Nominierte für UEFA Frauen-Trainer des Jahres: Sonia Bompastor, Martina Voss-Tecklenburg, Sarina Wiegman
Mittwoch, 17. August 2022
Artikel-Zusammenfassung
Sonia Bompastor, Martina Voss-Tecklenburg und Sarina Wiegman sind die Nominierten für die Auszeichnung UEFA Frauen-Trainer des Jahres.
Top-Medien-Inhalte des Artikels
Artikel-Aufbau
Lyons Sonia Bompastor, die deutsche Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Englands Trainerin Sarina Wiegman sind die drei Topnominierten für die Auszeichnung UEFA Frauen-Trainer des Jahres 2021/22.
Die Gewinnerin wird – zusammen mit den UEFA Spielern des Jahres bei den Männern und Frauen sowie dem UEFA Trainer des Jahres bei den Männern – bei der Auslosung der UEFA Champions League 2022/23 am Donnerstag, 25. August in Istanbul gekürt.
Nominierte UEFA Frauen-Trainer des Jahres
Sonia Bompastor (Lyon)
Nach ihrem Rücktritt als Spielerin im Jahr 2013 arbeitete Bompastor als Akademieleiterin, ehe sie im April 2021 zur Cheftrainerin befördert wurde, kurz nachdem Paris Saint-Germain die fünf Jahre andauernde Regentschaft von Lyon als Champion in der UEFA Women's Champions League beendet hatte. Zudem verpasste Lyon erstmals die französische Meisterschaft, seit sie als Mittelfeldspielerin 2006 zum Klub gekommen war.
Am Ende von Bompastors erster kompletter Saison hatte Lyon beide Trophäen zurückerobert. Sowohl in der Liga als auch im UEFA-Halbfinale ließ man Paris hinter sich und gewann in Turin gegen Titelverteidiger und Favorit Barcelona den Titel.
Martina Voss-Tecklenburg (Germany)
Voss-Tecklenburg, die ihre Trainerkarriere in Duisburg mit dem Gewinn des UEFA-Frauenpokals 2008/09 begonnen und später die Schweiz zu ihren ersten großen Turnieren 2015 und 2017 geführt hatte, übernahm 2019 das Amt als deutsche Bundestrainerin.
Als Spielerin viermalige Gewinnerin der Women's EURO, stand sie im Juli kurz davor, mit Deutschland den EM-Titel zu holen. Sie gewannen ihre Gruppe vor Spanien, Dänemark und Finnland, ehe sie sich gegen Österreich und Frankreich durchsetzten, bevor sie im Wembley-Finale mit 1:2 in der Verlängerung gegen England verloren. Im Laufe des Turniers zeigte die deutsche Elf, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.
Sarina Wiegman (England)
Wiegman, die mit ihrem Heimatland Niederlande bei der UEFA Women's EURO 2017 triumphiert hatte, übernahm vor einem Jahr England. In einer unglaublichen Saison, in der man ungeschlagen blieb, erzielten die Lionesses mehr als 100 Tore. Wiegman führte als Höhepunkt erneut einen Gastgeber der Women's EURO zum Titel, als man im Juli gegen Deutschland den ersten großen Titel holte.
Auf dem Weg dorthin triumphierte England mit einem Turnierrekord von 22 Toren, kassierte nur zwei Gegentore und gewann alle Spiele mit einem aufregenden Stil, der von einer Rekordkulisse verfolgt wurde. Wiegman konnte in jedem Spiel dieselbe Elf aufbieten. Die Engländerinnen stehen zudem kurz davor, sich für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 zu qualifizieren, bei der Wiegmans Mannschaft zu den Favoriten gehört.
Der Rest der Top Fünf
4 Jonatan Giráldez (Barcelona) – 27 Punkte
5 Tommy Stroot (Wolfsburg) – 22 Punkte
Was ist die Auszeichnung UEFA Frauen-Trainer des Jahres?
Bewertet wurden für diese Auszeichnung die Leistungen der Trainer*innen in Europa im Verlauf der ganzen Saison in Liga, Europapokal und Nationalmannschaft, unabhängig von ihrer Nationalität. Lyons Jean-Luc Vasseur war der erste Gewinner 2019/20, gefolgt von Barcelonas Lluís Cortés 2020/21.
Wie wurden die Trainer ausgewählt?
Eine erste Auswahlliste von fünf Trainern wurde von der technischen Studiengruppe der UEFA zusammengestellt.
Die drei Topnominierten wurden von einer Jury gewählt, die sich wie folgt zusammensetzt:
• Die Trainer der 16 Klubs, die an der Gruppenphase der UEFA Women's Champions League 2021/22 teilgenommen haben
• Die Trainer der 16 Nationen, die bei der UEFA Women's EURO 2022 mitgespielt haben
• Eine Gruppe von Journalisten, die von European Sports Media (ESM) ausgewählt wurden
Die Jurymitglieder wählten ihre drei besten Trainer, wobei der erste fünf Punkte erhielt, der zweite drei und der dritte einen. Die Coaches durften nicht für sich selbst stimmen.