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Erstes Frauen-A-Nationalteam in San Marino 

Die UEFA Mitglieder

San Marino geht erstmals mit einem Frauen-A-Nationalteam an den Start und schlägt damit ein neues Kapitel in seiner Fußballgeschichte auf.

Erstes Frauen-A-Nationalteam in San Marino 
FSGC

Dieses neue Team ist ein Meilenstein für den San-Marinesischen Fußballverband (FSGC), mit dem dieser sowohl sportliche Ambitionen als auch eine langfristige Wachstumsverpflichtung signalisiert.

Das Projekt wurde am Montag im Stadion von San Marino vorgestellt und bildet den Höhepunkt der jahrelangen Arbeit im Breitenfußball und symbolisiert einen neuen Weg auf internationaler Ebene. Für FSGC-Präsident Marco Tura geht es um weit mehr als die Bekanntgabe des neuen Teams.

„Es ist ein historisches Ereignis“, so Tura. „Wir werden uns im europäischen Fußball schon bald in einem Bereich präsentieren, den wir bisher nicht so entwickeln konnten, wie wir es uns eigentlich immer vorgestellt haben.“

Spielerinnen und der Betreuerstab bei der ersten Trainingseinheit.
Spielerinnen und der Betreuerstab bei der ersten Trainingseinheit.FSGC

Bis vor kurzem lag es an der geringen Zahl an Spielerinnen, welche die Gründung eines Frauen-A-Teams verhindert hat. Dies hat sich nun verändert, insbesondere dank der steigenden Teilnehmerzahlen und nachhaltiger Investitionen in die Nachwuchsförderung. Auch wenn es noch weitere Hürden zu überwinden gilt, vor allem mit Blick auf die Infrastruktur und die Schaffung einer nationalen Frauenliga, sind die Absichten des Verbands für seinen Präsidenten eindeutig: „Es ist klar, dass Schwierigkeiten nicht wie von Zauberhand verschwinden, aber das Engagement in politischer und sportlicher Hinsicht ist da, und ich bin zuversichtlich, dass alle Interessenträger an einem Strang ziehen werden, damit dieses Projekt erfolgreich sein kann.“

Das A-Nationalteam wird von der ehemaligen italienischen Nationalspielerin Giulia Domenichetti trainiert und hat diese Woche ihr erstes Trainingslager absolviert. Dieses ist Teil der allgemeinen Entwicklung des Frauenfußballs in San Marino, genau wie die Teilnahme an der Qualifikation zur Endrunde der UEFA-U19-Frauen-EM. Für Pierangelo Manzaroli, Leiter Frauenfußball beim Verband, ist das neue Team eine natürliche und notwendige Entwicklung: „Das A-Nationalteam der Frauen steht für Wachstum, Inklusion und Aufbruch. Wir wollen Mädchen konkrete Möglichkeiten bieten, auf der Akademiearbeit in den letzten zehn Jahren aufbauen sowie auf und neben dem Platz eine starke Identität schaffen.“

Trainerin Giulia Domenichetti bei einer Medienkonferenz zur Vorstellung des neuen Teams.
Trainerin Giulia Domenichetti bei einer Medienkonferenz zur Vorstellung des neuen Teams.FSGC

Dank neuer Breitenfußballinitiativen wie UEFA Playmakers, in Hallen durchgeführter Winterprogramme und eines multidisziplinären Ansatzes für jüngere Spielerinnen und Familien steigen die Teilnehmerzahlen stetig.

„Es gibt ein starkes Wachstum“, fügte Manzaroli hinzu. „Heute präsentieren wir nicht nur ein Nationalteam, sondern eine Vision für die Zukunft des Frauenfußballs in San Marino.“