Za'atari-Fotoausstellung
Donnerstag, 29. Oktober 2015
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Eine Fotoausstellung in Genf, die von der UEFA-Stiftung für Kinder zum 70. Gründungstag der Vereinten Nationen organisiert wurde, hat das Leben junger syrischer Flüchtlinge gezeigt und wie ihnen der Fußball hilft.
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Das Leben junger syrischer Flüchtlinge in einem Lager in Jordanien und wie der Fußball eine wichtige Rolle dabei spielen kann, ihrem Leben einen Sinn zu geben, war der zentrale Punkt einer Fotoausstellung in Genf, die von der UEFA-Stiftung für Kinder zum 70. Gründungstag der Vereinten Nationen organisiert wurde.
Die Ausstellung im Palais des Nations, der Heimat das UN-Büros in Genf (UNOG), lieferte einen signifikanten Einblick in das Leben im Flüchtlingslager Za'atari. Zudem konnten die Besucher etwas über die Arbeit der UEFA-Stiftung erfahren, die im April dieses Jahres ins Leben gerufen wurde.
Kinder können Kinder bleiben
Die Stiftung arbeitet mit dem UNHCR und dem asiatischen Fußball-Entwicklungsprogramm zusammen, um den Kindern im Lager Sportveranstaltungen zu bieten und dafür zu sorgen, dass sie auch in Kriegszeiten Kinder bleiben können. Im Lager Za'atari leben 80 000 syrische Flüchtlinge - 57 Prozent davon sind Kinder.
Kinder aus dem Lager haben viele Fotos selbst aufgenommen, nachdem sie im Umgang mit Kameras geschult worden waren. Die Profifotografen Rawan Risheq (Jordanien) und Pascale Collet (Frankreich) lieferten eine externe Perspektive.
Sport im Lager
Das Flüchtlingslager Za'atari beherbergt genauso viele Menschen wie die drittgrößte Stadt Jordaniens. Fast 4 500 Kinder und junge Erwachsene - Jungen und Mädchen im Alter zwischen acht und 20 Jahren - sind sportlich aktiv, vor allem spielen sie Fußball. Rund 130 männliche und weibliche Trainer wurden durch das Programm geschult, regelmäßig werden Fußballturniere und Festivals für die Jungen und Mädchen veranstaltet.
Die UEFA-Stiftung stellte Kameras zur Verfügung, mit denen die Kinder ihre Kreativität ausleben und das Leben im Lager durch eine Linse zeigen konnten. Damit haben sie ihren Teil zu dieser Ausstellung beigetragen und das Leben im Flüchtlingslager auch außerhalb der Grenzen von Za'atari verdeutlicht.
Pascale Collet betrachtete das Leben der Flüchtlinge aus einer europäischen Perspektive und beschrieb die Fotos als "wirklichkeitsgetreue Fenster, die die unglaubliche Belastbarkeit von Flüchtlingen zeigen". Rawan Risheq erhielt Zugang zu Moscheen und Wohnstätten, durch Besuche bei Jugendzentren und Sportplätzen konnte sie verstehen, wie das Leben der Flüchtlinge organisiert ist und wie sich diese nach Jahren im Lager arrangiert haben.