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Italienischer Fußball trauert um Ernesto Pellegrini

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Der ehemalige Präsident von Inter Mailand, Ernesto Pellegrini, ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Der ehemalige Inter-Präsident Ernesto Pellegrini ist im Alter von 84 Jahren verstorben.
Der ehemalige Inter-Präsident Ernesto Pellegrini ist im Alter von 84 Jahren verstorben.

Ernesto Pellegrini, italienischer Unternehmer und von 1984 bis 1995 Präsident von Inter Mailand, ist am Tag des Champions-League-Finales in München zwischen den Nerazzurri und Paris Saint-Germain im Alter von 84 Jahren verstorben.

„Präsident Ernesto Pellegrini hat uns verlassen“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins. „Elf Jahre lang führte er Inter mit Weisheit, Integrität und Entschlossenheit. Dabei hat er die Geschichte unseres Klubs nachhaltig geprägt.“

Von klein auf war Pellegrini begeisterter Fan der Schwarz-Blauen. 1984 erfüllte er sich einen Lebenstraum, als er den Verein von Ivanoe Fraizzoli übernahm und elf Jahre lang als dessen 17. Präsident agierte. In seine Amtzeit fiel das sogenannte „Scudetto dei Record“ im Jahr 1989, als Inter im Kampf um den Meistertitel davonzog, der italienische Superpokal im gleichen Jahr sowie die Siege im UEFA-Pokal 1991 und 1994.

„Ein großartiger Mann und ein großartiger Präsident“

In seinen frühen Jahren als Präsident sicherte er dem Verein für eine Rekordablösesumme die Dienste von Karl-Heinz Rummenigge. Auch andere Deutsche wie Lothar Matthäus, Andreas Brehme und Jürgen Klinsmann stießen später zu den Nerazzurri, wo sie neben italienischen Größen wie Walter Zenga, Giuseppe Bergomi und Nicola Berti wirkten.

„Als ich aufwachte und diese Nachricht erhielt, war ich sehr berührt und zutiefst traurig“, erklärte Rummenigge. „Ernesto war ein außergewöhnlicher Mensch und wie ein zweiter Vater für mich. Als ich meine Karriere beendet habe, ist zwischen uns eine wunderbare Freundschaft entstanden.“

Der ehemalige Inter-Verteidiger Guiseppe Bergomi pflichtete dem bei: „Er war ein großartiger Mann und ein großartiger Präsident. Er wird uns allen fehlen. Er hatte ein großes Herz und engagierte sich stets für seine ehemaligen Spieler.“

Nie war Pellegrini ein reiner Geschäftsmann. Stets war der Mailänder überzeugt, auch moralisch in der Pflicht zu stehen. Im Jahr 2013 gründete er die Fondazione Ernesto Pellegrini Onlus und im Jahr darauf eröffnete er im Herzen seiner lombardischen Heimatstadt das „Ruben Ristorante Solidale“. Im Rahmen des Projekts werden jeden Abend bis zu 350 Personen, die finanzielle Schwierigkeiten haben, zu einem symbolischen Preis von einem Euro in einem eleganten Rahmen bewirtet.

2023 wurde Pellegrini zudem in die Ruhmeshalle des italienischen Fußballs aufgenommen.

„Ein Unternehmer, ein Manager, aber auch ein Gentleman, der die Geschichte des italienischen Fußballs nachhaltig geprägt hat“, erklärte Gabriele Gravina, Präsident des Italienischen Fußballverbands (FIGC). „Seine aufrichtige Leidenschaft für den Fußball und sein tief empfundener Respekt werden bleiben.“