Bundesliga-Mannschaft der Saison 2014/15
Montag, 25. Mai 2015
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306 Bundesligaspiele sind absolviert und alle Entscheidungen gefallen - fast alle. Die deutsche UEFA.com-Redaktion musste in eine zähe Verlängerung, um eine Topelf zu bestimmen.
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11 aus 462 - so sieht die Bundesliga-Topelf 2014/15 der deutschen UEFA.com-Redaktion aus:
Es gab Vorschläge für drei schlagkräftige Mannschaften und auch hinsichtlich des Trainers gingen die Meinungen auseinander. Letzten Endes fiel unsere Wahl hier auf Markus Weinzierl, der sein Team zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die UEFA Europa League führte.
Die Bundesliga zeichnete sich dieses Jahr durch viele Mannschaften aus, die eine gut organisierte Defensive aufs Feld zu schicken wussten und ihren Fokus auf schnelles Umschalten legten. Dafür sind im zentralen Mittelfeld umsichtige Strategen mit guten Balleroberungsfähigkeiten gefragt. Mit Daniel Baier und Granit Xhaka haben es zwei Akteure in unsere Auswahl geschafft, die sich in dieser Hinsicht vor niemandem verstecken müssen.
Zum Grundgerüst unseres Teams gehören weiterhin Naldo und Jérôme Boateng, also zwei kopfball- und spielstarke, robuste Innenverteidiger, deren Aufgabenbereich beim VfL Wolfsburg, bzw. FC Bayern München durchaus als anspruchsvoll zu bezeichnen ist. Weil beide Vereine gerne hoch verteidigen, ist für die Innenverteidiger ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Antizipation gefragt. Wolfsburgs Abwehrchef brachte es zudem auf sieben Saisontreffer.
Soweit die Besetzung der vier Positionen im zentral-defensiven Bereich. Dahinter steht mit Manuel Neuer der Welttorhüter im Kasten - einer ausführlichen Begründung bedarf es hier wohl nicht. In der Viererkette wird unsere Abwehr auf links durch Ricardo Rodriguez ergänzt. Der Schweizer bereitete im Schnitt pro Spiel mehr als zwei Großchancen vor und ist dank seiner gefährlichen Standards für jede Mannschaft ein Gewinn.
Rechts haben wir uns für Tony Jantschke entschieden, der zugegeben nur 17 Spiele auf dieser Position machte und ansonsten in der Innenverteidigung zu finden war, aufgrund seiner geringen Fehlerquote hat er seinen Platz in der Topelf aber mehr als verdient.
Bleiben noch unsere vier Offensivakteure, die es zusammen auf 63 Treffer bringen. Doch zunächst sei erwähnt, dass auch Spieler wie Max Kruse, Karim Bellarabi, Roberto Firmino oder Pierre-Emerick Aubameyang durchaus eine gute Figur in dieser Mannschaft abgegeben hätten und nur knapp am Cut scheiterten, weil a) unsere Elf vorne und hinten ausgewogen sein sollte und b) vier Akteure eben noch mehr Eindruck hinterließen.
Im offensiven Mittelfeld haben wir uns erneut in München und Wolfsburg bedient. Kevin de Bruyne ist mit 0,6 Assists pro Partie der Top-Vorbereiter der Liga, der mit insgesamt 22 Torvorlagen einen neuen Bundesligarekord aufstellte. Die Leistungen des pfeilschnellen Dribbelkönigs aus Belgien sind nicht zuletzt deshalb so beeindruckend, weil er während der gesamten Saison (mit 34 Bundesliga-Partien und elf Einsätzen in der UEFA Europa League) nie in ein Formloch fiel.
Arjen Robben reichten 14 Begegnungen weniger, um in die Mannschaft zu kommen. Auch deshalb, weil er seinen Wert für den FC Bayern nicht nur in den Partien bewies, in denen er mitwirkte. Mit dem Niederländer erzielte der FCB im Schnitt 3,15 Tore pro Spiel, ohne Robben gelang durchschnittlich nur ein Tor.
Der 31-Jährige, der die Spielzeit mit 17 Toren beendete, hätte ohne Blessuren sicher beste Chancen auf die Torjägerkanone gehabt, was die Leistung von Alexander Meier aber nicht schmälern soll. Auch die Pferdelunge von Eintracht Frankfurt musste in der Endphase der Saison verletzungsbedingt passen. In seiner neuen Rolle unter Thomas Schaaf avancierte er zum eiskalten Vollstrecker. Die Eintracht hatte mit Meier zudem einen bockstarken Wandspieler vorne drin, der die Bälle umsichtig und zuverlässig zu verteilen wusste.
Zu guter Letzt darf auch Robert Lewandowski in unserer Topelf nicht fehlen. Der Torschützenkönig der vergangenen Saison musste sich in seine neue Rolle unter Josep Guardiola erst hineinfinden und ist nun mehr ins Kombinationsspiel eingebunden, als es zu seinen Dortmunder Zeiten der Fall war. Die Technik dafür hat der Pole, zudem wählt er intuitiv oft den richtigen Moment, um gegnerische Abwehrspieler im Aufbau anzulaufen. Ein kompletter Stürmer also, ganz nach dem Geschmack von Pep und der deutschen UEFA.com-Redaktion.