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Ein Sieg für den Fußball

Generalsekretär

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino schrieb in UEFA•direct, dass er die neuen Maßnahmen begrüßt, die Dritteigentümerschaften, die auf viele Arten als schlecht für den Fußball angesehen werden, verbieten.

Ein Sieg für den Fußball
Ein Sieg für den Fußball ©UEFA.com

Der 1. Mai 2015 war ein wichtiger Tag für die UEFA und den europäischen Fußball, da die Dritteigentümerschaft (DES) endlich verboten wurde. Diese Praxis schadet sowohl den Spielern und der Spielerentwicklung als auch den Klubs, der Integrität der Wettbewerbe und dem finanziellen Wohlergehen des Fußballs.

Das Thema wurde in den vergangenen Jahren ausführlich in verschiedenen UEFA-Gremien diskutiert. 2012 bezog der Strategische Beirat für Berufsfußball (der sich aus Klubs, Spielern, Ligen und Nationalverbänden zusammensetzt) deutlich Stellung gegen die DES. Nachdem die UEFA die FIFA (als für internationale Transfers zuständige Instanz) zum Handeln aufgefordert hatte, beschloss das UEFA-Exekutivkomitee im Dezember 2012, dass die UEFA selber gegen die DES in Europa vorgehen würde, sofern die FIFA nichts unternehme.

In der Folge ließ die FIFA verschiedene eingehende Studien zu diesem Thema erstellen und setzte eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung der UEFA ein, die Maßnahmen gegen diese Praxis finden sollte. Nicht weiter überraschend ergaben die detaillierten Analysen, dass Dritteigentümerschaften sich auf praktisch allen Ebenen negativ auf den Fußball auswirkten. Die DES sei schlicht ein Instrument für bestimmte Dritte, finanzielle Vorteile aus der "Spekulation" auf künftige Transferwerte von Spielern zu erzielen.

Die UEFA freut sich deshalb sehr, dass die Arbeitsgruppe empfohlen hat, die DES zu verbieten, und dass dieses Verbot nun in Kraft getreten ist.

Als dieser Artikel verfasst wurde, waren mehrere Beschwerden gegen das Verbot der DES bei der Europäischen Kommission und verschiedenen nationalen Gerichten anhängig, die absehbar waren. Dennoch hat die UEFA (gemeinsam mit der FIFPro) ihre eigene Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht mit der Begründung, dass die DES dem europäischen Recht widerspreche.

Die UEFA ist der Ansicht, dass die DES die vertragliche Stabilität untergräbt, negative Auswirkungen auf ein Arbeitsverhältnis hat, die Rekrutierung von Spielern verzerrt, die Integrität von Wettbewerben bedroht und auch ernsthafte ethische und moralische Bedenken betreffend den Umgang mit (insbesondere jungen) Spielern aufwirft. Wir sind zuversichtlich, dass die Europäische Kommission unsere Haltung unterstützt.

Nun können wir uns auf eine Welt ohne DES freuen. Eine Welt, in der Klubs und Spieler ihre Zukunft selbst in der Hand haben, in der Spieler gegnerischer Mannschaften wirtschaftlich gesehen nicht demselben Dritten "gehören" können und in der mehr Geld im Fußball bleiben und diesem nicht durch Finanzspekulationen entzogen werden sollte.

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