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Von der Spielerin zur Führungsperson: Der Werdegang von Laura McAllister und Lise Klaveness

Frauenfußball

Am internationalen Frauentag sprechen die Exekutivkomiteemitglieder Lise Klaveness und Laura McAllister, die auch UEFA-Vizepräsidentin ist, über ihre fußballerische Laufbahn und die Türen, die ihnen der Fußball geöffnet hat.

Laura McAllister und Lise Klaveness, Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees.
Laura McAllister und Lise Klaveness, Mitglieder des UEFA-Exekutivkomitees. UEFA via Getty Images

Sowohl Klaveness als auch McAllister vertraten ihr Land als Nationalspielerin, bevor sie abseits des Spielfelds bedeutende Ämter übernahmen und die Zukunft des europäischen Fußballs mitgestalteten. Ihre Geschichten zeigen, wie Frauen durch den Fußball in Führungspositionen gelangen, Barrieren überwinden und die nächste Generation inspirieren können.

Lise Klaveness: Vom Spielfeld ins Verbandspräsidium 

Der Werdegang von Lise Klaveness (auf Englisch)

Klaveness spielte in ihrer 14 Jahre dauernden Karriere 73 Mal für die norwegische Nationalelf, mit der sie 2005 das EM-Finale erreichte. Zudem stand sie mit dem schwedischen Verein Umeå IK im Endspiel des UEFA-Frauenpokals 2007.

Noch während ihrer aktiven Karriere erwarb sie einen Master-Abschluss in Rechtswissenschaften und legte damit dieselbe Führungsverantwortung und Fairness an den Tag, die auch ihre Karriere auf dem Platz prägte. Später war sie als stellvertretende Richterin am Bezirksgericht Oslo und als Sonderberaterin der norwegischen Zentralbank tätig.

Nach ihrem Rücktritt war Klaveness die erste Frau, die in Norwegen als TV-Expertin den Männerfußball kommentierte. 2018 wurde sie technische Direktorin beim Norwegischen Fußballverband (NFF), bevor sie 2022 zur ersten Präsidentin des Verbands gewählt wurde. Im selben Jahr schloss sie den UEFA-Master-Studienkurs für Nationalspieler/-innen ab, der ehemaligen Spielerinnen und Spielern das Rüstzeug vermittelt, um ihre fußballerischen Stärken in Managementfähigkeiten umzumünzen.

„Als technische Direktorin des norwegischen Verbands und später als erste TV-Expertin im Männerfußball habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Sichtbarkeit zu schaffen und Türen für andere zu öffnen“, so Klaveness, die vor Kurzem für eine weitere zweijährige Amtszeit als NFF-Präsidentin wiedergewählt wurde.

„2019 habe ich den UEFA-Master-Studienkurs für Nationalspieler/-innen in Angriff genommen – diese zwei Jahre haben mich geprägt, meinen Weitblick geschärft und mir die Instrumente vermittelt, um Führungsaufgaben zu übernehmen. 2022 wurde ich dann die erste Präsidentin des Norwegischen Fußballverbands und im April 2025 folgte die Wahl ins UEFA-Exekutivkomitee. Meine Reise ist noch nicht zu Ende, doch wenn sie etwas gezeigt hat, dann ist es die Tatsache, dass die Zukunft des Fußballs von denjenigen gestaltet wird, die sich etwas zutrauen und nie aufhören zu lernen.“

Laura McAllister: Mehr Frauen für Führungspositionen im Fußball gewinnen

Der Werdegang von Laura McAllister (auf Englisch)

Laura McAllister ist 24-fache walisische Nationalspielerin und Spielführerin, die für die Cardiff City Ladies auflief. Nach ihrer aktiven Karriere war sie Vorsitzende von Sport Wales und von 2010 bis 2016 Vorstandsmitglied von UK Sport. In diesen Ämtern setzte sich dafür ein, Förderstrukturen zu stärken, Sportlerinnen und Sportler zu unterstützen und den Zugang zum Sport im ganzen Land zu verbessern.

Die derzeitige Vizevorsitzende der UEFA-Kommission für Frauenfußball lehrt am Wales Governance Centre der Cardiff University Politikwissenschaften, leitet die Welsh Sports Hall of Fame und ist Co-Vorsitzende der unabhängigen Kommission zur konstitutionellen Zukunft von Wales. Im April 2023 wurde sie ins UEFA-Exekutivkomitee gewählt, bevor sie als erste Frau überhaupt zur UEFA-Vizepräsidentin ernannt wurde.

Laura McAllister unterrichtet auch an der UEFA Academy und unterstützt Frauen dabei, Führungspositionen im Fußball zu übernehmen. „Mein Weg hat mich an viele Orte geführt, doch etwas hat sich nie verändert“, so McAllister. „Der Sport wird immer eine treibende Kraft für Fortschritt sein. Am internationalen Frauentag möchte ich die Frauen dazu aufrufen, sich selbst und ihrem Potenzial zu vertrauen, denn ich weiß, dass wir auf allen Ebenen des Fußballs mehr Frauen brauchen, die Entscheidungen treffen.“

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