Ligaphase liefert erneut: Mehr Tore, mehr Ausgeglichenheit, mehr Drama
Dienstag, 3. Februar 2026
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Die zweite Ausgabe der Ligaphase der UEFA Champions League hat erneut bewiesen, wie das neue Format die Elite des europäischen Klubfußballs noch besser macht.
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Aufbauend auf dem erfolgreichen Debüt der Vorsaison sorgte die Ligaphase in diesem Jahr für noch mehr Unberechenbarkeit und eine Dauerspannung bis zum Abpfiff am 8. Spieltag.
Von neuen Torrekorden bis hin zu wachsender Ausgeglichenheit – wir werfen einen genaueren Blick darauf, warum das neue Format Fans weltweit weiterhin in seinen Bann zieht.
Tore, Tore, Tore
Offensivfußball bleibt bei Europas Elite das Maß der Dinge: Insgesamt fielen 487 Tore in 144 Spielen – 17 mehr als in der Vorsaison (470) zum gleichen Zeitpunkt und ein neuer Rekord für die Ligaphase. Das spiegelt sich auch im Schnitt von 3,38 Toren pro Spiel wider (Vorjahr: 3,26). Fast jeder Treffer hatte dabei unmittelbaren Einfluss auf die Tabellenkonstellation.
Gleichzeitig wurden die Siege knapper: Die durchschnittliche Siegesspanne lag bei 1,78 Toren, nach 1,92 in der vergangenen Saison. Die Spiele waren enger, ausgeglichener und über die gesamte Ligaphase hinweg spürbar dramatischer.
In der Vorsaison erreichte kein Team bis zum 8. Spieltag die maximale Ausbeute von 24 Punkten, während zwei Mannschaften ohne Zähler blieben. In diesem Jahr war Arsenal das einzige Team mit einer perfekten Punktausbeute –gleichzeitig sammelten alle Klubs mindestens einen Punkt.
Besonders aufschlussreich war die Entwicklung der Teams aus den Lostöpfen 3 und 4, die unterstreicht, wie sehr das neue Format Ausgeglichenheit fördert. Der Abstand zwischen Top- und Außenseiterteams schrumpfte weiter:
- Lostopf 3 und 4 steigerten sich im Vergleich zur Vorsaison auf durchschnittlich 1,21 bzw. 1,10 Punkte pro Spiel (zuvor 1,19 und 0,99).
- Lostopf 2 hatte es schwerer als im Vorjahr (1,38 Punkte pro Spiel gegenüber 1,75).
- Lostopf 1 bestätigte seine Stärke mit einem Anstieg auf 1,97 Punkte pro Spiel (Vorjahr: 1,82).
Auch die Vielfalt der Nationen im Teilnehmerfeld der Top 24 nahm zu: Elf Länder sind vertreten – zwei mehr als im Vorjahr. Zudem schafften Teams aus allen vier Lostöpfen den Sprung in die K.-o.-Runde.
Die Spannung blieb bis zuletzt hoch, nicht zuletzt, weil nach dem 7. Spieltag weniger Teams bereits ausgeschieden waren. Ein Paradebeispiel dafür lieferte Bodø/Glimt: Nach dem 5. Spieltag noch auf Rang 32 mit nur zwei Punkten, schlugen die Norweger in den letzten beiden Partien Manchester City und Atlético Madrid und zogen sensationell in die Play-offs der K.-o.-Phase ein.
Der ständige Wechsel bleibt ein Markenzeichen der Ligaphase: 309 Tabellenänderungen allein am 8. Spieltag sorgten für ein permanentes Auf und Ab. Besonders die Fans von Benfica und Marseille erlebten eine Achterbahnfahrt – beide Teams tauschten innerhalb von 90 Minuten 17-mal die Plätze, ehe sich Benfica dank eines Last-Minute-Kopfballs von Torhüter Anatoliy Trubin gegen Real Madrid den letzten Platz in den Play-offs der K.-o.-Phase sicherte.
Von Titelanwärtern bis zu Überraschungsteams zeigte die Ligaphase einmal mehr die enorme Breite an der Spitze des europäischen Klubfußballs. Und mit der Auslosung der K.-o.-Runden am Freitag in Nyon steht fest: Das Drama hat gerade erst begonnen.