UEFA.com funktioniert besser bei anderen Browsern
Um das bestmögliche Erlebnis zu haben, empfehlen wir, <a href='https://www.google.com/chrome/'>Chrome</a>, <a href='https://www.mozilla.org/firefox/'>Firefox</a> oder <a href='https://www.microsoft.com/edge'>Microsoft Edge</a> zu verwenden.

Frühere UEFA-Präsidenten

Präsident

Michel Platini (Frankreich)

Amtsdauer: 26. Januar 2007 bis 14. September 2016

Michel Platini war Kapitän und Trainer der französischen Nationalmannschaft, bevor er seine Karriere als Fußballfunktionär begann und für den französischen Verband sowie für FIFA und UEFA tätig wurde. Er war zu seiner aktiven Zeit ein absoluter Weltklassespieler, der Frankreich bei der Heim-EM 1984 zum Titel führte und von 1983 bis 1985 drei Mal in Folge den Ballon dˊOr, die Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres, gewann. Von 1988 bis 1992 war er Trainer der Equipe Tricolore.

Michel Platini war von 2007 bis 2016 UEFA-Präsident.
Michel Platini war von 2007 bis 2016 UEFA-Präsident.©UEFA.com

Platini war Mitglied der UEFA-Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung und gehörte ab 2002 dem UEFA-Exekutivkomitee an. Am 26. Januar 2007 wurde Platini beim UEFA-Kongress in Düsseldorf zum sechsten Präsidenten der UEFA gewählt und im März 2011 sowie im März 2015 im Amt bestätigt.

Michel Platini führte das finanzielle Fairplay zur Stabilisierung des Finanzmanagements der Vereine ein und intensivierte den Kampf gegen Spielmanipulationen, Rassismus und Gewalt in den Stadien. Während seiner Zeit an der Spitze stärkte die UEFA die Beziehungen zu ihren Verbänden und förderte bewährte Vorgehensweisen sowie einen regen Wissensaustausch zugunsten des gesamten europäischen Fußballs. Gleichzeitig wurden die Klub- und Nationalmannschaftswettbewerbe der UEFA stetig und immer zum Wohle des Fußballs weiterentwickelt.

Am 14. September 2016 trat Michel Platini von seinem Amt als UEFA-Präsident zurück.

Lennart Johansson (Schweden)

Amtsdauer: 19. April 1990 bis 26. Januar 2007

Nach ersten Erfahrungen in der Verwaltung des Vereins AIK seiner Heimatstadt Solna arbeitete sich Johansson im Schwedischen Fußballverband langsam nach oben, ehe er von 1984 bis 1991 als dessen Präsident fungierte. 1990 wurde Johansson auf dem UEFA-Kongress in Malta zum fünften UEFA-Präsidenten gewählt und blieb bis Januar 2007 im Amt.

Der Schwede Lennart Johansson war 17 Jahre lang UEFA-Präsident.
Der Schwede Lennart Johansson war 17 Jahre lang UEFA-Präsident.©UEFA.com

In seiner Amtszeit veränderte sich der europäische Fußball in sportlicher wie kommerzieller Hinsicht komplett. Die UEFA selbst wandelte sich ebenfalls von einem rein administrativen Verband in einem Vorort der Schweizer Hauptstadt Bern hin zu einer modernen, dynamischen Sportorganisation, die nun in einem eigens errichteten Hauptsitz im westschweizerischen Nyon beheimatet ist. Anfang der 1990er Jahre wurde die UEFA Champions League ins Leben gerufen und entwickelte sich zum prestigeträchtigsten Vereinswettbewerb der Welt und zu einer sportlichen wie kommerziellen Plattform, welche die besten Spieler der Welt zusammenbringt und von Millionen von Fußballfans verfolgt wird.

Auch der Nationalmannschaftsfußball florierte während Johanssons Präsidentschaft, sodass die EM-Endrunde (die UEFA EURO) zu einem der weltweit populärsten Sportwettbewerbe neben der FIFA-WM und den Olympischen Spielen wurde.

Auf dem UEFA-Kongress in Düsseldorf schlug Michel Platini im Januar 2007 die Ernennung seines Vorgängers zum UEFA-Ehrenpräsidenten vor. Dieser starb am 4. Juni 2019 im Alter von 89 Jahren.

Jacques Georges (Frankreich)

Amtsdauer: 12. August 1983 bis 19. April 1990

Jacques Georges wurde nach dem tragischen Unfalltod seines Vorgängers Artemio Franchi im August 1983 vom UEFA-Vizepräsidenten zum Interimspräsidenten ernannt. Auf dem UEFA-Kongress in Paris wurde er 1984 dann zum vierten UEFA-Präsidenten gewählt.

Jacques Georges (links) mit dem ehemaligen UEFA-Generalsekretär Hans Bangerter.
Jacques Georges (links) mit dem ehemaligen UEFA-Generalsekretär Hans Bangerter.©UEFA

Georges wurde am 30. Mai 1916 geboren und begann seine über 50 Jahre dauernde Karriere als Fußballfunktionär in den späten 1940er Jahren in den Vogesen im Osten Frankreichs. 1961 wurde er in den Vorstand des Französischen Fußballverbandes (FFF) gewählt und war künftig als Direktor für die französische A-Nationalmannschaft zuständig. 1968 wurde er schließlich Präsident der FFF.

