Vom Anspruch zum Erfolg: Überarbeitung der UEFA-Strategie für nachhaltigen Fußball
Donnerstag, 12. Februar 2026
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Die UEFA hat ihre Strategie für nachhaltigen Fußball 2030 („Stärke durch Einheit“) überarbeitet, wozu sie sich bei deren Einführung verpflichtet hatte. Der Fokus verschiebt sich zunehmend von Zielen hin zu Ergebnissen, um die positive Wirkung zu maximieren.
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Seit ihrer Einführung im Jahr 2021 hat sich die UEFA im Rahmen ihrer Strategie dafür eingesetzt, Nachhaltigkeit als zentrale Aufgabe im europäischen Fußball zu fördern und soziale Verantwortung, Umweltschutz und Good Governance im Fußball und bei allen Aktivitäten zu verankern.
Diese Fortschritte zeigen, dass der Fußball zunehmend bereit und in der Lage ist, über Verpflichtungen hinaus konkrete Beiträge zu leisten. Vor diesem Hintergrund wurde die Strategie überarbeitet, um diese Verschiebung zu beschleunigen und auf diese Entwicklung mit einem erneuerten Fokus auf messbare, vergleichbare und glaubwürdige Ergebnisse zu reagieren.
„Die Richtung ist klar. Der Fußball hat die einzigartige Fähigkeit, Menschen zu mobilisieren, Botschaften zu verstärken und Wandel herbeizuführen“, erklärte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin.
Angesichts dieser enormen und europaweiten Strahlkraft haben wir sowohl die Chance als auch die Verantwortung, ein nachhaltiges positives Vermächtnis zu schaffen. Vor diesem Hintergrund aktualisiert die UEFA ihre Nachhaltigkeitsstrategie, um neuen Trends Rechnung zu tragen, ihren Ansatz zu stärken und sicherzustellen, dass ihre Verpflichtungen und Zielsetzungen relevant und messbar bleiben.“
Michele Uva, UEFA-Exekutivdirektor soziale und ökologische Nachhaltigkeit, fügte hinzu: „Die Überarbeitung der Strategie ist unsere Chance, sicherzustellen, dass wir Anspruch in konkrete Ergebnisse ummünzen. Wir wollen auf den bereits erzielten erheblichen Fortschritten aufbauen und uns noch stärker auf Umsetzung, Messung und Rechenschaftspflicht konzentrieren.“
Ein solides Fundament
Vor dem Hintergrund der eingegangenen Verpflichtung im Jahr 2021 hat die UEFA ihre Nachhaltigkeitsstrategie im zweiten Halbjahr 2025 überarbeitet. Dabei wurde ihre Wirksamkeit bewertet und es wurden entsprechende Lehren aus den gezielten Maßnahmen und Investitionen der letzten fünf Jahre gezogen.
Im Rahmen dieses Prozesses wurden über 200 Interessenträger – darunter Nationalverbände, Ligen, Vereine, kommerzielle Partner und zivilgesellschaftliche Organisationen – befragt, um deren Ansichten zum Ansatz im Bereich Nachhaltigkeit der UEFA und zu seiner Wirksamkeit zu erfahren sowie den Dachverband bei der Überarbeitung der Strategie zu unterstützen und deren Nutzen zu maximieren.
Dieses Rahmenwerk hat bereits zu konkreten Fortschritten geführt: So wurden knapp EUR 90 Mio. in Nachhaltigkeitsinitiativen investiert und 590 Projekte in den UEFA-Mitgliedsverbänden unterstützt. Darüber hinaus ist ein Netzwerk aus 600 Nachhaltigkeitsmanager/-innen aus dem gesamten europäischen Fußball entstanden, die auf eigene Richtlinien und Toolkits zurückgreifen können.
Nachhaltigkeit ist auch ein integraler Bestandteil aller Aktivitäten der UEFA. Für sämtliche UEFA-Veranstaltungen müssen daher eigene Nachhaltigkeitsstrategien entwickelt werden und es ist eine transparente Berichterstattung nach Turnierende erforderlich. Dieser Ansatz hat seit 2021 zur Umsetzung von über 2 000 nachhaltigen Maßnahmen über alle UEFA-Wettbewerbe hinweg geführt.
Im Rahmen der Überarbeitung wurde die ursprüngliche Vision für 2030 und darüber hinaus beibehalten, wobei der Fokus auf die Umsetzung geschärft wird. Den Kern bilden weiterhin elf miteinander verknüpfte Themenbereiche, die von spezifischen Schwerpunktbereichen, Zielen und Leistungskennzahlen untermauert werden. Diese Themenbereiche sind um drei übergeordnete Ziele herum strukturiert: gesellschaftlicher Einfluss, Schutz der Umwelt und verantwortungsbewusstes Management von Fußballveranstaltungen und ‐infrastruktur.