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Fakten: Finnland - Schweiz

Pressemappen

Frühere Begegnungen, Hintergrund und Wissenswertes vor dieser Partie des 3. Spieltags bei der UEFA Women's EURO 2025.

Finnland gewann zum Auftakt gegen Island
Finnland gewann zum Auftakt gegen Island AFP via Getty Images

Zum Abschluss der Gruppenphase der UEFA Women's EURO 2025 bekommt es Gastgeber Schweiz in Genf mit Finnland zu tun. Beide Teams haben noch Chancen, das Viertelfinale zu erreichen.

Die Schweiz und Finnland haben jeweils drei Punkte auf dem Konto, nachdem sie Island besiegt und gegen den schon feststehenden Gruppensieger Norwegen verloren haben. Die Schweiz zieht als Zweite ins Viertelfinale ein, wenn sie eine Niederlage vermeidet, während Finnland mit einem Sieg auf Platz zwei landet und weiterkommt.

Vorherige Begegnungen

Bei einem großen Turnier stehen sich beide Teams zum ersten Mal gegenüber. In der Qualifikation für die EM 2005 trafen sie allerdings schon einmal aufeinander: Am 4. September 2004 setzte sich Finnland in Visp mit 2:0 durch – die Tore erzielten damals Laura Österberg Kalmari und Heidi Kackur. Rund 15 Monate zuvor hatte es in Espoo ein 1:1 gegeben. Finnland hatte sich über die Play-offs erstmals für eine EM-Endrunde qualifiziert.

Auch in der Quali zur WM 1999 behielt Finnland zweimal mit 1:0 die Oberhand - in der Qualifikation zur WM 2003 teilte man sich die Siege: Die Schweiz gewann zu Hause mit 1:0, Finnland revanchierte sich im Rückspiel mit dem gleichen Ergebnis.

Linda Sällström erzielte beim 3:1-Sieg Finnlands gegen die Schweiz beim Cyprus Women's Cup 2012 einen Dreierpack, das Tor für die Schweiz schoss Ana-Maria Crnogorčević.

Zuletzt trennten sich beide Teams im April 2019 in einem Freundschaftsspiel in Biel torlos. Seitdem haben sie nicht mehr gegeneinander gespielt.

Hintergrund

Finnland

Katarina Kosolas Treffer in der zweiten Halbzeit bescherte Finnland im Eröffnungsspiel in Thun einen 1:0-Sieg gegen Island. Vier Tage später verloren die Finninnen in Sion gegen Norwegen mit 1:2. Oona Sevenius glich Norwegens Führung durch ein Eigentor von Eva Nyström zwischenzeitlich aus. Sechs Minuten vor Schluss erzielte Norwegen das Siegtor.

Die Qualifikation lief für das Team von Trainer Marko Saloranta zunächst alles andere als rund: In Gruppe A1 landete man hinter Italien, den Niederlanden und Norwegen auf dem letzten Platz – mit nur einem Sieg aus sechs Spielen. Trotzdem erreichte Finnland als gesetzte Nation die Play-offs.

Dort schaltete man zunächst Montenegro souverän mit 6:0 (1:0 auswärts, 5:0 zuhause) aus, bevor ein 2:0-Gesamtsieg gegen Schottland (0:0 auswärts, 2:0 zuhause) das EM-Ticket sicherte. Es ist die fünfte Endrundenteilnahme für die Finnländerinnen.

In der Quali trafen Nea Lehtola, Ema Koivisto, Jutta Rantala und Sällström jeweils doppelt.

Zwei Mal hat es Finnland bislang über die Gruppenphase hinaus geschafft: 2005 gleich bei der ersten Teilnahme mit dem Einzug ins Halbfinale (Niederlage gegen Deutschland), und 2009 als Gastgeber bis ins Viertelfinale (Niederlage gegen England).

Nur einmal fehlten die Skandinavierinnen bei den letzten sechs EMs. Bei der EURO 2022 war allerdings nach drei Gruppenniederlagen frühzeitig Schluss.

Schweiz

Bei der 1:2-Niederlage gegen Norwegen am ersten Spieltag kassierte die Schweiz zwei Gegentreffer innerhalb weniger Minuten. Vier Tage später besiegten die Eidgenössinnen Island in Bern dank der späten Tore von Géraldine Reuteler und der eingewechselten Alayah Pilgrim mit 2:0.

Pilgrim wurde damit die jüngste Schweizer Torschützin bei einer Frauen-EM-Endrunde und übertraf den Rekord von Reuteler aus dem Jahr 2022.

Als Gastgeber war die Schweiz automatisch qualifiziert – nahm aber dennoch an der Qualifikation teil und setzte dort ein Ausrufezeichen: Fünf Siege aus sechs Spielen in Gruppe B1, Platz eins vor der Türkei, Ungarn und Aserbaidschan. Mit 14 Treffern stellte die Nati die beste Offensive der Gruppe, nur drei Gegentore waren Bestwert in der Defensive. Viola Calligaris traf dabei drei Mal – häufiger als jede andere Schweizerin.

Die Schweiz will nach den Niederlanden 2017 und England 2022 als dritter Gastgeber in Folge den Titel holen. Es ist die dritte EM-Endrunde in Folge für die Schweizerinnen, in den beiden bisherigen Anläufen war jeweils in der Vorrunde Schluss. Der bislang einzige EM-Sieg gelang 2017 mit einem 2:1 gegen Island.

Bei der EURO 2022 reichte es in Gruppe C nur zu Platz drei. Nach einem 2:2 gegen Portugal gab es Niederlagen gegen Schweden (1:2) und die Niederlande (1:4). Auch bei der WM 2023 war im Achtelfinale Endstation – mit einer klaren 1:5-Pleite gegen den späteren Weltmeister Spanien.

Ein prominenter Name steht an der Seitenlinie: Pia Sundhage, neue Nationaltrainerin der Schweiz, war 1984 Torschützenkönigin beim allerersten Frauen-EM-Turnier – damals noch unter dem Namen "European Competition for Women's Football". Im Finale verwandelte sie den entscheidenden Elfmeter für Schweden gegen England.

Wissenswertes

• Nur zwei der 16 Spiele Finnlands bei EM-Endrunden endeten torlos.

• Sällström könnte die erste Spielerin werden, die zehn Mal für Finnland bei einer Women's EURO eingesetzt wird.

• Die Schweiz hat in den letzten sieben Spielen der Women's EURO immer mindestens ein Tor erzielt.

• Mit ihrem Tor am am 2. Spieltag ist Reuteler nach Ramona Bachmann (zwei) erst die zweite Schweizer Spielerin, die mehr als ein Tor bei einer EURO-Endrunde erzielt hat.