Bulgarischer Fußball trauert um Dimitar Penew
Dienstag, 6. Januar 2026
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Dimitar Penew, der bei ZSKA Sofia als Spieler und Trainer zahlreiche Erfolge feierte und Bulgarien bei der FIFA-WM 1994 bis ins Halbfinale führte, ist im Alter von 80 Jahren verstorben.
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Der ebenso elegante wie kompromisslose Innenverteidiger durchlief die Akademie von Lokomotive Sofia und wurde 1964 bulgarischer Meister, bevor er zu ZSKA Sofia wechselte. Mit ZSKA holte er sieben Meistertitel und fünf Pokalsiege – 1966/67 erreichte er mit dem Traditionsverein das Halbfinale des Pokals der europäischen Meistervereine, das gegen Inter Mailand in einem Wiederholungsspiel verloren ging.
Zwischen 1964 und 1977 lief Penew 90 Mal für Bulgarien auf, für das er zwei Tore erzielte und drei aufeinanderfolgende Weltmeisterschaften bestritt. 1967 und 1971 wurde er als bulgarischer Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Nach 364 Meisterschaftsspielen, in denen er kein einziges Mal vom Platz gestellt wurde, beendete er seine Karriere 1977 im Alter von 32 Jahren. 1985 wurde Penew ZSKA-Trainer und konnte anschließend drei Meisterschaften und vier Pokalsiege feiern. 1989 führte er das Team um Christo Stoitschkow bis ins Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger und scheiterte erst am späteren Champion Barcelona.
Sein wohl größter Erfolg als Trainer folgte 1994, als Bulgarien bei der WM in den USA unter anderem Argentinien und Deutschland besiegte und es völlig überraschend bis ins Halbfinale schaffte. Penew führte Bulgarien auch zur UEFA EURO 1996 und wurde zu Bulgariens Trainer des 20. Jahrhunderts gewählt – die bedeutendste persönliche Auszeichnung seiner illustren Trainerkarriere.
Georgi Iwanow, der Präsident des Bulgarischen Fußballverbands, würdigte Penew mit folgenden Worten: „Eine wahre Legende hat uns verlassen. Dimitar Penew war ein Mensch, der von allen geliebt wurde – nicht nur wegen seiner Erfolge als Spieler und Trainer, sondern auch weil er eine außergewöhnliche Persönlichkeit war. Bis zu seinem letzten Tag hat er sich für den bulgarischen Fußball eingesetzt. Sein Vermächtnis ist beispiellos. Wir werden ihm für immer dankbar sein – er hat Bulgarien einen prominenten Platz auf der Fußball-Landkarte verschafft.“
Der legendäre Christo Stoitschkow, der bei ZSKA und im bulgarischen Nationaltrikot unter Penew spielte, sagte: „Sein Lächeln war unvergesslich. Er war immer am Lächeln. Dimitar Penew war ein Trainer, eine Vaterfigur und ein Freund. Ich hatte das Glück, viele Jahre unter ihm spielen zu dürfen, und werde ihm auf ewig dankbar sein.“