei, Faktoren wie Intensität, Dynamik, Wirkung und taktische Überlegungen, die eine endgültige Entscheidung beeinflussen könnten, zu berücksichtigen.

Schritt 4: Endgültige Entscheidung

Die VAR-Überprüfung sollte dann mit dem aussagekräftigsten Bild abgeschlossen werden, das zur Unterstützung der endgültigen Entscheidung des Unparteiischen zur Verfügung steht. So wird sichergestellt, dass das Ergebnis auf der relevantesten visuellen Grundlage beruht.

„Clear Line“: Mehr Klarheit bei wichtigen Entscheidungen