Atléticos Erfolgsgeheimnis gegen Real
Freitag, 16. Januar 2015
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Seit der unglücklichen Niederlage im Finale der UEFA Champions League hat Atlético in fünf Duellen gegen Lokalrivale Real Madrid nicht mehr verloren. Am Donnerstag gab es in der Copa del Rey ein Remis, das wie ein Sieg gefeiert wurde.
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Vor wenigen Monaten stand Club Atlético de Madrid im Finale der UEFA Champions League gegen Real Madrid CF wenige Sekunden vor dem ersten Triumph in der Königsklasse, dann traf Sergio Ramos in der 93. Minuten zum 1:1 und Atléticos Schicksal nahm seinen bekannten Lauf. Doch am Donnerstagabend gelang ausgerechnet durch ein 2:2 beim Lokalrivalen der Einzug ins Viertelfinale der Copa del Rey, nachdem das Team von Diego Simeone schon das Hinspiel mit 2:0 für sich entschieden hatte.
Matchwinner war Heimkehrer Fernando Torres mit zwei Toren und Coach Simeone war natürlich mehr als zufrieden: "Es war ein schweres Spiel vor ausverkauftem Stadion und einem Gegner, der extrem heiß war. Aber unser frühes Tor [nach 48 Sekunden] hat ihre Taktik wohl komplett über den Haufen geworfen, das hatten sie so nicht im Drehbuch."
Überhaupt hat die bittere 1:4-Niederlage n.V. im Finale der UEFA Champions League bei Atleti offenbar ungeahnte Kräfte freigesetzt, wenn es gegen Real geht. In den fünf Duellen seit dem 24. Mai 2014 (spanischer Superpokal, Liga und Copa del Rey) verließen die "kleinen" Madrilenen drei Mal als Sieger den Platz, zwei Spiele endeten unentschieden. Dabei war Atlético im Derby in den 14 Jahren zwischen 1999 und 2013 in allen 25 Partien sieglos geblieben.
Simeones Team scheint nach der Finalpleite von Lissabon noch stärker und rüttelt ernsthaft und scheinbar auch auf Dauer am bisherigen Duopol der spanischen Liga durch Real und den FC Barcelona.
Dabei mithelfen soll auch der verlorene Sohn Torres, der sieben Jahre nach seinem Abschied und den Stationen Liverpool FC, Chelsea FC und zuletzt AC Milan von den Fans mit offenen Armen wieder aufgenommen wurde.
"Ich bin natürlich begeistert", strahlte der 30-Jährige. "Wir sind nach dem Hinspiel mit einem sehr guten Gefühl ins Spiel gegangen und das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt, danach war unser Sieg eigentlich nie in Gefahr. So ein Gefühl im Bernabéu ist unglaublich. Im Bernabéu zu bestehen ist nicht einfach und nach dem 1:1 glaubten sie wohl an ihre Chance, aber nach unserem 2:1 ließen sie die Flügel hängen."