Studienkurs der UEFA Academy für ehemalige Nationalspieler/-innen: neuer Meilenstein erreicht
Mittwoch, 22. Oktober 2025
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Bereits mehr als 100 ehemalige Fußballprofis haben den UEFA-Master-Studienkurs für Nationalspieler/-innen (MIP) absolviert, der ihnen eine zweite Laufbahn in den Bereichen Fußball-Administration und -Management ermöglicht.
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Gökhan Inler, Nora Heroum und Julien Escudé gehören zu den 26 ehemaligen Aktiven, Unparteiischen und Coaches, die Mitte Oktober ihr Diplom im Rahmen des prestigeträchtigen UEFA-Master-Studienkurses für Nationalspieler/-innen entgegennahmen. Seit 2015 zählt der Kurs mehr als 100 Absolventinnen und Absolventen.
„Der Fußball braucht Ihre Kompetenz, Führungsstärke und Leidenschaft“, erklärte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin anlässlich der Diplomfeier am UEFA-Sitz in Nyon. „Indem Sie sich weiterhin engagieren und sich weiterbilden, können Sie die Zukunft des Fußballs mitgestalten und die nächste Generation inspirieren.“ Mehr als 90 % der Absolventinnen und Absolventen des MIP würden nach dem Abschluss eine neue Funktion in den Nationalverbänden, bei einem bekannten Verein in Europa oder außerhalb des Fußballs übernehmen, so der Präsident, der den Studienkurs der UEFA Academy lobte, da dieser ehemalige Aktive erfolgreich auf eine neue Karriere in der Fußballbranche vorbereite. Aleksander Čeferin führte weiter aus, dass sich der Fußball nicht auf das Geschehen auf dem Spielfeld beschränke. „Der Fußball stützt sich auf ein riesiges Ökosystem, das Management und Governance sowie Entwicklung, Innovation und sogar Unterhaltung umfasst – mit diesem System stellen wir das Wachstum und die Weiterentwicklung des Spiels sicher.“
Ein neuer Blick auf den modernen Fußball
Die Diplomfeier diese Woche markiert den Abschluss eines 20-monatigen gemeinsamen Studiums, welches das Verständnis der Absolventinnen und Absolventen mit Blick auf den modernen Fußballs grundlegend verändert hat.
„Wir haben von Anfang an verstanden, dass der Fußball weitaus mehr ist als Coaches, Spielerinnen und Spieler, Umkleidekabinen und das Spielfeld.“
„Wir haben von Anfang an verstanden, dass der Fußball weitaus mehr ist als Coaches, Spielerinnen und Spieler, Umkleidekabinen und das Spielfeld. Wir haben erkannt, wie komplex das Umfeld ist und wie die verschiedenen Interessenträger zusammenarbeiten müssen, um den modernen Fußball zu schützen und weiterzuentwickeln“, so Sif Atladóttir. „Unsere Gespräche in den Umkleidekabinen und beim Abendessen haben sich definitiv verändert, vom leichten Fan-Talk hin zu Gesprächen über neue Perspektiven und das neue Wissen, das wir in den Seminaren erworben haben“, ergänzte der Kommilitone Julian Baumgartlinger.
Beginn der sechsten Ausgabe des MIP
In dieser Woche begrüßte der stellvertretende UEFA-Generalsekretär Giorgio Marchetti die Teilnehmenden der nächsten Ausgabe des MIP. Zusammengenommen kamen die Teilnehmenden in ihrer aktiven Zeit auf mehr als 1 600 Länderspieleinsätze:
- Cüneyt Çakır (Türkei) – ehemaliger Schiedsrichter, unter anderem beim Finale der UEFA Champions League 2015
- Sara Gama (Italien) – ehemalige Nationalspielerin, ehemalige Spielführerin bei Juventus Turin und Mitglied in der Ruhmeshalle des italienischen Fußballs
- Faouzi Ghoulam (Algerien) – ehemaliger Nationalspieler, zweimaliger Sieger der Coppa Italia
- Andrine Hegerberg (Norwegen) – ehemalige Nationalspielerin, früher bei PSG und AS Rom unter Vertrag
- Simon Kjær (Dänemark) – ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft, ehemaliger Verteidiger beim AC Mailand
- Ivan Rakitić (Kroatien) – ehemaliger Nationalspieler, Sieger der UEFA Champions League
- Morgan Schneiderlin (Frankreich) – ehemaliger Nationalspieler, Sieger der UEFA Europa League
- Mario Suárez (Spanien) – ehemaliger Nationalspieler, Sieger der UEFA Europa League
- Jan Vertonghen (Belgien) – ehemaliger Nationalspieler mit Länderspielrekord
„Für den Fußball ist es wichtig, dass Menschen wie Sie – mit Erfahrung aus erster Hand – ihren Weg in diesem Sport fortsetzen und ihn voranbringen“, so Marchetti. „Der Fußball befindet sich im Wandel und steht vor spannenden Chancen, aber auch vor komplexen Herausforderungen. Eines steht fest: Der Fußball braucht Führungspersönlichkeiten, die diesen Sport in- und auswendig kennen.“
Wo arbeiten die Ehemaligen jetzt?
Das Programm verfügt über ein prestigeträchtiges Alumni-Netzwerk. Viele Absolventinnen und Absolventen haben mittlerweile einflussreiche Funktionen im Bereich Governance, im Vereinsmanagement oder in den Nationalverbänden inne.
- Bruno Cheyrou – Senior Manager Spielerentwicklung bei der UEFA
- Nigel de Jong – Direktor Spitzenfußball beim Niederländischen Fußballverband
- Sebastian Kehl – Sportdirektor bei Borussia Dortmund
- Lise Klaveness – Präsidentin des Norwegischen Fußballverbands
- Simon Rolfes – Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen
- Hugo Viana – Direktor Fußball bei Manchester City