Österreich betreibt gegen Belarus Wiedergutmachung
Mittwoch, 11. Juni 2003
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Österreich - Belarus 5:0
Hans Krankls Team betrieb in Innsbruck Wiedergutmachung in eigener Sache.
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Österreich wahrte in Innsbruck mit einem 5:0-Erfolg über Belarus seine geringen Chancen auf einen der beiden vorderen Plätze in der UEFA EURO 2004™-Qualifikationsgruppe 3 und damit auf die Endrunde in Portugal. Nach der 0:1-Pleite in Moldawien am letzten Samstag war die Hoffnung, die Niederlande oder die Tschechische Republik noch einholen zu können, auf den Nullpunkt gesunken, doch wenigstens betrieb die Truppe von Hans Krankl ein wenig Wiedergutmachung.
Aufhauser mit der Führung
Die Gastgeber begannen nervös und erst die Führung durch René Aufhauser in der 32. Minute brachte eine deutliche Verbesserung der Partie. "Wir waren die ersten 20 Minuten sehr nervös, aber dann kam Renés Tor und wir haben mit deutlich mehr Selbstbewusstein gespielt", sagte Mario Haas nach der Begegnung. "Nach dem 2:0 wurde alles noch viel einfacher."
Einbahnstraßenfußball
Haas selbst setzte in der zweiten Halbzeit früh die Zeichen. Der Stürmer von SK Sturm Graz traf nach nur zwei Minuten und sorgte damit schnell für klare Verhältnisse. Mittelfeldspieler Roland Kirchler erzielte nur fünf Minuten später das dritte Tor und versetzte die 8.100 Zuschauer in einen Freudentaumel.
Belarus kein Gegner
Doch es kam noch besser für das Team von Hans Krankl, als der junge Stürmer Roman Wallner nach 62 Minuten den vierten Treffer folgen ließ, sieben Minuten später sorgte Harald Cerny für den Schlusspunkt. In den letzten 20 Minuten verpassten die entfesselt aufspielenden Gastgeber ein Schützenfest gegen die äußerst schwachen Weißrussen. Im Duell um die Rote Laterne liegen sie nun punktgleich mit Moldawien am Ende der Tabelle.
Krankl realistisch
Die Österreicher dagegen kletterten auf den dritten Platz der Gruppe 5, haben aber nach dem 5:0 der Tschechischen Republik gegen Moldawien dennoch kaum noch eine Chance auf die Qualifikation. "Wir stehen jetzt da, wo wir auch hingehören und das haben wir heute bewiesen", sagte Krankl. "Aber die Niederlande und die Tschechische Republik können wir vergessen. Klar gibt es immer Überraschungen, aber ich bin Realist."