Deutschland schießt sich aus der Krise
Mittwoch, 10. September 2003
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Deutschland - Schottland 2:1
Deutschland setzt sich an die Spitze der Gruppe 5 und braucht nur noch einen Punkt zur Qualifikation.
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Deutschland hat sich mit einem 2:1-Sieg in Dortmund über eine gegen Ende dezimierte Mannschaft aus Schottland wieder an die Spitze der Gruppe 5 gesetzt und braucht nur noch einen Punkt gegen Island, um sich sicher für die UEFA EURO 2004™ zu qualifizieren.
Neues Sturmduo
Die Deutschen hätten durchaus höher gewinnen können, scheiterten aber einige Male am guten schottischen Torwart Robert Douglas. Besonders das neue Sturmduo, bestehend aus Kevin Kuranyi und Fredi Bobic, vergab einige gute Gelegenheiten.
Bobic mit Führungstreffer
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase war es Bobic, der in der 26. Minute die Nerven der Zuschauer im Westfalenstadion beruhigen konnte. Douglas konnte einen Schuss von Arne Friedrich nicht festhalten, so dass Kuranyi das Leder von der Torauslinie zurück auf Bobic spielen konnte. Der Stürmer von Hertha BSC Berlin grätschte in den Ball und erzielte aus kurzer Distanz die Führung. Deutschland dominierte den Rest der ersten Hälfte und Douglas verhinderte eine höhere Führung der Gastgeber.
Ballack verwandelt Elfer
Schottlands Kapitän Paul Lambert lief zur zweiten Halbzeit verletzungsbedingt nicht mehr auf und musste fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff ein weiteres Gegentor seiner Mannschaft mit ansehen, nachdem Stephen Pressleys Klammern an Bobic im Strafraum mit einem Elfmeterpfiff geahndet wurde. Michael Ballack ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Strafstoß mit einem wuchtigen Schuss in die Tormitte zum 2:0.
Unachtsamkeit in der Defensive
Deutschland spielte weiter nach vorne und wollte das dritte Tor erzielen, als Steven Thompsons Flanke die deutsche Abwehr überraschte und so Neil McCann den Anschlusstreffer erzielen konnte. Die Hoffnungen der Gäste, noch einmal in das Spiel zurückzukommen, wurden jedoch schnell im Keim erstickt, da der für Lambert eingewechselte Maurice Ross in der 66. Minute nach wiederholtem Foulspiel an Tobias Rau vom Platz flog.
Nervöse Schlussphase
Mit einem Mann mehr auf dem Platz gelang es den Deutschen, das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Carsten Ramelow, Rau, Sebastian Kehl, Marko Rehmer und Bobic vergaben in der Schlussphase gute Möglichkeiten. Zwar wirkten die Gastgeber in den letzten Minuten nervös, jedoch kamen die Schotten, die im Sturm nur noch mit Thompson agierten, zu keinen weiteren Möglichkeiten, so dass Rudi Völlers Truppe drei wichtige Punkte einfahren konnte.
Gute Bilanz hält
Mit diesem Sieg bleibt Deutschland im Westfalenstadion weiterhin unbezwungen. Schottland muss derweil am 11. Oktober unbedingt gegen Litauen gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Island nicht gegen Deutschland gewinnt, um sich den zweiten Rang und den damit verbundenen Playoff-Platz zu sichern.
Völler zufrieden
Teamchef Rudi Völler war erfreut über dieses Ergebnis, das seine Mannschaft in der aussichtsreichsten Position für den Sieg in Gruppe 5 lässt. "Das war ein großartiges und spannungsvolles Spiel für die Fans. Das Spiel schien schon für uns gelaufen zu sein, bis wir den Schotten nach einem dummen Fehler nochmals Hoffnung gaben und danach ein wenig nervös agierten, letztendlich aber verdient gewannen."