Achtungserfolg für die Schweiz
Freitag, 11. November 2011
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Niederlande - Schweiz 0:0
Offensiv unterdurchschnittliche Niederländer und ordentliche Schweizer trennten sich beim Test in Amsterdam torlos.
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Ottmar Hitzfeld hatte von "der großen Herausforderung" gesprochen, sich mit einem "der weltbesten Teams zu messen", vom "unglaublich gefährlichen Angriff", gegen den sich seine Hintermannschaft zu wehren habe. Er redete von der Luft, die seinem jungen Team ausgehen könnte, sollten die Niederländer es mit vehementen Angriffen zu überfordern versuchen. Alles Äußerungen, die begreift, wer die grundsätzliche Klasse der "Elftal" kennt.
Nur, auf dem Rasen der Amsterdam ArenA wurde eines rasch offenkundig: So sehr sich die Schweizer einem harten Duell entgegengefiebert hatten, so sehr begriffen die Niederländer das Spiel als rein freundschaftliche Begegnung. Sie hatten es zwar deutlich unter Kontrolle, doch selten demonstrierten sie ihre hohe Qualität, selten zogen sie das Tempospiel auf, vor dem Hitzfeld gewarnt hatte. Die Schweizer verteidigten insgesamt gut; die Niederländer machten es ihnen aber nicht ganz so schwer wie befürchtet.
Chancen gab es trotzdem: In der 15. Minute hob Wesley Sneijder eine Ecke auf die Sechzehnmeterlinie, Rafael van der Vaart hielt volley drauf, Xherdan Shaqiri fälschte ungewollt ab - doch Diego Benaglio beförderte den Ball mit einer Hand übers Tor. In den Minuten 17 und 35 wurde Benaglio nochmal gefordert, als ihn Ryan Babel zunächst aus spitzem Winkel prüfte, dann aus 20 Metern mit einem Flachschuss.
Da die Niederländer auch den Schweizern Raum gewährten, traten auch die Gäste vor dem gegnerischen Tor in Erscheinung: Einmal spitzelte Admir Mehmedi, die Schweizer Spitze, eine flache Hereingabe Stephan Lichtsteiners neben das Tor (25.), ein andermal traf er nur das Außennetz (37.).
Nach der Pause geriet zweimal Robin van Persie in den Fokus, zweimal, weil er ungekannte Abschlussschwächen bekundete: Einen Kopfball sah er von Benaglio zur Ecke geklärt (51.), und einmal schob er den Ball freistehend rechts am Tor vorbei - Sneijder hatte ihn in die Tiefe geschickt, der Schweizer Johan Djourou war zudem ausgerutscht (63.).
Die beste Schweizer Chance der zweiten Hälfte der kurz zuvor eingewechselte David Degen: Nach einem Seitenwechsel zog er in den Strafraum, schoss aber aus zehn Metern links vorbei (85.). Es war dies in einer Phase, in welcher der Schweizer Achtungserfolg de facto längst feststand.