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Neuer Bericht zeigt Rekordeinnahmen und steigende Investitionen im europäischen Fußball auf

Die UEFA

Steigende Einnahmen in ganz Europa – Marke von EUR 30 Mrd. dürfte erstmals überschritten werden

Neuer Bericht zeigt Rekordeinnahmen und steigende Investitionen im europäischen Fußball auf

Die Einnahmen werden voraussichtlich zum ersten Mal über EUR 30 Mrd. liegen, was den europäischen Klubfußball angesichts höherer Kosten allerdings nicht automatisch profitabel macht. 

Dies sind zwei der wichtigsten Erkenntnisse aus dem jüngsten Bericht zum Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball, in dem davon ausgegangen wird, dass die Einnahmen 2025 die letztjährigen Rekordeinnahmen von EUR 28,6 Mrd. noch übertreffen werden, wodurch sich der bereits zehn Jahre andauernde Trend des finanziellen Wachstums im Fußball fortsetzen würde. 

Im Bericht werden die wichtigsten aktuellen Trends im europäischen Klubfußball beleuchtet, der kontinuierlich weiter wächst. Dabei wird untersucht, wie sich die Vereine den Entwicklungen anpassen, wo neue Möglichkeiten entstehen und welche Herausforderungen angesichts des immer globaleren Wachstums des Fußballs anstehen. 

Seit 2015 sind die Einnahmen der europäischen Fußballvereine aufgrund höherer Ausschüttungen aus UEFA-Wettbewerben sowie den Einnahmen aus Übertragungsrechten, kommerziellen Partnerschaften und Ticketverkäufen um über EUR 13 Mrd. gestiegen. Im selben Zeitraum stiegen die Transfereinnahmen um 211 %, was die anhaltende globale Reichweite und kommerzielle Attraktivität des europäischen Fußballs unterstreicht. 

„Diese Ausgabe des UEFA-Berichts zum Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball wartet mit einer Besonderheit auf. Es wird nicht nur ein klares Bild der aktuellen europäischen Klubfußballfinanzen aufgezeigt, sondern auch, wie sich der Fußball im Laufe der letzten zehn Jahre entwickelt hat“, bilanzierte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin.

„Die Ergebnisse sind ermutigend. Der europäische Fußball ist gestärkt aus den letzten zehn Jahren hervorgegangen, eine der schwierigsten Phasen für den Fußball und die Gesellschaft als Ganzes. Trotz der Aufregung, trotz des Drucks, trotz der Zweifel: Der europäische Fußball hat eine vielversprechende Zukunft. Die nächsten zehn Jahre werden neue Herausforderungen, aber auch echte Chancen mit sich bringen. Mit den in diesem Bericht aufgezeigten Erkenntnissen kann sich der europäische Fußball besser auf Herausforderungen vorbereiten und auf eine gesunde und erfolgreiche Zukunft hinarbeiten.“

 Steigende Kosten als Warnsignal 

Trotz des robusten Umsatzwachstums wird im Bericht auch betont, dass die steigenden Einnahmen allein die Komplexität des aktuellen Finanzumfelds im europäischen Fußball nicht angemessen widerspiegeln. Viele Vereine sehen sich nach wie vor mit steigenden Betriebskosten und einem wachsenden Personalbestand konfrontiert. 

Die nicht spielerbezogenen Gehälter – unter anderem für technisches, administratives, kommerzielles und operatives Personal – sind zwischen 2021 und 2024 um 42 % gestiegen, und auch die übrigen Betriebskosten nehmen stark zu und werden 2025 voraussichtlich 36 % der Gesamteinnahmen ausmachen. 

Nichtsdestotrotz haben die Vereine Fortschritte bei ihrer größten Kostenposition erzielt: den Spielergehältern. Nach jahrelangen starken Anstiegen hat sich das Wachstum der Spielergehälter dank neuer regulatorischer Bestimmungen zu den Kaderkosten bei 2-3 % jährlich stabilisiert. Auch beim Erhalt von Vermögenswerten agieren die Vereine nunmehr effizienter, indem sie weniger Spieler am Ende ihres Vertrags ohne Transferentschädigung gehen lassen – eine bedeutende Entwicklung, auf die in der erstmals im Bericht enthaltenen Analyse über den Umgang mit auslaufenden Verträgen näher eingegangen wird. 

Positive Anzeichen auf dem Weg zur Profitabilität 

Im Finanzjahr 2024 haben die europäischen Erstligaklubs zum ersten Mal seit fünf Jahren einen kumulierten Betriebsgewinn erzielt, was einer Erholung auf der Einnahmenseite und Rekordgewinnen aus Transferaktivitäten zu verdanken war. 

Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere für Vereine mit hohen Finanzierungskosten oder Gehaltsquoten. Auch der Gesamtverlust vor Steuern in Höhe von EUR 1,1 Mrd. gibt Anlass zur Sorge. Insgesamt lässt die Entwicklung jedoch auf eine Stärkung der Bilanzen schließen, da die Klubs bemüht sind, wieder so profitabel zu werden wie vor der Pandemie. 

Der europäische Fußball stößt zudem weiterhin auf beträchtliches Interesse von Investorenseite. Zwar haben sich die Veränderungen bei den Eigentumsverhältnissen auf dem Niveau vor der Pandemie stabilisiert, doch erreichte die Gesamtzahl der Investitionstransaktionen aller Männer- und Frauenklubs 2025 mit 123 verzeichneten Deals einen neuen Höchststand. 

Der Bericht zum Finanz- und Investitionsumfeld im europäischen Klubfußball prognostiziert weiterhin starke finanzielle Ergebnisse. Die Vereine sind auf gutem Weg, neue Höchstwerte bei Einnahmen, kommerziellen Aktivitäten und Kapitalinvestitionen zu erreichen. Er weist jedoch auch darauf hin, dass ausgewogenes Wachstum, nachhaltige Kostenkontrolle und transparente Governance unabdingbar sind, um die langfristige finanzielle Stabilität des Fußballs zu sichern. 

Vor dem Hintergrund eines immer komplexeren und umkämpfteren Finanzumfelds wird die Widerstandsfähigkeit des europäischen Klubfußballs davon abhängen, ob es ihm gelingt, eine gute Balance zwischen ehrgeizigen Zielen, Investitionen und verantwortungsbewusstem Handeln zu wahren.

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