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UEFA begrüßt den Rückzug der FIFA von ihren Plänen zum Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft

Medienmitteilungen

Der Vorschlag wurde von den Nationalverbänden der UEFA sowie von vielen anderen Verbänden und Konföderationen aller Größenordnungen weltweit einstimmig abgelehnt.

UEFA begrüßt den Rückzug der FIFA von ihren Plänen zum Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft

Die UEFA begrüßt die Entscheidung der FIFA, von ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen, Anteile an ihren Wettbewerben – einschließlich der Weltmeisterschaft – an private Investoren zu verkaufen.

Der Vorschlag wurde von den Nationalverbänden der UEFA einstimmig abgelehnt, ebenso von vielen anderen Verbänden und Konföderationen aller Größenordnungen weltweit, deren Aufgabe es ist, den Fußball zu schützen.

Die UEFA dankt allen Fans, Ligen, Vereinen, Spielern, Einzelpersonen, Verbänden und Konföderationen, die sich gegen dieses Vorhaben ausgesprochen haben, sowie den zahlreichen Ministerpräsidenten, Staatschefs und Kommentatoren, die dem FIFA-Präsidenten deutlich gemacht haben, dass der Fußball nicht zum Verkauf steht.

Wir können so nicht weitermachen – mit geheimen Plänen, die im Eiltempo von anonymen Personen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport fragwürdig ist. Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen.

Es ist richtig, dass die UEFA in den kommenden Tagen und Wochen gemeinsam mit ihren Verbänden und in enger Zusammenarbeit mit anderen Konföderationen darüber nachdenken wird, wie es dazu kommen konnte, und einen Plan ausarbeiten wird, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. Diese Überprüfung sollte gründlich und umfassend sein. Keine Option sollte ausgeschlossen werden. Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren.

Als Gianni Infantino 2016 um das Vertrauen und die Stimmen der FIFA-Mitgliedsverbände bat, um zum Präsidenten gewählt zu werden, sagte er: "Natürlich müssen wir transparent sein. Das war ich in den letzten 15 Jahren meines Wirkens bei der UEFA. Sie werden jeden Tag eine Rolle im Leben der FIFA spielen müssen", bevor er den versammelten Interessenvertretern sagte: "Das Geld der FIFA ist Ihr Geld. Es ist nicht das Geld des FIFA-Präsidenten. Es ist Ihr Geld. Sie sind die nationalen Verbände, und das Geld der FIFA muss der Entwicklung des Fußballs dienen und nichts anderem."

Beide Versprechen hat er nicht eingehalten. Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er ausgeheckt und durchzusetzen versucht hat, war alles andere als transparent.

Und obwohl die Rücklagen bei über 5 Mrd. Dollar liegen, hat er es zudem versäumt, die Gelder der Verbände zum Wohle des Sports einzusetzen.

Die UEFA wird unverzüglich mit Partnern und Interessengruppen auf der ganzen Welt und aus allen Bereichen des Fußballs zusammenarbeiten, um im Rahmen des bestehenden "FIFA Forward"-Programms einen neuen Ansatz für die Verteilung von Ressourcen vorzuschlagen.

Wir müssen damit anfangen, einen Teil des Geldes, das auf dem Bankkonto der FIFA ungenutzt herumliegt, einzusetzen, um dem Breitensport und dem Fußball insgesamt in jedem der 211 FIFA-Mitgliedsländer den nötigen Anstoß zu geben. Aber wir müssen dafür nicht das Familiensilber verkaufen.

Das ist ein Sieg für den gesamten Sport. Aber damit darf die Geschichte noch nicht zu Ende sein. Der Vorschlag ist vom Tisch. Die Aufgabe, das Vertrauen in die FIFA wiederherzustellen, hat gerade erst begonnen.