Förderturniere als ideale Vorbereitung für die talentiertesten Spieler/-innen und Unparteiischen
Mittwoch, 11. März 2026
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Die jüngsten UEFA-Förderturniere haben gezeigt, wie Nachwuchstalente und aufstrebende Referees dank internationaler Zusammenarbeit wertvolle Erfahrungen sammeln können.
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Jedes Jahr organisiert die UEFA Dutzende Förderturniere, bei denen talentierte junge Spielerinnen und Spieler wichtige Erfahrungen auf internationaler Ebene sammeln können. In der letzten Spielzeit fanden 46 solcher Turniere für U15- und U16-Jugendnationalteams aus ganz Europa – und darüber hinaus – statt. Dabei erhielten die Nachwuchstalente eine Vorstellung davon, was es bedeutet, das eigene Land zu vertreten, und welche Herausforderungen der Nationalmannschaftsfußball mit sich bringt.
Das ist in dieser Saison nicht anders, und so organisierte die UEFA vergangene Woche zusammen mit dem Dänischen Fußballverband (DBU) U16-Turniere für Jungen und Mädchen in der Türkei, die im Zeichen der Freundschaft und des gegenseitigen Wissensaustauschs standen. Bei den Junioren traten Dänemark, England, Frankreich und Spanien gegeneinander an, bei den Juniorinnen Dänemark, England, Spanien und die USA – letztere nahmen im Zuge des Programms „UEFA Together“, in dessen Rahmen die UEFA mit ihren Schwesterkonföderationen kooperiert, an dem Turnier teil.
„Diese Turniere zeigen die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit. Zum einen lernen unsere Nachwuchstalente unterschiedliche Fußballkulturen kennen und werden auf das immer internationalere Umfeld des modernen Fußballs vorbereitet, zum anderen können auch die Nationalverbände und Konföderationen durch gegenseitigen Austausch voneinander lernen und so zum weltweiten Wachstum des Fußballs beitragen“, erklärte der stellvertretende Generalsekretär der UEFA, Zoran Laković.
Lernumfeld ohne Druck
Die UEFA-Förderturniere bieten in erster Linie Nachwuchstalenten und Coaches einen Vorgeschmack auf die hohe Intensität des Nationalmannschaftsfußballs und Einblicke in unterschiedliche taktische Spielweisen. Zudem tragen die einwöchigen Aufenthalte im Ausland zu ihrer mentalen Entwicklung bei. Das Ziel besteht darin, die Teams auf die Qualifikationswettbewerbe zu den U17-Europameisterschaften vorzubereiten, bei denen die Ergebnisse zu zählen beginnen, indem man sie Erfahrungen in Situationen sammeln lässt, denen sie sonst möglicherweise zum ersten Mal begegnen würden.
Durch spezifische Bestimmungen wie Mindesteinsatzdauer, mehr Auswechslungen und Elfmeterschießen bei Unentschieden wird der Fokus mehr auf die Spielerentwicklung als auf die nackten Ergebnisse gelegt. Stars wie Erling Haaland, Phil Foden, Gavi und Matthijs De Ligt haben allesamt an Förderturnieren teilgenommen, bevor sie den Sprung in die A-Nationalmannschaft schafften.
„Die Förderturniere bieten jungen Talenten wichtige Erfahrungen, indem sie ohne Druck verschiedene Spielweisen und Intensitäten kennenlernen und sich ein Bild machen können, wie es im Nationalmannschaftsfußball zugeht“, sagte Olivier Doglia, UEFA-Bereichsleiter Technische Entwicklung. „Der Nutzen wird umso größer, wenn die Teams auf Gegner und Unparteiische aus anderen Kulturen treffen, und deshalb war diese Woche für alle Beteiligten eine große Bereicherung.“
Die Vorteile sind für alle Beteiligten spürbar. „Hier können wir den Spielern den letzten Feinschliff geben, wenn sie mit den besten Spielern ihrer Altersgruppe zusammen sind und auf die Besten aus anderen Ländern treffen“, sagte Anders Gerber, technischer Direktor der DBU. „Es ist die beste Wettkampferfahrung, die sie bekommen können, und die Coaches unserer Nationalteams der Mädchen und Jungen haben sich gemeinsam auf dieses Turnier vorbereitet, damit sie voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren können. Unsere Analysten, die üblicherweise alleine unterwegs sind, sind ebenfalls mitgereist.“
Größere Erfahrungswerte dank globaler Zusammenarbeit
Neben den US-amerikanischen Juniorinnen als Concacaf-Vertreterinnen nahmen auch aufstrebende Schiedsrichterteams aus Argentinien und Ecuador im Rahmen der engen Zusammenarbeit der UEFA mit der CONMEBOL teil. Diese sahen sich mit neuen Spielweisen konfrontiert, während die Spieler/-innen aus Europa und Nordamerika ihrerseits unterschiedliche Arten der Spielleitung kennenlernten. „Es ist wirklich wichtig, dass die Spielerinnen und Spieler lernen, dass es verschiedene Arten gibt, Spiele zu leiten. So sammeln sie neue Erfahrungen und lernen, sich auf dem Platz korrekt zu verhalten“, so Gerber.
Durch die Förderung von Nachwuchstalenten und Unparteiischen war das jüngste UEFA-Förderturnier weit mehr als ein internationaler Wettkampf. Es hat dazu beigetragen, konföderationsübergreifende Netzwerke aufzubauen und junge Menschen auf die Anforderungen des Elitefußballs auf und neben dem Rasen vorzubereiten.