UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, Chrome, Firefox oder Microsoft Edge zu verwenden.

Bulgarien trauert um Ikone Michailow

Nachrufe

Borislaw Michailow, ehemaliger bulgarischer Torwart und Präsident des Bulgarischen Fußballverbands (BFS) sowie Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees, ist im Alter von 63 Jahren verstorben.

Borislaw Michailow
Borislaw Michailow Getty Images für die UEFA.

Michailow machte sich in den 1980er-Jahren bei Lewski Sofia einen Namen. Er wurde dreimal bulgarischer Meister und Pokalsieger und trat in die Fußstapfen seines Vaters Biset, der auf Klub- und Nationalmannschaftsebene ähnlich erfolgreich war.

Im Laufe seiner Vereinskarriere spielte Michailow auch für Belenenses Lissabon (Portugal), den FC Mulhouse (Frankreich), den FC Reading (England), Botew Plowdiw und Slavia Sofia (Bulgarien) sowie den FC Zürich (Schweiz). Der Höhepunkt seiner Karriere war jedoch die FIFA-WM 1994, bei der er die bulgarische Nationalmannschaft als Kapitän bis ins Halbfinale führte, nachdem er im Achtelfinale gegen Mexiko drei Elfmeter pariert hatte.

Michailow führte die bulgarische Auswahl bei der WM 1994 an.
Michailow führte die bulgarische Auswahl bei der WM 1994 an.Getty Images

Nachdem Michailow 1998 seine aktive Karriere beendet hatte, wechselte er in die Administration: 2001 wurde er erster Vizepräsident des bulgarischen Verbands und fungierte zwischen 2005 und 2023 als Verbandspräsident. 2011 wurde er für ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt und absolvierte dort zwei Amtszeiten.

„Mit großer Trauer geben wir den Tod des legendären Torwarts und ehemaligen BFS-Präsidenten Borislaw Michailow bekannt“, hieß es in einer Mitteilung des bulgarischen Verbands. „Er hat sein Leben dem Fußball gewidmet. Wir sprechen seiner Familie und seinen Freunden unser tiefes Mitgefühl aus. Ruhe in Frieden.“

Sein ehemaliger Teamkollege in der bulgarischen Nationalmannschaft Christo Stoitschkow fügte hinzu: „Warum so früh? Unser Kapitän, unser Vorbild und unser Freund hat uns verlassen. Wir sind untröstlich. Du warst ein wunderbarer Mensch und ein großartiger Spieler. Es ist so traurig. Ich umarme dich, mein Freund. Ruhe in Frieden.“

Michailows Sohn Nikolaj setzte die Familientradition zwischen den Pfosten fort und wurde nach seinem Länderspieldebüt 2006 regelmäßig für die Nationalelf aufgeboten. Zum Tod seines Vaters sagte er: „Papa, ich vermisse dich. Es gibt keine Worte, um diesen Schmerz zu beschreiben. Heute Morgen habe ich nicht nur meinen Vater verloren, sondern auch meinen Helden und meine Inspiration. Danke für jede Umarmung, für jede Lektion, für jeden Rat und für deine unendliche Liebe. Ruhe in Frieden. Du wirst in uns allen weiterleben.“