Deutschland kommt mit blauem Auge davon
Samstag, 6. September 2003
Artikel-Zusammenfassung
Island - Deutschland 0:0
Deutschland kommt in der Gruppe 5 mit viel Glück zu einem Unentschieden in Island.
Artikel-Aufbau
Deutschland kann sich beim vor dem Tor glücklosen isländischen Kapitän Eidur Gudjohnsen bedanken, dass es in Reykjavik ein 0:0-Unentschieden erreichte.
Island bleibt Tabellenführer
Aufgrund dieses Ergebnisses bleibt Island in der UEFA EURO 2004™-Qualifikationsgruppe 5 mit 13 Punkten Tabellenführer, einen Zähler vor Deutschland. Das Team von Rudi Völler hat jedoch ein Spiel weniger bestritten. Nach dem 3:1-Sieg über die Färöer-Inseln hat auch Schottland noch alle Chancen auf das Weiterkommen. Die Mannschaft von Berti Vogts belegt mit elf Punkten den dritten Rang und hat dabei genau so viele Spiele absolviert wie die Deutschen.
Mehr Ballbesitz
Im Laugardalsvöllur-Stadion hatte Deutschland in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, Carsten Ramelow und Michael Ballack zogen im Mittelfeld die Fäden. Doch die isländische Abwehr hielt dem Druck stand, und Deutschland konnte sich keine klaren Torchancen erspielen.
Auf Konter gelauert
Gelangte die Mannschaft einmal vor das gegnerische Tor, fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz. Miroslav Klose scheiterte aus aussichtsreicher Position, Ballack und Bernd Schneider schossen dem isländischen Torwart Árni Gautur Arason genau in die Arme. Die Hausherren zogen sich zurück und lauerten auf Konterchancen.
Chance für Gudjohnsen
Die beste Chance der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber durch Gudjohnsen, der von Thordur Gudjónsson mit einem schönen Pass in Szene gesetzt wurde. Er lief alleine auf Oliver Kahn zu, scheiterte aber am Torwart des FC Bayern München. In den letzten fünf Minuten des ersten Durchganges schaltete Deutschland einen Gang zurück, und Heidar Helgason hatte noch einmal eine gute Kopfballchance.
Auf der Linie gerettet
Auch im zweiten Durchgang waren die Isländer stets gefährlich, und in der 54. Minute musste Christian Wörns innerhalb weniger Sekunden zweimal auf der eigenen Torlinie klären. Zunächst tat er dies gegen den aus kurzer Entfernung abziehenden Larus Sigurdsson unter Mithilfe von Frank Baumann, anschließend köpfte er den Nachschuss von Helgason aus der Gefahrenzone.
Kuranyi scheitert
Deutschland wachte nun wieder auf und machte durch den eingewechselten Sebastian Deisler, der nach 16 Monaten Verletzungspause sein Comeback in der Nationalmannschaft feierte, und Kevin Kuranyi Druck. Letzterer hatte die beste Chance seines Teams im zweiten Durchgang, jagte den Ball jedoch über Arason und die Latte.
Island träumt weiter
Am Mittwoch empfangen die Deutschen Schottland in Dortmund, während Island erst am 11. Oktober wieder in Aktion tritt. Dann ist man im letzten Qualifikationsspiel zu Besuch in Deutschland und hat in dieser Partie alle Chancen, sich zumindest zum ersten Mal in der Geschichte des Landes für die Playoffs zu qualifizieren.