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Collina besucht die Schiedsrichter

Schiedsrichterwesen

Der angesehene Schiedsrichter Pierluigi Collina sprach mit uefa.com über die Europameisterschaft U17.

Von Paul Saffer & Paolo Menicucci in Tirrenia

Die UEFA-U17-Europameisterschaft ist für alle, die in den internationalen Fußball wollen, eine gute Gelegenheit, erstmals die Luft eines großen Turniers zu schnuppern - und das gilt nicht nur für die Spieler.

Angesehene Schiedsrichter
Sechs Schiedsrichter und acht Linienrichter mit großer Erfahrung aus ihren nationalen Wettbewerben leiten in den nächsten 14 Tagen in der Toskana ihre ersten Endrundenspiele. Und sie eifern keinem Geringerem nach als dem, der das letzte FIFA-Weltmeisterschaftsfinale gepfiffen hat und der als bester Schiedsrichter überhaupt gilt - Pierluigi Collina.

Hohe Meinung
Bevor das Turnier am Dienstag anfing, stand der angesehene Italiener, der aus Viareggio, nahe der Turnierzentrale in Pisa stammt, für die Schiedsrichter zu einem lockeren Gespräch zur Verfügung. Und Collina hat von den ausgewählten Unparteiischen eine hohe Meinung.

"Ich komme gerne"
Collina sagte im Gespräch mit uefa.com: "Ich bin hier, um diese Schiedsrichter zu begrüßen. Ich lebe nur 35 Kilometer nördlich von hier. Ich denke, es ist schön herzukommen und die jungen Schiedsrichter zu treffen, die auf ihr erstes UEFA-Turnier warten. Sie sind zwar jung, doch sie sind in ihrer Liga Experten. Sie haben interessante Spiele in ihren nationalen Ligen, die ihr Niveau hochhalten."

Vorbildsfunktion
Während der 45-jährige für die Schiedsrichter mit großen Ambitionen das Vorbild ist, bleibt Collina selbst im Bezug auf seinen Status bescheiden. "Ich glaube nicht, dass jemand sich wünschen sollte, wie ein anderer zu sein", sagte er.

Harte Arbeit
"Es ist sehr wichtig, dass man sieht, was zum Erreichen dieses hohen Niveaus zu tun ist, und ich hoffe, dass das, was ich getan habe, von den anderen Schiedsrichtern geschätzt wird", fügte er hinzu. "Dieses hohe Niveau ist nur durch harte Arbeit zu erreichen. Ich bin sicher, dass dies der beste Ratschlag der Mitglieder der UEFA-Schiedsrichterkomission ist. Sie kümmern sich um die jungen Unparteiischen."

Verpasste Gelegenheit
Ironischerweise verpasste Collina selbst die Chance, eine Nachwuchsendrunde zu pfeifen. Er erinnert sich: "Ich wurde 1985 für Belgien nominiert, doch meine Frau war schwanger und stand kurz vor der Geburt. So musste ich auf das Turnier verzichten, da meine zweite Tochter auf die Welt kam."

Interesse an den Spielen
Nach der kurzen Reise zu den Schiedsrichtern hofft Collina, etwas vom Turnier mitzubekommen, doch, da er immer noch in der Serie A pfeift, hat er nur wenig Zeit. "Ich hoffe, einige Partien sehen zu können", sagte er. "Ich trainiere die meisten Nachmittage für die Spiele [der Serie A], doch ich will mir auch die Spiele hier anschauen."

Nationaler Stolz
Als Toskaner ist er begeistert, dass die Spiele in seiner Heimat stattfinden. "Es ist sehr wichtig für diese Region, ein solches Turnier auszurichten", sagte er. "Es ist sehr wichtig, um das Image dieses Landes zu fördern, und ich hoffe, dass die Mannschaften und Offiziellen ihren Aufenthalt genießen. Es ist ein schöner Teil der Toskana - das Meer ist sehr nah und es gibt einige Sehenswürdigkeiten und bezaubernde Städte - also hoffe ich, dass alle eine schöne Zeit verbringen."

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