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Vorbericht: Das bietet der 14. Spieltag

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UEFA.com hat vor dem 14. Spieltag ein paar bunte Geschichten rund um die Bundesliga herausgesucht - inklusive Noch-Spitzenspiel und Ersatz-Derby.

Roger Schmidt hat mit Pep Guardiola einen bekennenden Fan
Roger Schmidt hat mit Pep Guardiola einen bekennenden Fan ©AFP/Getty Images

Das Spitzenspiel
Wer weiß, wie lange der Begriff "Spitzenspiel" in dieser Saison noch im Zusammenhang mit dem FC Bayern München verwendet werden darf. Bereits zehn Punkte hat der Tabellenführer zwischen sich und das drittplatzierte Bayer 04 Leverkusen gebracht, doch das sind noch nicht genug, um der Partie das Etikett Spitzenspiel zu entziehen. Pep Guardiola ist nach eigener Aussage ein "großer Fan der Leverkusener Spielweise", doch allen Fans, die sich mehr Spannung in der Bundesliga wünschen, macht er wenig Hoffnung. "Leverkusen attackiert immer mit drei Spielern, egal wo der Ball ist. Wir müssen schnell im Kopf sein. Aber, es tut mir leid, ich habe viel Vertrauen in meine Mannschaft."

Derby light
Eigentlich ist das ja purer Etikettenschwindel, denn das wahre Niedersachsen-Derby ist das zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. Da dies abstiegshalber diese Saison ausfällt, muss der VfL Wolfsburg halt notgedrungen als Ersatz-Derby-Gegner herhalten. Doch vor diesem Spiel werden keine Säue mit 96er Schal durch Hannover getrieben (wie letzte Saison vor dem wahren Derby) und die Partie zwischen dem Zweiten und dem Achten ist auch kein "Hochrisiko-Spiel" für die Polizei. Eine kleine Stichelei sei dennoch erlaubt, meint Wölfe-Coach Dieter Hecking und erklärt: "Der VfL will in die Champions League, und Hannover wird sich am Ende im Mittelfeld einreihen." Dazu sollte der VfL freilich seine Negativserie von zuletzt sieben Niederlagen in Folge gegen 96 schleunigst beenden.

Der O-Ton
"Jein"
Wenn man eine Frage gar nicht mehr hören kann, dann macht man es am besten so eloquent wie Thomas Schaaf. Achso, die Frage war übrigens: "Ist das Spiel gegen Ihren Ex-Verein Werder etwas Besonderes?"

©Getty Images

Man soll gehen, wenn es am schönsten ist
So lautet schließlich das bekannte Sprichwort und genau das hat Walther Seinsch, Präsident des FC Augsburg, diese Woche bei der Mitgliederversammlung getan und trat zurück – für die Außenwelt kam dieser Zug doch etwas überraschend. Der 73-Jährige führte seinen Verein von der Bayern- bis in die Bundesliga, trieb den Bau eines schmucken neuen Stadions voran, die sportliche Leitung ist bestens besetzt, finanziell hat man "das erfolgreichste Jahr jemals" verkündet, mit Stellvertreter Klaus Hofmann einen Nachfolger als Präsident gefunden und vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln ist der FCA sogar erstmals auf einem Rang zu finden, der zur Teilnahme an der UEFA Champions League berechtigt. Für Seinsch also Zeit zu gehen. "Platz vier ist sicherlich für die ganze Liga etwas überraschend, doch es zeigt nur, wie gut die Augsburger arbeiten. Bei den Augsburgern läuft es im Moment", lobt auch der Kölner Trainer Peter Stöger. Vielleicht kann Seinsch, nun als Privatier, am Ende der Saison sogar den Einzug in den Europapokal bejubeln. "Wunder gibt es immer wieder" sagt schließlich ein anderes Sprichwort.

Nur Details...
Wie vergänglich ist doch die öffentliche Meinung. Vor wenigen Wochen galt der VfL Borussia Mönchengladbach noch als "Bayern-Jäger", die Mannschaft von Lucien Favre wurde für ihre Spielweise mit Lob fast schon überschüttet und Einige verglichen den Aufstieg der Gladbacher bereits mit dem der anderen Borussia, die derzeit auf Rang 18 abgestürzt ist. Drei Bundesliga-Niederlagen in Folge später hat der Wind gedreht. "Einbruch", "schwarze Serie", "Mini-Krise", so ruft es nun aus dem Blätterwald. Wer Lucien Favre kennt weiß, dass er ruhig weiter seine Arbeit machen und sich vor dem Heimspiel gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC Berlin nicht aus dem Konzept bringen lassen wird. "Die Niederlagen sind abgehakt. Ich analysiere alle Spiele und sehe dabei, dass der Unterschied zwischen einigen Spielen, die wir gewonnen haben und den Spielen, die wir jetzt verloren haben, nicht sehr groß ist", stellte der Schweizer fest. "Es liegt oft nur an Details."

Alle Spiele im Überblick
Borussia Dortmund - TSG 1899 Hoffenheim (Fr.)
Hannover 96 - VfL Wolfsburg
VfL Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC
VfB Stuttgart - FC Schalke 04
1. FC Köln - FC Augsburg
SC Paderborn - SC Freiburg
FC Bayern München - Bayer 04 Leverkusen (Sa.)
Hamburger SV - 1. FSV Mainz 05
Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen (So.)

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