Fakten: Schweden - Deutschland
Mittwoch, 9. Juli 2025
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Frühere Begegnungen, Hintergrund und Wissenswertes vor dieser Partie des 3. Spieltags bei der UEFA Women's EURO 2025.
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Am 3. Spieltag kommt es in Zürich zum Duell zwischen Schweden, dem Europameister von 1984, und Deutschland, das diesen Wettbewerb schon acht Mal gewinnen konnte. Insgesamt ist es das siebte Duell beider Nationen bei einer UEFA Women's EURO. Auf dem Spiel steht der Gruppensieg.
Beide Mannschaften haben in Gruppe C sechs Punkte auf dem Konto und stehen bereits im Viertelfinale, wobei Schweden am 2. Spieltag mit 3:0 gegen Polen gewonnen hat, nachdem Deutschland zuvor am 8. Juli Dänemark mit 2:1 besiegt hatte.
Schweden wird Gruppensieger, wenn man keine Niederlage einstecken muss, während die DFB-Elf mit einem Sieg Platz eins klarmachen würde.
Frühere Begegnungen
Ihren dritten EURO-Titel gewann die DFB-Elf 1995 in Kaiserslautern mit 3:2 gegen Schweden. Malin Andersson (6.) hatte die Skandinavierinnen früh in Führung gebracht, doch Maren Meinert (32.), Birgit Prinz (64.) und Bettina Wiegmann (83.) drehten die Partie zu Gunsten der Deutschen, ehe Anneli Andelén in der 88. Minute noch für ein wenig Spannung sorgte.
2001 in Ulm gelang Deutschland durch einen Treffer von Claudia Müller in der Verlängerung die Wiederholung dieses Kunststücks, es war zugleich das einzige Finale bei einer Women's EURO, das durch ein Golden Goal entschieden wurde.
Außerdem verzeichnete Deutschland zwei 1:0-Halbfinalsiege gegen die Schwedinnen - 1997 und 2013 – das einzige Spiel bei einer Endrunde, das die DFB-Elf nicht gewinnen konnte, war 2017 ein 0:0 in der Gruppenphase.
Auch im Finale der WM 2003 entschied ein Golden Goal zu Gunsten der Deutschen, Nia Künzer gelang in der 98. Minute der entscheidende Treffer zum 2:1-Erfolg des DFB-Teams gegen Schweden.
Das letzte Duell beider Nationen - ein Testspiel - endete im Februar 2023 in Duisburg 0:0.
Hintergrund
Schweden siegte zum Auftakt in Genf mit 1:0 gegen Dänemark dank eines Treffers von Filippa Angeldahl in der zweiten Halbzeit, und ein Kopfballtor-Dreierpack von Stina Blackstenius (28.), Kosovare Asllani (52.) sowie Lina Hurtig (77.) sorgte am 2. Spieltag in Luzern für einen 3:0-Sieg gegen Polen, der das Weiterkommen besiegelte.
Asllani hat nun bei vier EM-Endrunden getroffen, häufiger als jede andere schwedische Spielerin. Sie ist nach der Deutschen Prinz (23) und der Norwegerin Solveig Gulbrandsen (20) die dritte Spielerin, die mindestens 20 Einsätze bei EM-Endrunden verzeichnen kann.
In der Qualifikation für diese EURO landete Schweden in der Gruppe A3 hinter Frankreich und England nur auf Platz 3 (2S 2U 2N). In den Play-offs gab es einen 12:0-Gesamtsieg gegen Luxemburg (4:0 A, 8:0 H) und einen 8:0-Gesamtsieg gegen Serbien (2:0 A, 6:0 H).
Beste Torschützinnen in der Qualifikation waren mit je vier Treffern Angeldahl, Blackstenius und Johanna Rytting Kaneryd.
Bei der ersten Frauen-EM überhaupt gewann Schweden 1984 dank eines Treffers von Pia Sundhage gegen England mit 4:3 im Elfmeterschießen (1:0 H, 0:1 A).
Für Schweden ist es die 12. Endrunden-Teilnahme und die neunte in Folge. Neben dem Triumph von 1984 stand Schweden noch drei Mal in einem EM-Endspiel: 1987 verlor man gegen Norwegen (1:2), 1995 und 2001 gegen Deutschland.
2022 zogen die Schwedinnen im Halbfinale der UEFA Women's EURO mit 0:4 gegen den späteren Sieger England den Kürzeren, überhaupt scheiterte man bei den letzten drei EM-Endrunden jeweils am späteren Titelträger.
Bislang nahmen die Schwedinnen an jeder WM teil, 2023 gewann man Bronze, 2003 Silber. Außerdem reichte es 2016 und 2021 jeweils zu Silber bei den olympischen Spielen.
Peter Gerhardsson übernahm nach dem Abschied von Pia Sundhage nach der Women's EURO 2017 den Posten als Chefcoach.
Durch Tore von Sjoeke Nüsken (56.) und Lea Schüller (66.) gelang Deutschland am 2. Spieltag in Basel die Wende, nachdem Dänemark in der ersten Halbzeit in Führung gegangen war. Es war das erste Mal seit dem Halbfinale 2009 gegen Norwegen, dass Deutschland ein Spiel der Frauen-EM nach einem Rückstand noch für sich entscheiden konnte.
Auch beim 2:0-Sieg gegen Polen am 1. Spieltag hatte Schüller getroffen - ebenfalls in der 66. Minute -, nachdem Jule Brand (52.) in St.Gallen die Führung erzielt hatte.
Deutschland erreichte zum 12. Mal in Folge die Endrunde, indem man fünf der sechs Spiele der Gruppe A4 gegen Island, Österreich und Polen gewinnen konnte (1N).
Beste Torschützin in der Qualifikation war Schüller mit sechs Treffern.
Deutschland ist das erfolgreichste Team in der Geschichte der Women's EURO. Nach dem Gewinn der ersten beiden Ausgaben, an denen man teilnahm (1989 und 1991) triumphierte die DFB-Elf ab 1995 gleich sechs Mal in Folge, vier Mal davon im Finale gegen Norwegen. Der letzte Titelgewinn liegt nun allerdings schon 12 Jahre zurück.
2017 scheiterte die DFB-Elf im Viertelfinale an Dänemark (1:2), im Finale der Women's EURO 2022 hatten sie mit 1:2 n.V. das Nachsehen gegenüber Gastgeber England.
Die ehemaligen DFB-Spielerinnen Inka Grings und Prinz sind mit je zehn Treffern gemeinsam die erfolgreichsten Torschützinnen in der Geschichte der Women's EURO.
Außerdem gewann Deutschland zwei Mal die Frauen-WM (2003 und 2007), 2023 scheiterte man allerdings erstmals schon in der Gruppenphase.
In der UEFA Women's Nations League 2023/24 und bei den olympischen Spielen 2024 reichte es für Deutschland jeweils zu Bronze.
Christian Wück trainiert das Team seit Oktober 2024.
Wissenswertes
• Schweden ist seit 14 Länderspielen ungeschlagen (10S 4U).
• Schweden hat nur zwei seiner 23 Gruppenspiele bei einer Women's EURO verloren (15S 6U), 1:3 gegen Deutschland 2001 und 2:3 gegen Italien 2017.
• Fridolina Rolfö hat bislang 99 Länderspiele für Schweden bestritten.
• Schweden und Deutschland haben jeweils in allen acht Ausgaben die Gruppenphase überstanden, seit dieses Format 1997 eingeführt worden war.
• Deutschland hat nur vier seiner 48 Spiele bei der Women's EURO verloren (38S 6U).