UEFA-Budget 2026/27: Dachverband verpflichtet sich zu Investitionen in die Zukunft des Fußballs
Donnerstag, 12. Februar 2026
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Der UEFA-Budgetvorschlag für das Finanzjahr 2026/27 zeigt eine klare Ausrichtung auf anhaltendes Wachstum und verstärkte Investitionen auf allen Ebenen des Fußballs.
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Beim UEFA-Kongress diese Woche hat die UEFA ihre Budgetpläne für die Saison 2026/27 vorgestellt und dargelegt, wie sie weiterhin ihrer langfristigen Verpflichtung zu Investitionen in den europäischen Fußball auf allen Ebenen nachkommen wird, indem sie über 97 % ihrer Einnahmen direkt in den Fußball zurückfließen lässt.
Voraussichtliche Gesamteinnahmen von EUR 5,1 Mrd.
Die erwarteten Einnahmen für das Finanzjahr 2026/27 belaufen sich auf EUR 5,1 Mrd. – etwas weniger als im Finanzjahr 2025/26, was vor allem an den Einnahmen aus der UEFA Women’s EURO 2025 liegt, die im Juli 2025 stattgefunden hat.
Herkunft der Einnahmen der UEFA
81 % Medienrechte
16 % Kommerzielle Partnerschaften
3 % Ticketing und Hospitality – Anteil in einem Jahr ohne EM-Endrunde der Männer geringer
Im europäischen Fußballkalender 2026/27 stehen zwei Großveranstaltungen im Mittelpunkt: Im Juni 2027 treffen die besten Nationalmannschaften Europas in der Endphase der UEFA Nations League aufeinander und es findet die Endrunde der UEFA-U21-Europameisterschaft in Albanien und Serbien statt.
Diese Turniere unterstreichen das Engagement der UEFA, Spitzenwettbewerbe durchzuführen und gleichzeitig Karrierewege für die nächste Generation zu ebnen.
Nächste Saison endet auch der Zyklus 2024-27 der Klubwettbewerbe der Männer; es wird erwartet, dass sich die Einnahmen in der letzten Spielzeit des Zyklus ähnlich entwickeln wie in diesem Jahr. Von diesen Einnahmen werden 78 % an Vereine, die an UEFA-Wettbewerben teilnehmen, ausgeschüttet; EUR 455 Mio. sind für Solidaritätszahlungen zur Unterstützung von Vereinen, die nicht an der Ligaphase teilnehmen, sowie für die Organisation der Klubwettbewerbe der Frauen und der UEFA Youth League vorgesehen.
Im Zuge des Engagements der UEFA für die Stärkung der gesamten Fußballpyramide hat die UEFA den Anteil der für Solidaritätszahlungen reservierten Mittel aus den Männer-Klubwettbewerben für den Zyklus 2024-27 von 7 % auf 10 % erhöht, um sicherzustellen, dass nicht nur die teilnehmenden Vereine, sondern viele weitere Klubs vom Erfolg dieser Wettbewerbe profitieren.
Investitionen in Frauen-, Nachwuchs- und Breitenfußball
In der Spielzeit 2026/27 investiert die UEFA EUR 77 Mio. in Frauen-, Nachwuchs- und Futsal-Wettbewerbe. Darüber hinaus werden die Mittel für Entwicklungs- und -Ausbildungsprogramme im Fußball um über EUR 7 Mio. auf insgesamt EUR 78,3 Mio. erhöht.
Ein wesentlicher Teil dieser Unterstützung kommt der UEFA-Frauenfußballstrategie „Unstoppable“ (Unaufhaltsam) zugute, in deren Rahmen die ehrgeizigen Ziele festgelegt sind, um Fußball zu dem von Frauen und Mädchen in allen europäischen Ländern am meisten ausgeübten Teamsport zu machen.
Effiziente Abläufe, starke Grundlagen
Die operativen Kosten werden weiterhin bewusst niedrig und stabil gehalten. Die Verwaltungsausgaben für Kommissionen, Klublizenzierung und finanzielle Nachhaltigkeit, administrative Tätigkeiten und institutionelle Aktivitäten bleiben mit EUR 122,8 Mio. konstant und entsprechen gerade einmal 2,6 % der durchschnittlichen Gesamteinnahmen.
Für 2026/27 budgetiert die UEFA ein geplantes Nettoergebnis von EUR -62 Mio. und sieht zum Ende des EURO-2024-Zyklus im Sommer 2027 eine strategische Reserve von über EUR 400 Mio. vor.
UEFA EURO 2028 und darüber hinaus
Die Saison 2026/27 ist die letzte Spielzeit im EURO-2024-Finanzzyklus – auch anschließend liegt eine spannende Zeit vor dem europäischen Dachverband. Erste Schätzungen für die EURO 2028 sind sehr vielversprechend und die laufenden Gespräche über mögliche Änderungen am Format der European Qualifiers und der Nations League gehen weiter.
Im Rahmen des Verkaufs der kommerziellen Rechte an den Klubwettbewerben der Männer 2027-31 werden zudem neue Einnahmequellen erwartet, die dazu beitragen werden, den Wert des Fußballs noch weiter zu steigern.
Die Finanzkommission hat den Budgetvorschlag 2026/27 geprüft und dem Exekutivkomitee zur Genehmigung empfohlen. Dieser wurde dem UEFA-Kongress diese Woche zur endgültigen Genehmigung vorgelegt.