Anti-Doping-Ausschuss unterstützt UEFA-Initiativen
Mittwoch, 26. November 2014
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Die Anti-Doping-Aktivitäten der UEFA erhalten ständig durch Innovationen und Weiterentwicklungen neuen Antrieb und unterstreichen so die Entschlossenheit des europäischen Fußball-Dachverbandes, Doping zu bekämpfen.
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Die Anti-Doping-Aktivitäten der UEFA erhalten ständig durch Innovationen und Weiterentwicklungen neuen Antrieb und unterstreichen so die Entschlossenheit des europäischen Fußball-Dachverbandes, Doping aus dem Fußball zu verbannen.
Auf seinem jüngsten Treffen in Nyon hat der Anti-Dopingausschuss der UEFA, der die Medizinische Kommission der UEFA in ihrer Arbeit unterstützt und ihr Anti-Doping-Programme vorschlägt, die jüngsten Erfolge im Kampf gegen Doping unter die Lupe genommen und die sorgfältige Arbeit in diesem Bereich gelobt.
Breite Unterstützung fand dabei eine der signifikantesten Neuentwicklungen des Anti-Doping-Programms der letzten Jahre. Dabei werden Steroidprofile in das jährliche Testprogramm integriert. Dadurch steigen die Chancen der UEFA erheblich, durch die Beobachtung von Steroid-Parametern im Körper der Sportler potenzielles Doping zu entdecken. Verdächtige Profile können Rückschlüsse auf den Gebrauch von Doping zulassen, man muss künftig nicht mehr wie bisher, den Dopingsünder auf frischer Tat ertappen.
Außerdem werden die Anti-Doping-Aktivitäten der UEFA durch neue Anti-Doping-Regularien unterstützt, die im kommenden Januar nach der Ratifizierung durch das UEFA-Exekutivkomitee im Dezember in Kraft treten werden. Diese neuen Regularien wurden durch den Ausschuss unterstützt und beinhalten einige neue Vorschriften und Änderungen bestehender Regelungen, um das Regelwerk in Einklang mit dem Anti-Doping-Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zu bringen – das Grundlagendokument für die Harmonisierung der Anti-Doping-Gesetze und -Regularien der verschiedensten Sportorganisationen aus aller Welt. Zudem wurden die UEFA-Regularien mit dem FIFA-Regelwerk abgestimmt und es wurde beschlossen, regelmäßige Treffen zwischen dem europäischen und dem Welt-Verband abzuhalten, um ein einheitlicheres Vorgehen zu gewährleisten.
Der Ausschuss unterstützte den Vorschlag der UEFA, künftig die genommenen Blut- und Urinproben länger aufzubewahren. Dies würde die erneuten Tests von Proben und damit die Entdeckung von zuvor noch unbekannten Substanzen ermöglichen – und so auch abschreckende Wirkung auf die Spieler haben.
Die Doping-Kontroll-Offiziere der UEFA (DCOs) sind ein wichtiges Element der Anti-Doping-Kampagne der UEFA. Die aktuell 44 DCOs sind alle Mediziner, die Spiel- und Trainingskontrollen rund um die Spiele der UEFA-Wettbewerbe vornehmen. Der Ausschuss wurde über die Ausbildungs- und Selektionskriterien der DCOs durch die UEFA unterrichtet, dazu gehören unter anderem Kenntnisse der Testabläufe, praktische Tests und schriftliche Prüfungen.
15 Kandidaten wurden bei dem Workshop im Sommer ausgewählt, die nächste Trainingsphase absolvieren zu dürfen. Anschließend unternahmen die Kandidaten an der Seite eines erfahrenen DCO einige Beobachtungsreisen, um das Handwerk dieser zunehmend wichtigen Rolle vor Ort zu erlernen. Zu den Aufgaben der Kandidaten gehört es, den erfahrenen Kollegen bei einem Dopingtest nach einem UEFA-Spiel über die Schulter zu sehen und anschließend unter Aufsicht des Kollegen zumindest einen Test selber abzunehmen. Falls nötig, haben die Kandidaten auch weitere Trainingsmöglichkeiten, bis sie die hohen Standards der UEFA erfüllen.
Anschließend wurden interessante Zahlen aus der Saison 2013/14 präsentiert. Letzte Saison nahm die UEFA in all ihren Wettbewerben insgesamt 2 198 Doping-Proben (1 860 Urin- und 338 Blutproben). 1 698 davon (1 360 Urin und 338 Blut) wurden in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League genommen. In der UEFA Champions League wurden die Proben nach Spielen und im Training abgenommen. In beiden Wettbewerben gab es keine positiven Fälle. In den anderen Wettbewerben nahm die UEFA 500 Urinproben.
Der Ausschuss unterstrich auch die Bedeutung der Anti-Doping-Schulungen durch die UEFA, vor allem für junge Spieler, die den Gefahren des Dopings gerade am Anfang ihrer Karriere oft naiv und verwundbar gegenüberstehen. Entsprechende Kurse wurden von UEFA-Mitarbeitern bei allen Nachwuchs-Europameisterschaften abgehalten. Dabei wurden die Nachwuchskicker über die Doping-Regeln, die Risiken von ungeprüft eingenommenen Medikamenten sowie über die gesundheitlichen Folgen des Dopings informiert. Zusätzlich verteilte die UEFA in der letzten Saison über 25 000 Informationsbroschüren an alle Teilnehmer von UEFA-Turnieren.
Das Feedback zu diesen Schulungen von den Nationalverbänden war extrem positiv. Die UEFA plant, ihre Anti-Doping-Schulungen künftig noch auszuweiten, um das Bewusstsein der Spieler und Fans für diese Problematik zu schärfen.