Jonson treibt Schweden zu einem Kantersieg
Samstag, 7. Juni 2003
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San Marino - Schweden 0:6 Mattias Jonson schoss Schweden mit drei Toren auf den zweiten Platz der Gruppe 4.
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Da wartet man sechs Jahre auf ein Länderspiel-Tor und dann schießt man gleich drei in einem Spiel. So erging es Schwedens Stürmer Mattias Jonson beim 6:0-Erfolg in San Marino, mit dem die Skandinavier ihre gute Ausgangsposition in der UEFA EURO 2004-Qualifikationsgruppe 4 unterstrichen.
Frühes Tor
San Marino konnte noch nie ein Qualifikationsspiel gewinnen und nach 15 Minuten war auch diesmal der Traum von einem Punktgewinn vorbei. Die Schweden gingen nämlich trotz einiger Gelegenheiten der Gastgeber in Serravalle in Führung. Nach der zweiten Ecke durch Kim Källström stieg Brøndby IFs Stürmer Jonson höher als die gegnerischen Verteidiger und erzielte sein erstes Tor seit seinem Treffer 1997 gegen Lettland.
Steigender Druck
Die mitgereisten Fans erwarteten nach dem frühen Tor ein Schützenfest ihrer Truppe, aber die Mannschaft von Giampaolo Mazza hielt tapfer dagegen, obwohl die Schweden jetzt Chancen über Chancen herausspielten. Schließlich brach San Marino unter diesem Dauerdruck zusammen. Nachdem Marcus Allbäck in der 52. Minute das 2:0 erzielt hatte, gab es keinen Zweifel mehr daran, wer dieses Spiel gewinnen würde.
Torlawine
Vier Minuten später zog Fredrik Ljungberg, der Allbäck zuvor mustergültig bedient hatte, auf und davon und erzielte sein erstes Länderspieltor seit vier Jahren. Dann traf Jonson noch zwei Mal, ehe Allbäck fünf Minuten vor dem Ende für den Schlusspunkt sorgte. Durch diesen Erfolg schlossen die Schweden, die ein Spiel weniger absolviert haben, bis auf zwei Punkte zu Tabellenführer Lettland auf. San Marino hingegen bleibt nach sechs Spielen punktlos am Tabellenende.
Lagerbäck "zufrieden"
Trainer Lars Lagerbäck sagte nach dem Spiel, dass er über den klaren Sieg sehr glücklich sei. "Ich bin sehr zufrieden - keiner wurde verletzt und keiner wurde verwarnt, jetzt können wir am Mittwoch gegen Polen mit unserer stärksten Elf antreten", sagte er.
Keine Angst
"Es wird am Mittwoch ein schweres Spiel werden, ganz anderes als heute. Ich kann nicht sagen, ob wir ein defensives oder offensives Spiel zeigen werden. Aber wir dürfen im Moment vor niemandem Angst haben, da wir versuchen müssen, jedes Spiel zu gewinnen, wenn wir nach Portugal wollen."
Jonson hoffnungsvoll
In Hinblick auf das Spiel gegen die an vierter Stelle liegenden Polen sagte Jonson, er hoffe, seinen Platz im Team zu behalten. Er kam nur zum Einsatz, da Zlatan Ibrahimovic verletzt war - doch nun sieht es so aus, als ob er sich gegen Andreas Andersson durchgesetzt hat und in Stockholm beginnen wird. "Ich hoffe, sie werden mir wieder eine Chance geben", sagte er. "Es passiert nicht jeden Tag, dass man in einem Länderspiel einen Hattrick erzielen kann, doch mir ist klar, dass das Polen-Spiel ganz anders werden wird."