Ein unzufriedener Held des Tages
Samstag, 15. November 2003
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Maris Verpakovskis haderte trotz des sensationellen Sieges über die Türkei mit der Chancenverwertung.
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Von Pavle Gognidze aus Riga
Lettlands Held Maris Verpakovskis schoss seine Mannschaft in Riga zwar zum sensationellen 1:0-Sieg gegen die Türkei, dennoch war er nach dem Erfolg über den FIFA-Weltmeisterschafts-Dritten von 2002 nicht hundertprozentig glücklich.
Unzufrieden trotz Sieg
Der Stürmer von Skonto FC sorgte mit seinem Treffer in der 29. Minute für überschäumende Freude in der lettischen Hauptstadt, doch trotz aller Euphorie haderte er mit seiner Chancenverwertung. "Ich bin mit mir selbst nicht sehr zufrieden, denn ich hätte in der zweiten Halbzeit noch ein Tor schießen müssen", sagte Verpakovskis.
Dank an die Fans
Doch der 24-Jährige war im Skonto-Stadion in fantastischer Form und verdiente sich die stehenden Ovationen nach seiner Auswechslung in der letzten Minute voll und ganz. Anschließend bedankte er sich bei den Anhängern: "Ich bin den Fans ewig dankbar - nicht jede Mannschaft wird so unterstützt."
Harte Arbeit
Lettlands Trainer Aleksandrs Starkovs lobte seine gesamte Mannschaft, die sich seiner Meinung nach den Sieg auch aufgrund der Vorbereitung für das Spiel verdient hatte. "Dies war das Resultat harter und langer Arbeit", sagte er. "Die Türken haben uns nicht überrascht, da wir sie genauestens studiert hatten und wussten, was uns erwartet."
Wiederholung möglich
Er fügte hinzu: "Es wird nicht leicht in Istanbul, aber in Riga konnten wir den Gegner dazu zwingen, so zu spielen, wie wir das wollten. Warum sollte uns das nicht auch in Istanbul gelingen?"
Stärke bewiesen
Lettlands Kapitän Vitalis Astafjevs bedauerte, dass seine Mannschaft nicht mit einem größeren Vorsprung in die Türkei reist. "Wenn mir jemand dieses Ergebnis vor dem Anpfiff angeboten hätte, wäre ich sofort einverstanden gewesen. Aber nun bin ich nicht allzu glücklich über das 1:0, wir hätten es besser machen können. Ich denke, wir haben bewiesen, dass Lettland bereit ist, um auf höherer Ebene zu spielen."
Trainer unzufrieden
Der Trainer der Türken, Senol Günes, haderte vor allem mit den frostigen Temperaturen in Riga, die unter dem Gefrierpunkt lagen. Er meinte: "Wetter und Platz waren schlecht für uns - wir haben uns nicht gut bewegt und zu schnell den Ball verloren. Ich habe Lettland ausgiebig studiert, aber wir wurden trotzdem taktisch überrascht."
Taktische Entscheidung
Günes rechtfertigte zudem, warum er Hakan Sükür auf die Bank und auf das Sturmduo Nihat Kahveci und Ilhan Mansiz gesetzt hatte. "Es war eine taktische Entscheidung, denn ich habe auf schnelle Spieler gesetzt", sagte er.
Ziel Endrunde
Trotz der heutigen Niederlage war der Trainer zuversichtlich, dass seine Mannschaft die Endrunde nächsten Sommer in Portugal erreicht und dort an die Erfolge der Weltmeisterschaft anknüpft. "Wir werden in der Türkei gewinnen und zur [UEFA-] Europameisterschaft fahren", kündigte er an.