1972 folgte die Wahl des ausgewiesenen Fußballfachmannes ins Exekutivkomitee der UEFA. In den darauffolgenden Jahren spielte er eine tragende Rolle bei der Modernisierung des europäischen Dachverbandes in Zeiten eines zunehmenden Medien- und TV-Interesses an den UEFA-Wettbewerben.

Der Franzose war als UEFA-Präsident maßgeblich an der Schaffung der UEFA Champions League beteiligt, bevor er 1990 von seinem Amt zurücktrat. Jacques Georges wurde die UEFA-Ehrenpräsidentschaft verliehen und kehrte in sein Amt als Präsident des Französischen Fußballverbands zurück. Er verstarb im Februar 2004.

Artemio Franchi (Italien)

Amtsdauer: 15. März 1973 bis 12. August 1983

Artemio Franchi war ein herausragender Fußballfunktionär und erfahrener Diplomat, dessen Leben durch einen tragischen Autounfall in der Toskana im August 1983 ein jähes Ende fand. Er wurde im März 1973 auf dem UEFA-Kongress in Rom zum dritten UEFA-Präsidenten gewählt und übte dieses Amt bis zu seinem Tod aus.

Artemio Franchi war zehn Jahre UEFA-Präsident.
Artemio Franchi war zehn Jahre UEFA-Präsident.©UEFA.com

In jungen Jahren war Franchi selbst als Spieler und Schiedsrichter aktiv gewesen. Später wurde er Präsident des AC Florenz und übernahm in der Italienischen Fußballliga und im Italienischen Fußballverband (FIGC) verschiedene Aufgaben. Von 1967 bis 1976 und von 1978 bis 1980 war er Präsident des Verbands.

Franchi wurde 1962 UEFA-Kommissionsmitglied und sechs Jahre später zum Vizepräsidenten gewählt. Als Präsident leistete er wertvolle Dienste bei der Modernisierung der UEFA-Wettbewerbe und sorgte zum Beispiel dafür, dass bei der EM-Endrunde 1980 in Italien das Teilnehmerfeld erweitert wurde. Zudem war er mitverantwortlich für die Einführung des UEFA-Pokals. Seine besondere Leidenschaft galt dem Kampf gegen Gewalt in den Stadien, schon damals wusste er sehr wohl um die Kraft des Fußballs als gesellschaftliche Komponente.

Nach seinem Tod wurde ein Wettbewerb zwischen dem Europameister und dem Südamerikameister eingeführt, der Artemio-Franchi-Pokal genannt und zweimal (1985 und 1993) ausgetragen wurde.

Gustav Wiederkehr (Schweiz)

Amtsdauer: 17. April 1962 bis 7. Juli 1972

Gustav Wiederkehr wurde 1962 auf dem Ordentlichen UEFA-Kongress in Sofia zum zweiten UEFA-Präsidenten gewählt, nachdem er seit 1954 als Präsident des Schweizerischen Fußballverbandes (SFV) fungiert hatte.

Gustav Wiederkehr war der zweite UEFA-Präsident.
Gustav Wiederkehr war der zweite UEFA-Präsident.©UEFA

Am 2. Oktober 1905 geboren, übernahm Wiederkehr das Amt des UEFA-Präsidenten in einer kritischen Phase der Entwicklung des Verbandes. Der europäische Fußball befand sich in einer Phase der Expansion, Grund dafür waren die neuen Klubwettbewerbe der UEFA sowie die besseren internationalen Reisemöglichkeiten und immer zahlreicheren TV-Übertragungen.

Wiederkehr sah seine Rolle darin, den noch jungen Verband zu konsolidieren und die Position Europas im Weltfußball zu stärken. Er diente bis zu seinem plötzlichen Tod im Sommer 1972 zehn Jahre als UEFA-Präsident.

Ebbe Schwartz (Dänemark)

Amtsdauer: 22. Juni 1954 bis 17. April 1962

Der dänische Funktionär Ebbe Schwartz galt als Idealbesetzung für das Amt des ersten UEFA-Präsidenten. Er war ein geborener Diplomat mit einer internationalen Ausbildung und entstammte einem Land mit einer langen Fußballtradition. Diese Fähigkeiten halfen ihm, die UEFA nach ihrer Gründung im Juni 1954 durch ihre ersten Jahre zu führen.

Der Däne Ebbe Schwartz war der erste UEFA-Präsident.
Der Däne Ebbe Schwartz war der erste UEFA-Präsident.©UEFA.com

Der am 5. März 1901 in Kopenhagen geborene Schwartz war Miteigentümer im Familienunternehmen aus der Stahlbranche.

Bei AB Kopenhagen stand er einige Jahre zwischen den Pfosten, doch berühmt wurde er erst als Funktionär. So war er 1948 bei den Olympischen Spielen in London Leiter der dänischen Fußballdelegation und kehrte mit der Bronzemedaille im Gepäck in seine Heimat zurück. Zwei Jahre später wurde er Präsident seines Nationalverbandes und behielt diese Position bis zu seinem Tod im Jahr 1964.

Schwartz diente zwei Amtszeiten als UEFA-Präsident, ehe er seinen Posten im Frühjahr 1962 aufgab, um einen Sitz im FIFA-Exekutivkomitee zu übernehmen.